Die Verzeitlichung der Bildung

Selbstbestimmung im technisch-medialen Wandel

Zeitstrukturen haben – vor allem durch technisch-mediale Entwicklungen im Zuge der Entfaltung moderner Gesellschaften – zunehmend einen Einfluss auf Bedingungen des selbstbestimmten Handelns. Auf Grundlage dieser Beobachtung stellt Christian Leineweber die Frage nach dem Verhältnis von Selbstbestimmung und Zeit. Mit einem Blick auf die Verzeitlichung der Bildung sucht er eine bildungstheoretische Antwort auf diese Frage im Feld der Medienpädagogik.

34,99 € *

2020-09-03, ca. 274 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5019-2
Dateigröße: ca. 1.56 MB

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Christian Leineweber

Christian Leineweber, FernUniversität Hagen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Unser modernes Leben ist zunehmend von Zeitstrukturen, d.h. insbesondere von dem Gefühl der Zeitknappheit (fremd-) bestimmt, woran vor allem die technologische Durchdringung all unserer Lebensbereiche verantwortlich scheint. Das Buch stellt dieser auf den Soziologen Hartmut Rosa zurückführenden, aber mittlerweile in geisteswissenschaftlichen Debatten wohl etablierten Beobachtung den Bildungsbegriff entgegen, der in der Tradition der aufgeklärten Bildungstheorie maßgeblich durch das Ideal der Selbstbestimmung seine Legitimation erhält.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch ist ein Beitrag, der die Bedingungen selbstbestimmter Bildung unter besonderer Berücksichtigung der durch technische Innovationen veränderten Zeitstrukturen unserer Gegenwartsgesellschaft reflektiert. Vor diesem Hintergrund wird das Verhältnis zwischen Bildung und Zeit interdisziplinär, d.h. im Rückgriff auf bildungs-, zeit-, komplexitäts- und gesellschaftstheoretische Ansätze exploriert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Unter den Bedingungen technisch-medialer Ausdifferenzierungen der Gesellschaft wird das Thema Zeit zu einem zentralen Anliegen pädagogischer Fragestellungen. Obwohl der Prozesscharakter von Zeit in verschiedenen Deutungsmustern von Bildung eine Rolle spielt, liegen der Pädagogik bislang eher wenige systematische Betrachtungen zur Zeit vor. Im Feld dieses Desiderats bietet das Buch eine mögliche Positionierung an.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Leserinnen und Lesern im Bereich der (Medien-) Pädagogik, der Bildungstheorie und der allgemeinen Erziehungstheorie.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch ergründet das Verhältnis zwischen dem bildungstheoretischen Ideal der Selbstbestimmung und den zeitlichen Strukturen moderner Gesellschaften.

Autor_in(nen)
Christian Leineweber
Buchtitel
Die Verzeitlichung der Bildung Selbstbestimmung im technisch-medialen Wandel
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 274
Ausstattung
2 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5019-2
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA HPJ
BISAC-Code
EDU040000 EDU037000 PHI013000
THEMA-Code
JNA QDTJ
Erscheinungsdatum
2020-09-03
Themen
Medien, Bildung
Adressaten
Bildungswissenschaft, Soziologie, Philosophie, Medienwissenschaft sowie Bildungstheoriker*innen im Bereich Medienpädagogik
Schlagworte
Selbstbestimmung, Bildung, Verzeitlichung, Medialität, Digitalisierung, Zeit, Technik, Handeln, Identität, Subjektivierung, Medien, Bildungstheorie, Medienpädagogik, Zeitphilosophie, Medienphilosophie, Pädagogik

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