Wagner – Weimar – Eisenach

Richard Wagner im Spannungsfeld von Kultur und Politik

Der rezeptionsgeschichtliche ›Urknall‹ von Richard Wagners Werk fand bezeichnenderweise an einem Ort statt, der sich in einem Spannungsfeld zwischen Provinz und Residenz, Tradition und Fortschritt, Idee und Verwirklichung befand: im Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Hier verbanden sich Franz Liszts auf die Zukunft ausgerichtetes Wirken und das Erbe der Weimarer Klassik unter der Regentschaft eines ambitionierten Weimarer Hofes zu einer nicht unproblematischen Synthese, von deren Folgen auch Wagner nicht unberührt blieb. Die Beiträge des Bandes untersuchen diese Wechselwirkungen zwischen Kultur und Politik.

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2020-01-07, 220 Seiten
ISBN: 978-3-8394-4865-6
Dateigröße: 6.07 MB

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Helen Geyer

Helen Geyer, Hochschule für Musik Weimar, Deutschland

Kiril Georgiev

Kiril Georgiev, Hochschule für Musik Weimar, Deutschland

Stefan Alschner

Stefan Alschner, Hochschule für Musik Weimar, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Idee zu dieser Tagung und damit zu diesem Band entstand im Zusammenhang mit unserem Forschungsprojekt zur Erschließung der Wagner-Sammlung in Eisenach. Diese steht paradigmatisch für die Bedeutung Wagners für die mitteldeutsche und insbesondere die thüringische Kulturlandschaft. Es ist die Hoffnung der Herausgeber, dass die Beiträge in diesem Band Anknüpfungspunkte für weitere wissenschaftliche Auseinandersetzungen zu diesem Themenfeld bieten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es ist das Ziel diese Bandes, einen Anstoß zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der durch Nikolaus Oesterlein initiierten Sammlung sowie eine Verknüpfung der Perspektiven, die diese bietet, mit der etablierten Wagner-Forschung zu geben. Die erstmalige Diskussion von bisher unbekannten Objekten der Sammlung und die systematische Analyse von Teilbeständen bieten einen Einblick in das vielseitige Forschungspotenzial, das diese bietet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Verknüpfung einiger rezeptionsgeschichtlicher Aspekte im Kontext von Wagners Wirken mit der soziokulturellen Situation des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach stellt einen wichtigen Beitrag sowohl generell zur Wagner-Forschung als auch zur Kulturgeschichte Weimars und Eisenachs dar. Mikroperspektivische Untersuchungen dieser Art bereichern die bisweilen ins Hagiographische abdriftende Auseinandersetzung mit dem Phänomen Richard Wagner.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit dem Sammlungsinitiator Nikolaus Oesterlein und natürlich mit Joseph Kürschner, der entscheidend am Erwerb der Oesterlein-Sammlung durch die Stadt Eisenach beteiligt war. Als überzeugter Wagnerianer war es stets Oesterleins Absicht und Ziel, mithilfe seiner Sammlung ein ausgeglichenes Bild des Komponisten zu vermitteln. Diesem Anspruch versuchen wir nachzukommen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band illustriert das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen dem Mythos Wagner und der Kulturgeschichte des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach.

Besprochen in:
das Orchester, 7/8 (2020), Ulrich Bartels
Autor_in(nen)
Helen Geyer / Kiril Georgiev / Stefan Alschner (Hg.)
Buchtitel
Wagner – Weimar – Eisenach Richard Wagner im Spannungsfeld von Kultur und Politik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
220
Ausstattung
6 SW-Abbildungen, 5 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8394-4865-6
DOI
Warengruppe
1593
BIC-Code
AVA AVGC
BISAC-Code
MUS020000
THEMA-Code
AVM AVA
Erscheinungsdatum
2020-01-07
Themen
Kulturgeschichte, Musik
Adressaten
Musikwissenschaft, Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Museologie, Germanistik
Schlagworte
Richard Wagner, Biografie, Musik, Kultur, Eisenach, Weimar, Kulturgeschichte, Musikgeschichte, Musikwissenschaft

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