Die visuelle Kultur der Migration

Geschichte, Ästhetik und Polyzentrierung des Migrationskinos

Worin besteht eine visuelle Kultur der Migration? Ömer Alkin liefert hierfür die erste umfassende Geschichte und Analyse des ›deutsch-türkischen Kinos‹. Mit seinem Konzept der »Polyzentrierung« macht er die populären Yesilçam-Filme aus der Türkei in der Historie des Genres sichtbar und wendet sich so gegen eurozentrische und epistemologisch vereinseitigende Modelle. Die postkolonialtheoretisch informierte Auseinandersetzung mit der Historie mündet so in medientheoretische Reflexionen: Ästhetische und kulturtheoretische Analysen zeigen, als was Migration in den Filmkulturen überhaupt sichtbar wird. Dabei werden die populären Filme zu »denkenden Medien«, die zu grundlegenden Erkenntnissen für die Bestimmung einer visuellen Kultur der Migration führen.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 10
  3. Vorwort: »Epistemischer Ungehorsam«

    Seiten 11 - 12
  4. Vorwort: Wir sind nie transkulturell gewesen

    Seiten 13 - 16
  5. Danksagung

    Seiten 17 - 20
  6. Hinweise für die Leser_innen

    Seiten 21 - 22
  7. Einleitung

    Seiten 23 - 46
  8. 1. Prolegomenon: Forschen im Ästhetischen, das Ästhetische im Forschen

    Seiten 47 - 66
  9. TEIL I: Polyzentrierung des ›deutsch-türkischen Kinos‹

    2. Historische Rückvergewisserung I: Das ›deutschtürkische Kino‹

    Seiten 69 - 130
  10. 3. Historische Rückvergewisserung II: Der ›türkische Emigrationsfilm‹

    Seiten 131 - 170
  11. 4. World, Transnational und Polycentric Cinema: Neuverortungen des ›deutsch-türkischen Kinos‹

    Seiten 171 - 198
  12. TEIL II: Filmische Konstruktionen der Migration im High-Yeşilçam-Kino der 1970er Jahre

    5. Methodisches: Visuelle Kultur und die Medialität des Films

    Seiten 201 - 212
  13. 6. Figuration I: Abwesenheit und die Home Group

    Seiten 213 - 304
  14. 7. Figuration II: Anreise

    Seiten 305 - 352
  15. 8. Figuration III: Ankunft

    Seiten 353 - 442
  16. 9. Figuration IV: Anwesenheit und Triplett – Migration in den Nationalen Filmprogrammatiken

    9.1. Nationale Filmprogrammatik I: Memleketim (1974) als Millî Sinema

    Seiten 443 - 517
  17. 9.2. Nationale Filmprogrammatik II: Bir Türke Gönül Verdim (1969) als Ulusal Sinema

    Seiten 517 - 548
  18. 9.3. Identitätsmigration: Mediale Gouvernementalität in den Filmprogrammatiken

    Seiten 548 - 576
  19. Schluss

    Seiten 577 - 580
  20. Epilog: Gescheiterte Abreisen

    Seiten 581 - 586
  21. Literatur- und Quellenverzeichnis

    Seiten 587 - 616
  22. Filmverzeichnis

    Seiten 617 - 622
  23. Abbildungsverzeichnis

    Seiten 623 - 628
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59,99 € *

2020-01-06, 628 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5036-5

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Ömer Alkin

Ömer Alkin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Transkulturalität braucht Vermittlungsleistungen, um in kulturellen und wissenschaftlichen Feldern produktiv zu werden. Das Buch ist eine solche Vermittlungsleistung. Es macht das populäre Kino aus der Türkei (Yesilçam) zum Thema der Migration sowie das Leben der Zurückgelassenen sichtbar. Durch seine methodisch neuen Ansätze mit Schwerpunkt auf der medienästhetischen Analyse erlaubt das Buch hierbei Migration neu zu denken – als ›visuelle Kultur der Migration‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Erstens sind die Filme der Welt zur Migration polyzentrisch zu denken. Die Zentren der Migration sind ›flexible Geographien‹. Für ihre Analyse reicht es nicht, Transkulturalität zu detektieren, sondern sie ist multimethodisch und postkolonialtheoretisch zu fundieren. Zweitens zeigt es auf, wie komplex Migration tatsächlich ist, wenn sie nicht auf die grenzüberschreitende Bewegung eines Subjekts reduziert wird. Das Buch zeigt hierbei insbesondere den Stellenwert des Ästhetischen für ein umfassenderes Verständnis von Migration auf.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Migration als Thema und die Sichtbarmachung marginalisierter Ausdrucksformen sind wichtiger denn je. Ich vermute, dass insbesondere Migration zu einem maßgeblichen Topos in der Auseinandersetzung der Welt und ihrer Herausforderungen wird, da es schon jetzt in vielen Disziplinen einen zentralen Stellenwert einnimmt. Das ist nicht dramatisierend gemeint: Bewegung, Raum und Zeit kulminieren in Migration zu einer herausfordernden Figuration, die Probleme besonders operationalisierbar macht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Aufgrund seiner ent-subalternierenden Stoßrichtung: mit allen, die es lesen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch macht am Beispiel des Migrationskinos die ›visuelle Kultur der Migration‹ in ihrer Ästhetik und wissenschaftlichen Konstruktion sichtbar.

Autor_in(nen)
Ömer Alkin
Buchtitel
Die visuelle Kultur der Migration Geschichte, Ästhetik und Polyzentrierung des Migrationskinos
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
628
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 227 Farbabbildungen, 81 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5036-5
DOI
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA JFFN
BISAC-Code
SOC052000 PER004030 SOC007000
THEMA-Code
JBCT ATF JBFH
Erscheinungsdatum
2020-01-06
Auflage
1
Themen
Kultur, Film, Bild, Migration
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Filmwissenschaft, Migrationsforschung, Bildwissenschaft, Ethnologie, Geschichtswissenschaft, Philosophie, Germanistik, Turkistik, Turkologie sowie Sozialpädagog_innen und Praktiker_innen in den Bereichen Kulturarbeit und Kulturelle Bildung
Schlagworte
Visuelle Kultur, Film, Türkei, Deutschland, Migration, Yesilçam, Ästhetik, Zeitgeschichte, Bild, Interkulturalität, Medienwissenschaft

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