Die staatliche Regulierung von Trans

Der Transsexuellen-Erlass in Österreich (1980-2010). Eine Dispositivgeschichte

Geschlecht wird noch immer staatlich reguliert. Durch Gesetze, Erlässe und medizinische Richtlinien wird über Körper, Beziehungen und Lebensweisen bestimmt. Aktivist_innen kämpfen seit Jahrzehnten gegen eine solche Regulierung an, doch die binäre Geschlechtervorstellung bleibt weiterhin erhalten. Am Beispiel des österreichischen Transsexuellen-Erlasses (1980-2010) arbeitet Persson Perry Baumgartinger die wirkmächtigen »Reparaturmechanismen« des Zwei-Geschlechter-Dispositivs heraus, welche zur Konservierung des binären Geschlechterverständnisses beitragen.

34,99 € *

2019-08-15, 350 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4854-0
Dateigröße: 17.34 MB

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Persson Perry Baumgartinger

Persson Perry Baumgartinger, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Regulierung von Trans ist eine weltweit übliche staatliche Praxis, die Menschenrechte missachtet, sich bis in die Körper von trans Personen einschreibt und bisher noch (zu) wenig Aufmerksamkeit bekommt. Dieses Buch bietet empirisch fundierte, innovative Erkenntnisse, die sowohl für Aktivismus wie Wissenschaft nützlich sind, etwa die detaillierte Beschreibung des Transsexualismus/Transsexualität-Paradigma und der Reparaturmechanismen des Zweigeschlechterdispositivs.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Neben einem Überblick über verschiedene Modelle des Zwei-/Geschlechter-Dispositivs und Einblicke in die junge Forschungsrichtung der Trans Studies sowie ihrer Begrifflichkeiten, zeichnet sich das transdisziplinäre Buch insbesondere durch seinen innovativen methodologischen Ansatz der kritischen diskurshistorischen Dispositivanalyse, durch seine erstmalige detaillierte Analyse des österreichischen ›Transsexuellen-Erlasses‹ und insbesondere durch die Herausarbeitung dispositiver Reparaturmechanismen aus.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Sowohl methodologisch wie auch theoretisch bietet das diverse Disziplinen vereinende Buch wichtige Erkenntnisse für die Geschlechtserforschung und Trans Studies, die Angewandte Sprachwissenschaft, die Diskurs- und die Dispositivanalyse, die Sozialgeschichte und die Politikwissenschaften, die Rechtswissenschaften und die Soziale Arbeit - aber auch für Trans- und Inter-Aktivismus, NGO-Forschung sowie staatliche Verwaltungsapparate.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit trans und inter und Enthinderungs-Aktivist_innen; mit allen, die von staatlicher Regulierung betroffen sind; mit Susan Stryker, Sandy Stone, Max Strassfeld u.a. Vertretenden der Trans Studies; mit meinen Studierenden und Kolleg_innen aller wissenschaftlichen, künstlerischen und aktivistischen Richtungen; mit Jurist_innen; mit Sozialarbeiter_innen; mit Institutionen und Einrichtungen, die sich um Geschlechtervielfalt bemühen; mit allen am Thema Interessierten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch arbeitet dispositive Mechanismen der staatlichen Regulierung von Trans heraus, die bis heute für Wissenschaft & Aktivismus relevant sind.

Buchtitel
Die staatliche Regulierung von Trans Der Transsexuellen-Erlass in Österreich (1980-2010). Eine Dispositivgeschichte
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
350
Ausstattung
5 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-4854-0
DOI
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFSK HBTB
BISAC-Code
SOC032000 SOC012000 HIS054000
THEMA-Code
JBSF JBSJ NHTB
Erscheinungsdatum
2019-08-15
Themen
Politik, Geschlecht, Recht
Adressaten
Trans Studies, Gender Studies, Queer Studies, Angewandte Sprachwissenschaft, Linguistik, Germanistik, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Soziologie, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Staatliche Regulierung, Trans, Trans Bewegung, Diskursanalyse, Dispositiv, Zwei-Geschlechter-Dispositiv, Biopolitik, Sozialgeschichte, Kritische Forschung, Österreich, Heteronormativität, Geschlecht, Recht, Politik, Gender Studies, Queer Theory, Geschlechtergeschichte, Menschenrechte, Soziologie

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