Eigenbilder – Fremdbilder – Identitäten

Wahrnehmungen im östlichen Europa im Wandel

Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime dominierten im östlichen Europa positive Vorstellungen von »Europa« bzw. der EU und des »Westens«. Heute verbreiten sich in wachsendem Maße neue Feind- und Freundbilder: Es sind zunehmend negativ besetzte Bilder der Minderheiten, der Migranten, der benachbarten Nationen ebenso wie auch der EU und allgemein des »Westens«.

Der Band zielt auf diesen zentralen Aspekt der Beziehungen zwischen »Ost« und »West« in Europa ab und beleuchtet die in den europäischen Gesellschaften verbreiteten Eigen- und Fremdbilder sowie die dort (neu) formierten Identitäten der Individuen und Gesellschaften.

34,99 € *

24. Januar 2020, 318 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4962-8

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Marketa Spiritova

Marketa Spiritova, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

Katerina Gehl

Katerina Gehl, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

Klaus Roth

Klaus Roth, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der Band befasst sich mit der deutlichen Zunahme xenophober und nationalistischer Tendenzen im östlichen Europa in den letzten 15 Jahren, indem er nicht nur den Folgen, sondern auch einer der wichtigsten Ursachen nachgeht: den wirkmächtigen Bildern des Eigenen und Fremden und den durch sie beeinflussten Identitäten von Individuen, Gruppen und Gesellschaften. Der Band fokussiert auf das gesamte östliche Europa bei dem gegenwärtig (erneut) zu beobachtenden Auseinanderdriften von Ost und West.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch die Ignoranz des Westens gegenüber dem Osten wurden viele problematische wirtschaftliche und soziale Folgen der Transformation nicht erkannt bzw. nicht richtig eingeschätzt. Die zahlreichen Verlierer und die mehrfach enttäuschten Erwartungen an den Westen führten zum Rückgriff auf nationale Bilder und Identitäten und insgesamt zu Entwicklungen, die in ihrer Tendenz und Wirkung den Zielen und Prinzipien der europäischen Einigung entgegenlaufen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Band schließt an die in der Empirischen Kulturwissenschaft wichtige Stereotypenforschung an. Gegenwärtige Ereignisse wie die Migrationsbewegungen nach Europa oder Kontroversen wie die Auslegung der sog. ›Istanbul-Konvention‹ verstärken noch die ablehnende Haltung gegenüber der EU-Politik in Osteuropa.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band legt nahe, ›Bilder in den Köpfen‹ als Indikatoren von Veränderungen der realen politischen Situation ernst zu nehmen.

»Eine spannende und vertiefende Lektüre [...], um die Entwicklungen Osteuropas und dem Thema der Fremd- und Eigenbilder im Kontext postkolonialer und sogenannter postsozialistischer Entwicklungen zu fassen.«
Andreas Schulz, https://soziologieblog.hypotheses.org, 15.06.2020
Besprochen in:
InfoDienst Migration, 2 (2020)
Autor_in(nen)
Marketa Spiritova / Katerina Gehl / Klaus Roth (Hg.)
Buchtitel
Eigenbilder – Fremdbilder – Identitäten Wahrnehmungen im östlichen Europa im Wandel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
318
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 10 SW-Abbildungen, 27 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-4962-8
DOI
10.14361/9783839449622
Warengruppe
1753
BIC-Code
JHMC JFC JFFM
BISAC-Code
SOC002010 SOC022000 SOC050000
THEMA-Code
JHMC JBCC JBFQ
Erscheinungsdatum
24. Januar 2020
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Rassismus, Europa, Mensch
Adressaten
Kulturwissenschaft, Europäische Ethnologie, Kulturanthropologie, Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft, Soziologie, Kunstgeschichte
Schlagworte
Eigenbilder, Fremdbilder, Identitäten, Stereotype, Europa, Osteuropa, Nationalismus, Identitätspolitik, Mediendiskurse, Gesellschaft, Mensch, Kulturanthropologie, Cultural Studies, Soziale Ungleichheit, Kulturwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung