Spanischer Bürgerkrieg goes Pop

Modifikationen der Erinnerungskultur in populärkulturellen Diskursen

Den Spanischen Bürgerkrieg neu und anders zu erzählen, ist programmatisch für Populärmedien wie den Fantasyfilm El laberinto del fauno, den Superheldencomic 1936-La batalla de Madrid oder das Videospiel Sombras de Guerra. Die Werke, die sich im Spannungsfeld des ›modernen Populären‹ verorten, greifen auf Ausdrucksformen des populärkulturellen Repertoires zurück. Daniela Kuschel zeigt auf, wie die realistischen Schreib- und Erzählweisen, die bislang als emblematisch für die Darstellung des Bürgerkriegs galten, aufgebrochen und umgeformt werden. Jenseits von Authentizität führen diese Modifikationen der Erinnerungslandschaft den Bedarf an neuen Ausdrucksformen individueller und kollektiver Erinnerung vor Augen.

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2019-11-05, 282 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4871-3

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Daniela Kuschel

Daniela Kuschel, Universität Mannheim, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der spanische Bürgerkrieg ist nach wie vor ein wichtiges Thema für die spanische Gesellschaft, wie an der jüngsten Debatte um die Exhumierung Francisco Francos deutlich wird. Der Widerstreit der Erinnerungskulturen wurde früh und dringlich im künstlerischen Bereich ausgetragen, der die gesellschaftlichen Diskurse flankiert. Werke, die sich dem Thema auf andere Weise nähern als bisher, sind daher sowohl in ihrer Ästhetik als auch in ihrer Positionierung diesem wichtigen Thema gegenüber interessant.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt den offensichtlichen Bedarf an neuen Ausdrucksformen der individuellen und kollektiven Erinnerung an den spanischen Bürgerkrieg. Der Blick richtet sich dabei auf die Diskursgeschichte der Bürgerkriegsfiktionen seit dem ›boom de la memoria‹, identifiziert emblematische Formen des Sprechens über den Bürgerkrieg und zeigt, wie sich die untersuchten Werke in ihrem populärkulturellen Design davon abheben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Erforschung der fiktionalen Diskurse über den Bürgerkrieg ist nach wie vor ein aktives Forschungsfeld in den Literatur-, Medien- und Kulturwissenschaften. (Ganz abgesehen von der Bedeutung des Ereignisses für die Soziologie und den Desideraten der historiographischen Forschung!) Die Untersuchung neuer Interventionen im laufenden Diskurs dient folglich dazu, die ästhetische Produktivkraft des Ereignisses, seine erinnerungskulturelle Bedeutung und damit auch seinen Wert für die Gesellschaft zu ergründen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit vielen unterschiedlichen Menschen: Zum einen natürlich mit Fachkollegen und Wissenschaftlern aus benachbarten Disziplinen, denn die Studie ist interdisziplinär angelegt. Zum anderen auch mit den Machern der Werke und dem ›breiteren Publikum‹ – machen sie doch die Gesellschaft aus, die den Bedarf an neuen Ausdrucksformen artikuliert, ihn verwirklicht, die Entwürfe rezipiert und diskutiert und damit in die sozialen und politischen Diskurse einbringt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mein Buch ist die logische und notwendige Fortsetzung der Studien, die die fiktionalen Diskurse über den Bürgerkrieg und ihre Intervention in der spanischen Gesellschaft untersuchen.

Autor_in(nen)
Daniela Kuschel
Buchtitel
Spanischer Bürgerkrieg goes Pop Modifikationen der Erinnerungskultur in populärkulturellen Diskursen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
282
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 9 Farbabbildungen, 2 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4871-3
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD JFC
BISAC-Code
SOC052000 SOC022000
THEMA-Code
JBCT JBCT1 JBCC
Erscheinungsdatum
2019-11-05
Auflage
1
Themen
Medien, Erinnerungskultur, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Spanischer Bürgerkrieg, Erinnerungskultur, Medien, Populärkultur, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Spanien, Krieg, Film, Comic, Computerspiel, Videospiel, Literatur, Medienästhetik, Computerspiele, Spanische Literatur, Medienwissenschaft

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