Die USA und ihre Bösen

Feindbilder im amerikanischen Spielfilm 1980-2005

Spielfilme sind nicht nur ein populäres Unterhaltungsmedium, sie transportieren auch Konzepte und Werte der Gesellschaften, in denen sie produziert werden. Dazu gehören nicht zuletzt Vorstellungen vom »Bösen« – Feindbilder, ohne die keine Kultur auskommt. Die Geschichtswissenschaft hat dem bislang nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. In der ersten umfassenden Studie zu diesem Thema untersucht Stefan Butter den Feindbildwandel in den USA in jenen Jahrzehnten, in denen der Kalte Krieg zu Ende ging und der »Krieg gegen den Terror« begann und damit entscheidende Weichen für die Welt gestellt wurden, in der wir heute leben.

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11. Dezember 2019, 834 Seiten
ISBN: 978-3-8376-4976-5

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Stefan Butter

Stefan Butter, Lehrer in Tübingen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wenn man Konflikte wirklich verstehen will, sowohl aktuelle als auch vergangene, kommt man nicht umhin, sich mit den jeweiligen Feindbildern zu beschäftigen. Und Spielfilme sind eine exzellente Quelle, um diese zu untersuchen. Über Feindbilder und ihre Bedeutung Bescheid zu wissen, ist nicht zuletzt eine notwendige Voraussetzung, um unser eigenes Denken und Handeln diesbezüglich hinterfragen zu können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Indem die Arbeit sich nicht auf ein bestimmtes Feindbild konzentriert, sondern den Feindbildwandel in den USA in einer Zeit einschneidender weltpolitischer Veränderungen umfassend beleuchtet, kann sie Verbindungen und Brüche, etwa die Genese des ›war on terror‹ im Kalten Krieg, verdeutlichen. Zudem zeigt sie, was für eine zentrale Rolle bestimmte Feindbilder für die amerikanische Kultur gespielt haben oder noch spielen – und warum.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Filme genießen innerhalb der Geschichtswissenschaft als Untersuchungsgegenstand mittlerweile eine größere Akzeptanz als im letzten Jahrhundert, aber wir sind noch weit davon entfernt, das Potenzial der historischen Filmforschung auszuschöpfen. Und auch Feindbildern haben Historiker bislang nicht die gebührende Aufmerksamkeit gewidmet und dieses Feld stattdessen meist anderen Fachrichtungen überlassen. Mein Buch kann hoffentlich einen kleinen Beitrag dazu leisten, dies zu ändern.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Interessant wäre ein Austausch mit jemandem, der sich mit der umgekehrten Perspektive beschäftigt und das Feindbild USA in anderen Ländern untersucht hat. Natürlich fragt man sich auch unweigerlich, was die Macher der Filme zu den Analysen ihrer Werke zu sagen hätten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es mangelt den USA nicht an Feindbildern, aber die Sowjetunion war und ist schwer zu ersetzen.

»Ein beeindruckender Fundus für alle, die sich mit dem amerikanischen Film nach 1980 beschäftigen möchten und einen dezidiert historischen Ansatz verfolgen.«
Jesko Jockenhövel, tv diskurs, 24/4 (2020)
O-Ton: »Ich bin skeptisch, ob es möglich ist, Feindbilder völlig zu beseitigen« – Stefan Butter im Gespräch bei L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung.
http://bit.ly/2KDovRi
»Das Standardwerk zum Thema.«
Thomas Rothschild, Kultura-extra, 07.02.2020
Besprochen in:
www.lehrerbibliothek.de, 24.01.2020, Oliver Neumann
www.hhprinzler.de, 04.03.2020, Hans Helmut Prinzler
Autor_in(nen)
Stefan Butter
Buchtitel
Die USA und ihre Bösen Feindbilder im amerikanischen Spielfilm 1980-2005
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
834
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-4976-5
DOI
10.14361/9783839449769
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK HBTB HBLW
BISAC-Code
HIS036000 HIS054000 HIS037070
THEMA-Code
NHK NHTB
Erscheinungsdatum
11. Dezember 2019
Auflage
1
Themen
Gewalt, Amerika, Film, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Medienwissenschaft, Amerikanistik, Kulturwissenschaft, Soziologie
Schlagworte
Geschichte, USA, Film, Kultur, Feindbilder, Böse, Spielfilm, Kalter Krieg, Terrorismus, Amerika, Kulturgeschichte, Amerikanische Geschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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