Mexiko als Geliebte – Europas literarische Conquista

Über einen Sehnsuchtsort in der deutschsprachigen Literatur

In der deutschsprachigen Literatur wird Mexiko zur Projektionsfläche für europäische (Ur-)Sehnsüchte, Gedankenbilder und Gesellschaftsutopien. Die Projektion ist dabei dezidiert eurozentristischer Art: Traditionelle Konzepte der Weiblichkeit werden mit jenen einer kindlichen Unschuld und Reinheit gleichgesetzt und die Eroberung der mexikanischen Geliebten so gerechtfertigt. Caroline Kodym untersucht das gemeinsame Muster der Projektionen als europäische Ursehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Sie zeigt auf, dass sich aus dem ursprünglichen Mythos das Wunschbild einer natürlichen Gesellschaftsordnung und eines ursprünglichen, exotischen Naturraums entwickelt, der auch Raum für politische Wunschbilder und Abenteuer bietet.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Vorwort

    Seiten 7 - 14
  4. 1 Wir und die anderen: Europa und der Rest der Welt

    Seiten 15 - 38
  5. 2 Alte Ideen in der Neuen Welt: Kolumbus und sein Paradies

    Seiten 39 - 46
  6. 3 Paradise lost? Paradise wanted! – Der Mythos des verlorenen Paradieses als religions- und kulturgeschichtliches Phänomen

    Seiten 47 - 54
  7. 4 Utopia, Arcadia, Amerika: Die Geschichte einer Anbahnung

    Seiten 55 - 60
  8. 5 Sein oder nicht sein: Die Geschichte einer (literarischen) Eroberung

    Einleitung

    Seiten 61 - 64
  9. 5.1 Erste Annäherungsversuche: Mexikos als Projektionsfläche – und als europäische Geliebte

    Seiten 64 - 77
  10. 5.2 Facta ficta: Der Beginn der Reiseliteratur – zwischen wissenschaftlicher und literarischer Conquista

    Seiten 77 - 116
  11. 5.3 Auch du wirst meiner Liebe nicht entgehen: Mexiko als exotisch-eskapistische Projektionsfläche

    Seiten 116 - 125
  12. 5.4 Die schöne, fremde Geliebte: Mexikodarstellungen im exotischen Roman

    Seiten 125 - 153
  13. 5.5 Die wilde Geliebte: Mexikodarstellungen im Abenteuerroman

    Seiten 153 - 159
  14. 5.6 Das Paradies ist verloren, es lebe das Paradies! - Mexiko zwischen Realität und Exotik - ein Überblick

    Seiten 159 - 165
  15. 5.7 Die Geliebte wird politisch: Von exotischer Zivilisationskritik

    Seiten 165 - 175
  16. 5.8 Ein Zwischenspiel oder die Vertreibung ins Paradies: Mexiko als Exilnation

    Seiten 175 - 220
  17. 5.9 Die schwierige Geliebte: Vom Abschied, der keiner sein will

    Seiten 220 - 266
  18. 5.10 Die verbrecherische Geliebte: Die Zivilisation als Projektionsraum für Gesellschaftskritik und Exotik

    Seiten 266 - 288
  19. Quellenverzeichnis

    Seiten 289 - 300
Mehr
45,00 € *

2020-04-06, 300 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5074-7

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Caroline Kodym

Caroline Kodym, Universität Klagenfurt, Österreich

»Diese ausführliche Zusammenschau ist für alle diejenigen, die zu Lateinamerika schreiben und lesen, in ihrer Vielfalt und Aktualität erkenntnisreich, lassen sich Paradiesprojektionen subtil oder ganz offensichtlich nach wie vor in Literatur und Berichterstattung wiederfinden.«
Lisa Pausch, ila, 436/6 (2020)
Autor_in(nen)
Caroline Kodym
Buchtitel
Mexiko als Geliebte – Europas literarische Conquista Über einen Sehnsuchtsort in der deutschsprachigen Literatur
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
300
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-5074-7
DOI
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB HBTR HBTB
BISAC-Code
LIT004170 POL045000 HIS054000
THEMA-Code
DSB NHTR NHTB
Erscheinungsdatum
2020-04-06
Auflage
1
Themen
Postkolonialismus, Europa, Kulturgeschichte, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Lateinamerikanistik
Schlagworte
Mexiko, Paradies, Verlorenes Paradies, Utopie, Literarisches Bild, Mythos, Liebe, Projektion, Projektionsfläche, Eurozentrismus, Exil, Exotik, Exotismus, Conquista, Eroberung Amerikas, Abenteuerliteratur, Kriminalliteratur, Exotischer Roman, Fremdbild, Kolonialismus, Literarische Conquista, Tradition, Weiblichkeit, Literatur, Postkolonialismus, Kulturgeschichte, Germanistik, Interkulturalität, Literaturwissenschaft

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