Autonome Autos

Medien- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Zukunft der Mobilität

Verkehr ist Kultur. Er bestimmt darüber, was sich wo und auf welchen Wegen befindet, wer aufeinandertrifft und wer nicht – er bildet die Grundlage der Netzwerke, die Menschen und Dinge miteinander eingehen. Mit der Automatisierung des Verkehrs, der Etablierung von Fahrassistenzsystemen und der Entwicklung selbstfahrender Autos stehen nicht nur die Verhältnisse menschlicher und nicht-menschlicher Verkehrsteilnehmender in Frage. Nicht nur die ethischen und juristischen Grundlagen des Straßenverkehrs, sondern auch die basalen Bedingungen des Umgangs miteinander müssen neu verhandelt werden. Die Beiträger*innen des Bandes analysieren aus medien- und kulturwissenschaftlicher Perspektive die Transformationen der Mobilität, die Verkehrswende und das vielfach aufgeladene Objekt Auto.

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25. Oktober 2021, 430 Seiten
ISBN: 978-3-7328-5024-2
Dateigröße: 3.35 MB

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Florian Sprenger

Florian Sprenger, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Sobald wir unser Zuhause verlassen, begeben wir uns in den Verkehr und sind in seine Infrastrukturen eingebettet – ob zu Fuß, mit dem Rad, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto. Der Status des Autos verändert sich derzeit fundamental – es ist immer seltener auf fossile Rohstoffe angewiesen und wird durch Fahrassistenzsysteme autonomer. Ob vollständig autonomes Fahren jemals möglich sein wird, ist gar nicht so wichtig, denn die Veränderungen durch die Automatisierung zahlreicher Fahrassistenten transformieren bereits heute den Interaktionsraum der Straße.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Bislang sind (semi-)autonome Fahrzeuge vor allem juristisch und ethisch erforscht worden. Die Beiträge in diesem Band zeigen, dass medien- und kulturwissenschaftliche Ansätze ganz andere Fragestellungen eröffnen: Sie nehmen das Auto als dominantes Verkehrsmittel nicht als gegeben, sondern hinterfragen seine Stellung in den Dispositiven der Mobilität. Sie zeigen damit auch, welche Psychodynamiken die Automatisierung des Fahrens mit sich bringt und welche Vorentscheidungen der Einsatz von KI in Fahrzeugen voraussetzt.

3. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit einer:m Verkehrsminister:in, der:die das Auto nicht als dominantes Verkehrsmittel versteht, sondern als Element eines Dispositivs, das durch Infrastrukturen Macht ausübt – und der:die die Herausforderungen der Automatisierung des Straßenverkehrs nicht gleich als Wirtschaftsfaktor zerredet.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mit der Automatisierung des Straßenverkehrs verändern sich die Dispositive der Mobilität und damit stellen sich Herausforderungen für die Zukunft der Fortbewegung – deren Probleme durch das Auto hervorgerufen wurden, das also nicht ihre alleinige Lösung sein kann.

Autor_in(nen)
Florian Sprenger (Hg.)
Buchtitel
Autonome Autos Medien- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die Zukunft der Mobilität
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
430
Ausstattung
29 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-7328-5024-2
DOI
10.14361/9783839450246
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD PDR
BISAC-Code
SOC052000 SOC026000 TEC052000
THEMA-Code
JBCT1 PDR
Erscheinungsdatum
25. Oktober 2021
Themen
Medien, Technik
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Science and Technology Studies, Philosophie, Urban Studies, Soziologie, Humangeographie, Disability Studies, Filmwissenschaft sowie die interessierte Öffentlichkeit
Schlagworte
Mobilität, Auto, Verkehrswende, Automatisierung, Fahrassistent, Verkehrsteilnehmer, Straßenverkehr, Netzwerk, Transformation, Infrastruktur, Fortbewegung, Big Data, Sensor, Navigation, Technik, Medien, Digitale Medien, Techniksoziologie, Mediensoziologie, Medientheorie, Medienwissenschaft

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