Landesbühnen als Reformmodell

Partizipation und Regionalität als kulturpolitische Konzeption für die Theaterlandschaft

Landesbühnen als Institution der Darstellenden Künste mit Reiseauftrag sind ein einzigartiges Konstrukt: Im Kerngeschäft der Kunst verpflichtet, agieren sie auf dem Gastspielmarkt, um der breiten Bevölkerung Theater zu ermöglichen. Teilhabegerechtigkeit ist ihre Existenzberechtigung, flächendeckende Grundversorgung ihre Begründung. Welche Konzepte liegen dieser Theaterarbeit zugrunde? Welche Rolle spielt dabei Partizipation? Und wo gibt es Diskrepanzen zwischen kulturpolitischer Idee und theaterpraktischer Realität? Erstmalig widmet sich eine Analyse umfassend dem Modell Landesbühne. Ausgehend von Fallbeispielen und Experteninterviews generiert Katharina M. Schröck dabei Erkenntnisse für Reformen der Theaterlandschaft.

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2020-03-18, 502 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5083-9

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Katharina M. Schröck

Katharina M. Schröck, Kulturamt Frankfurt am Main, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die deutsche Theaterlandschaft ist einmalig - und dennoch (oder gerade deshalb) sind Reformen mit Blick auf eine Zukunftsfähigkeit der Strukturen notwendig: Vor dem Hintergrund zunehmender Legitimationsdebatten müssen sich Theaterinstitutionen der öffentlichen Hand mehr und mehr rechtfertigen und immer größeren Anforderungen gerecht werden. Das besondere kulturpolitische Konstrukt der Landesbühnen ist prädestiniert dazu, Ansätze für neue Entwicklungen aufzuzeigen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Landesbühnen als Theaterbetriebe der öffentlichen Hand werden bislang oft vernachlässigt und nur marginal wahrgenommen. Mit dieser Studie werden sie als Gegenstand erstmals in den Blick genommen und anhand ihrer Betrachtung wird die Bedeutung von kulturpolitischen Konzeptionen für die Darstellenden Künste dargelegt: Partizipation und Regionalität, als konzeptionell in den Landesbühnen als Modell verankert, können entscheidend für eine Reform des Theaters werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Debatte wird mit verschiedenen Argumentationslinien geführt: Die deutsche Theaterlandschaft solle entweder als Weltkulturerbe konserviert und bewahrt werden, oder stünde aufgrund ihrer Krisenhaftigkeit kurz vor dem Infarkt. Durch die Aufwertung von Partizipation und Regionalität als Konzeption wird eine gegenstandsbezogene und anwendungsorientierte Möglichkeit für ein Neudenken der Landschaft im Zusammenhang mit einer Neugestaltung von Kulturpolitik aufgezeigt.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den kulturpolitischen Verantwortlichen und Handelnden verschiedener Ebenen, um mit ihnen die Bedeutung von Partizipation auch in Hinblick auf ästhetische Ausdrucksweisen neu zu verhandeln und mit Theaterakteur*innen aller Felder, um mit ihnen über ihre Selbst- und Fremdwahrnehmung ins Gespräch zu kommen, um letztlich die Struktur der Theaterlandschaft an sich zu befragen und konkrete Veränderungsmöglichkeiten auszuloten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es zeigt, wie konkrete kulturpolitische Konzepte von Partizipation und Regionalität der Infragestellung der Relevanz von Theater begegnen können.

Autor_in(nen)
Katharina M. Schröck
Buchtitel
Landesbühnen als Reformmodell Partizipation und Regionalität als kulturpolitische Konzeption für die Theaterlandschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
502
Ausstattung
kart., Klebebindung, 8 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5083-9
Warengruppe
1586
BIC-Code
AN ANS JPQB
BISAC-Code
PER011020 PER014000 POL038000
THEMA-Code
ATD ATDS JPQB
Erscheinungsdatum
2020-03-18
Auflage
1
Themen
Kultur, Raum, Politik, Theater
Adressaten
Kulturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kulturpolitik sowie Theaterschaffende und Akteur_innen des Gastspielmarktes und der Kulturverwaltung
Schlagworte
Theaterlandschaft, Kulturpolitik, Theaterreform, Partizipation, Landesbühnen, Teilhabe, Kinder- und Jugendtheater, Amateurtheater, Deutscher Bühnenverein, Provinz, Theater, Raum, Politik, Theaterwissenschaft, Theatermanagement, Kulturmanagement

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