Die Dechiffrierung von Helden

Aspekte einer Semiotik des Heroischen vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Riesen und mittelalterliche Helden, aber auch Batman, Leonidas und Dr. Who – die Beiträger_innen des Bandes erarbeiten einen zeichenbasierten Zugang zum breiten Spektrum an Heldenfiguren, von vergangenen Jahrhunderten bis in die Gegenwart hinein. Im Zentrum steht das Verhältnis von heldenhafter Figur zu ihrem charakteristischen Zeicheninventar. Der breit aufgestellte interdisziplinäre Ansatz ermöglicht dabei Rückschlüsse, inwiefern von einer zeitübergreifenden Existenz einer »Helden-Semiotik« ausgegangen werden kann und welche Schlussfolgerungen sich daraus für synchrone und diachrone Heldenkonzeptionen ziehen lassen.

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2020-01-28, 286 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4927-7

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Florian Nieser

Florian Nieser, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Zu Beginn stand die Frage, was Heldenfiguren über Jahrhunderte hinweg zum Faszinosum macht und warum man sie in vielen Fällen ohne größeren Aufwand identifizieren kann. Für diese Frage konnten sich gleich mehrere Disziplinen begeistern und so entstanden vielfältige Diskurse über Heldenfiguren von mittelhochdeutscher Literatur bis hin zum Serienformat. Die produktiven Ergebnisse dieses Austauschs werden in diesem Band mit Blick auf das Thema ›Helden-Semiotik‹ festgehalten und sollen zum Weiterdenken anregen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Dieser Band verfolgt einen interdisziplinären Ansatz zum Thema Heldenfiguren, der die Interkonnektivität und Intermedialität heldenhafter Inszenierung in unterschiedlichen Kontexten fokussiert. Das bedeutet, dass er literarische Heldenfiguren ebenso wie Serien-, Comic- und Filmhelden in den Blick nimmt. Damit soll er als Auftakt der Reihe ›Populäres Mittelalter‹ als produktiver Beitrag und Ermutigung für eine intermediale Mediävistik verstanden werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Versuch einer ›Helden-Semiotik‹ stellt die Beschäftigung mit der literarischen wie bildlichen Heldendarstellung ins Zentrum. Insbesondere wird den Fragen nach der soziokulturellen Bedeutung und Inszenierung von (irritierenden) Heldenfiguren und ihrer komplexen Figurenkonstitution nachgegangen. Es geht um eine multidisziplinäre Lesart von Heldenfiguren als Produzenten, Empfänger und Träger charakteristischer Zeichen, deren ›Lesbarkeit‹ ein zentraler Bestandteil ihrer Konzeption ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Da das Thema Helden aus einer Vielzahl von Perspektiven und Fachrichtungen aus beleuchtet werden kann und mit soziokulturellem und technischem Fortschritt stetig aktualisiert werden muss, wäre ein Diskurs über Intermedialität innerhalb der germanistischen Mediävistik ebenso wünschenswert wie der Austausch mit der Psychologie, den Medienwissenschaften und den Game Studies.

5. Ihr Buch in einem Satz:

In diesem Sammelband werden unterschiedlichste Heldenfiguren und Heroisierungsstrategien aus interdisziplinärer Perspektive heraus neu beleuchtet.

Besprochen in:
www.lehrerbibliothek.de, 13.02.2020, Oliver Neumann
Autor_in(nen)
Florian Nieser (Hg.)
Buchtitel
Die Dechiffrierung von Helden Aspekte einer Semiotik des Heroischen vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
286
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 11 SW-Abbildungen, 1 Farbabbildung
ISBN
978-3-8376-4927-7
DOI
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB HBLC
BISAC-Code
LIT000000 HIS037010
THEMA-Code
DSB NHDJ
Erscheinungsdatum
2020-01-28
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Medienwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft
Schlagworte
Helden, Heroismus, Semiotik, Lesbarkeit, Film, Kunst, Literatur, Mittelalter, Frühe Neuzeit, Moderne, Allgemeine Literaturwissenschaft, Mittelalterliche Geschichte, Literaturwissenschaft, Kulturgeschichte

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