Seinsentdeckungen, Seinsverdeckungen

Eine literaturphilosophische Untersuchung zu den Vorsokratikern, Platon, Nietzsche und Heidegger

Sein oder Nichtsein – ist das noch eine Frage? Philipp Christian Kastropp setzt der tendenziellen Vernachlässigung der Seinsfrage eine akribische Lektüre zentraler Seinstexte entgegen – von der Entdeckung der Seinsfrage bei den Vorsokratikern über ihre Verdeckung bei Platon und von Nietzsches ambivalentem Verhältnis zur Seinsfrage bis zu ihrer streitbaren Wiederentdeckung bei Heidegger. Flankiert durch eine Untersuchung des Wechselspiels von Sein und Nichts, führt er somit auch den Nihilismus auf seine Wurzeln zurück. Durch die liminale Verortung zwischen Philologie und Philosophie eröffnen sich für beide Wissenschaften fruchtbare Perspektiven.

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2019-10-08, 302 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4916-1

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Philipp Christian Kastropp

Philipp Christian Kastropp, München, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Seit der Entdeckung der Seinsfrage bei den Vorsokratikern zieht sich ein latenter Nihilismus durch die Geschichte des ›abendländischen‹ Denkens – ein Fakt, dem in der zeitgenössischen Forschung selten Rechnung getragen wird. »Seinsendeckungen, Seinsverdeckungen« soll exemplarisch einen Beitrag zur Schließung dieser Lücke leisten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es ist immer schwierig, von neuen Perspektiven zu sprechen, wenn es eigentlich um etwas Zeitloses geht. Aber vielleicht ergibt sich die ›neue‹ Perspektive des Textes gerade aus der Unzeigemäßheit des Themas: Wenn man sieht, dass die Vorsokratiker die Basis unseres Denkens liefern, dieses Fundament aber seltsamerweise heute kaum noch befragt wird, so besteht die Neuigkeit möglicherweise gerade darin, an den Anfang zurückzukehren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der aktuellen literaturwissenschaftlichen Forschung dominieren meines Erachtens Theoreme der Dekonstruktion sowie des Poststrukturalismus im Allgemeinen. Ein Anknüpfungspunkt ist dabei natürlich Heideggers Philosophie. Diese beruht aber zu nicht unwesentlichen Teilen auf einer teilweise problematischen Aneignung vorsokratischen Denkens. Mein Buch könnte eine Debatte anstoßen, inwieweit heutige Theoriebildung ›unbewusst‹ auf diese Tradition rekurriert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Sie dürfen den Konjunktiv ruhig streichen. Ich werde das Buch mit Enrico Biondetti diskutieren – ein guter Freund aus Italien, der mich vor etlichen Jahren mit aller Nachdrücklichkeit auf die Wichtigkeit des vorsokratischen Denkens hinwies. Ich hoffe, dass wir schon bald dazu Gelegenheit finden werden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie die Frage nach dem Sein entdeckt, verdeckt und wiederentdeckt wurde.

Buchtitel
Seinsentdeckungen, Seinsverdeckungen Eine literaturphilosophische Untersuchung zu den Vorsokratikern, Platon, Nietzsche und Heidegger
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
302
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-4916-1
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSA CFA DSB
BISAC-Code
LIT006000 PHI038000 LIT000000
THEMA-Code
DSA CFA DSB
Erscheinungsdatum
2019-10-08
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Ästhetik, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Philosophie, Geschichte
Schlagworte
Sein, Nichts, Nihilismus, Seinsfrage, Vorsokratiker, Platon, Friedrich Nietzsche, Martin Heidegger, Literatur, Ästhetik, Kulturgeschichte, Literaturtheorie, Sprachphilosophie, Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik, Literaturwissenschaft

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