Rechtsradikalismus in Niedersachsen

Akteure, Entwicklungen und lokaler Umgang

Die Wahrnehmung von Rechtsradikalismus in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren verändert und wird vor allem überregional diskutiert. Doch wie reagieren Akteure vor Ort auf rechtsradikale Ereignisse, Gruppen oder Phänomene, welchen Umgang finden sie mit ihnen? Und haben diese Aushandlungsmodi Einfluss auf neuerliche rechtsradikale Formierungen? An ausgewählten Fallbeispielen aus Niedersachsen untersuchen die Autor_innen Wechselwirkungen rechtsradikaler Phänomene mit der lokalkulturellen Mehrheitsgesellschaft, besonders mit lokalen Akteuren und Institutionen. Dabei zeichnen sie auch die historischen Entwicklungen nach, um sich den Tiefendimensionen der Entstehungs- und Konstituierungsbedingungen von politischem Rechtsradikalismus in lokalen Kontexten anzunähern.

34,99 € *

2019-09-16, 358 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4965-9

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Florian Finkbeiner

Florian Finkbeiner, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

Katharina Trittel

Katharina Trittel, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

Lars Geiges

Lars Geiges, Institut für Demokratieforschung Göttingen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Mit dem elektoralen Erfolgslauf der AfD ist das politische Phänomen des Rechtsradikalismus erneut Thema geworden. Die Partei rechts der Mitte ist vor allem ein politisches Symbol für die derzeitigen gesamtgesellschaftlichen Umbrüche, Verwerfungen und politischen Entwicklungen. In Niedersachsen jedoch, dem einstmaligen ›Stammland des Nachkriegsrechtsradikalismus‹, ist sie bisher verhältnismäßig wenig erfolgreich. Diesem Widerspruch geht das Buch mithilfe von Regionalstudien nach. Es zeigt sich: Die Gründe sind in den Besonderheiten der politischen Kultur zu suchen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Wahrnehmung von Rechtsradikalismus in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren verändert und wird vor allem überregional diskutiert. Am Beispiel von Niedersachsen geht das Buch den historischen Traditionslinien rechtsradikaler Parteien nach und analysiert dabei den Zusammenhang von regionaler politischer Kultur und den Entstehungsbedingungen und Erscheinungsformen von Rechtsradikalismus. So werden die Wechselwirkungen rechtsradikaler Phänomene mit der lokalkulturellen Mehrheitsgesellschaft, besonders mit lokalen Akteuren und Institutionen, untersucht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der AfD-Erfolg markiert einen Form- und Strukturwandel des politischen Rechtsradikalismus. Um diesem begegnen zu können, muss sich die Forschung den Tiefendimensionen der Entstehungs- und Konstituierungsbedingungen von politischem Rechtsradikalismus annähern. Das Buch unternimmt einen Versuch in diese Richtung aus Perspektive der Politischen Kulturforschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Unser Buch ist ein Angebot an alle, die sich für gesellschaftliche Wandlungsprozesse interessieren und die Erklärungen für Rechtsradikalismus auch in lokalen Kontexten suchen. Auch wenn der Fokus auf Niedersachsen liegt, richtet sich das Buch an die interessierte Öffentlichkeit, an die Medien, aber auch an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu Rechtsradikalismus und Protest forschen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch analysiert rechtsradikale Phänomene in seinen lokalen Kontexten und die Wechselwirkungen mit der lokalkulturellen Mehrheitsgesellschaft.

Buchtitel
Rechtsradikalismus in Niedersachsen Akteure, Entwicklungen und lokaler Umgang
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
358
Ausstattung
kart., Klebebindung, 15 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-4965-9
DOI
Warengruppe
1739
BIC-Code
JPFQ JHB
BISAC-Code
POL042030 POL042000 POL010000 SOC026000
THEMA-Code
JPFQ JHB
Erscheinungsdatum
2019-09-16
Auflage
1
Themen
Politik
Adressaten
Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Soziologie sowie lokalpolitische Akteure und Engagierte gegen Rechtsextremismus
Schlagworte
Rechtsradikalismus, Politische Kultur, Politik, Niedersachsen, Rechtsextremismus, Soziale Bewegungen, Zivilgesellschaft, Politische Soziologie, Lokalpolitik, Politische Ideologien, Politische Parteien, Politikwissenschaft
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