Generative Bildarbeit

Zum transformativen Potential fotografischer Praxis

Wir alle sind Fotografie! Wir fotografieren, betrachten Fotos, sind darauf abgebildet und verwenden sie. Die Fotografie berührt und verstört, sie verbindet und trennt, sie beweist und ist vieldeutig. Vera Brandner nutzt in der generativen Bildarbeit das Beziehungshafte, das Ambivalente und das Undisziplinierte der Fotografie für Bildungs- und Forschungsprozesse. Die Fotografie wird dabei zum transdisziplinären Praxisfeld, bei dem auf prozesshafte und partizipative Weise die Beteiligten und ihre generativen Themen in den Fokus rücken. Anhand der Bilder, dem Betrachten und Diskutieren werden die Selbst- und Fremdwahrnehmungen erkundet sowie Kategorien sozialer Grenzziehung hinterfragt. Forschen und Lernen gehen dabei Hand in Hand und werden als Erkenntnis- und Transformationsprozesse wirksam.

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2020-05-07, 274 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5008-6
Dateigröße: 16.33 MB

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Vera Brandner

Vera Brandner, Universität Innsbruck, Österreich und ipsum, interkultureller Kunstverein

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Fotografie ist ein integrativer Teil im Alltag diverser Lebenswelten. Jedoch, der Umgang mit fotografischer Praxis wird nicht wie jener mit der Schrift von Klein an geübt, sondern vorausgesetzt. Das führt zu unreflektierten Praktiken, in denen die prozesshaften Qualitäten der Fotografie keine Beachtung finden. Das Buch erschließt mit der Fotografie ein unfassbar wertvolles Experimentier- und Übungsfeld im Umgang mit Differenzen, Ambivalenzen und der Gestaltung von vielschichtigen Beziehungen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im Buch wird die Fotografie als undiszipliniertes, beziehungshaftes und ambivalentes Medium betrachtet, das sich gerade aufgrund dieser Eigenschaften sehr gut für interkulturelle und transdisziplinäre Bildungs- und Forschungsprozesse eignet. Es wird Einblick in die Methodenentwicklung zu diesem Thema gegeben und mit der Generativen Bildarbeit ein methodologischer Rahmen für die Praxis präsentiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Fotografie lässt sich weder als Gegenstand noch als Methode in den Wissenschaften eindeutig fassen, was als Hindernis oder Möglichkeit gelten kann. Wird die Undiszipliniertheit der Fotografie als produktive Eigenschaft betrachtet, können mit ihr transdisziplinäre Grenzräume aufgespannt werden, in denen gemeinsam gearbeitet wird. Theoretisch basiert dieses Verständnis auf der Bildungspraxis von Paulo Freire und lässt sich mit Konzepten transformativer und transdisziplinärer Forschung verknüpfen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich möchte das Buch gerne mit Menschen aus völlig verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen diskutieren. Spannend ist für mich vor allem zu sehen, in welchen thematischen Feldern die Generative Bildarbeit zur Anwendung gebracht wird und wie es den Leuten dabei geht. Und wenn ich mir darüber hinaus etwas wünschen könnte ... dann würde ich mich gerne mit Paulo Freire, Roland Barthes, Susan Sontag, Homi Bhabha, Pierre Bourdieu und Ariella Azoulay unterhalten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Durch »Generative Bildarbeit« wird die Fotografie als beziehungshaftes, ambivalentes und undiszipliniertes Medium für Bildungs- und Forschungsprozesse zum Einsatz gebracht.

Autor_in(nen)
Vera Brandner
Buchtitel
Generative Bildarbeit Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
274
ISBN
978-3-8394-5008-6
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD AJ ABA
BISAC-Code
SOC052000 PHO005000 ART009000 ART000000
THEMA-Code
JBCT AJ ABA
Erscheinungsdatum
2020-05-07
Themen
Postkolonialismus, Fotografie, Bild
Adressaten
Sozialwissenschaft, Kulturwissenschaft, Bildungswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Soziologie, Geographie, Kultur- und Sozialanthropologie, Ethnologie, Nachhaltigkeitswissenschaft, Entwicklungsforschung, Friedens- und Konfliktforschung, Transdisziplinäre Forschungsfelder
Schlagworte
Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität, Transdisziplinarität, Transformative Forschung und Bildung, Visuelle Ethik, Roland Barthes, Homi Bhabha, Pierre Bourdieu, Paulo Freire, Postkolonialismus, Fotografie, Bild, Kunstwissenschaft, Bildwissenschaft, Kunst

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