Buchstäblichkeit

Theorie, Geschichte, Übersetzung

»Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.« Unter dieser Maxime verband eine jahrhundertealte Tradition die Privilegierung des Sinns mit der Auslöschung seines materiellen Trägers. Vernachlässigt wird damit, dass der Buchstabe Grundlage geistiger Bedeutung ist und als solcher gerade in der Literaturwissenschaft nach einer gesonderten Aufmerksamkeit verlangt. Die Beiträger*innen des Bandes gehen in diesem Sinne – von der Antike über das Mittelalter bis zur Gegenwart reichend – dem Spektrum der Buchstäblichkeit in der Literatur nach und betrachten dabei Aspekte der Theorie, Geschichte und Übersetzung.

34,99 € *

2019-11-26, 216 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5049-9
Dateigröße: 4.5 MB

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Achim Geisenhanslüke

Achim Geisenhanslüke, Goethe-Universität Frankfurt a.M., Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In Zeiten fundamentalistischer Gewissheiten und postfundamentalistischer Ungewissheiten ist es sinnvoll, sich mit dem materiellen Träger des Glaubens – dem Buchstaben - vertraut zu machen. Der Buchstabe erweist sich in der Literatur, der Rechtsphilosophie wie der Psychoanalyse als widerständiges Komplement zu einer häufig zu einseitigen Ausrichtung am Primat des Geistigen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet den ersten Blick auf das Thema der Buchstäblichkeit aus einer philologischen Perspektive, weil gerade die Philologen auf scheinbare Kleinigkeiten wie Buchstabe, Satzzeichen etc. achten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Buchstäblichkeit spielt eine große Rolle in theologischen und in juristischen Diskursen, ist in Zeiten der Bedrohung demokratischer Verhandlungsprozesse durch fundamentalistische Positionen ein Gegenstand, dem es nachzugehen lohnt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde das Buch am liebsten mit Sigmund Freud diskutieren, was leider nicht mehr möglich ist. Meine liebsten Gesprächspartner wären die Kollegen Eckart Goebel aus Tübingen und Martin von Koppenfels aus München.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Kultur gründet auf dem Umgang des Menschen mit Buchstaben.

Autor_in(nen)
Achim Geisenhanslüke (Hg.)
Buchtitel
Buchstäblichkeit Theorie, Geschichte, Übersetzung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
216
Ausstattung
7 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5049-9
DOI
Warengruppe
1562
BIC-Code
DSB
BISAC-Code
LIT000000 LIT004170 LIT004150
THEMA-Code
DSB
Erscheinungsdatum
2019-11-26
Themen
Sprache, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Theologie, Philosophie
Schlagworte
Literalität, Hermeneutik, Psychoanalyse, Literatur, Buchstaben, Schriftlichkeit, Wort, Signifikat, Signifikant, Geist, Sprache, Allgemeine Literaturwissenschaft, Germanistik, Französische Literatur, Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft

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