Bewegung und Musikverstehen

Leibphänomenologische Perspektiven auf die musikalische Begriffsbildung bei Kindern

Kinder reagieren oft spontan mit Bewegungen auf Musik. Was können uns diese zur Musik gebildeten Bewegungsgestalten über die Tiefe ihres Zugangs zu musikalischen Sinnstrukturen verraten? Anna Unger-Rudroff untersucht in ihrer Studie die theoretischen Grundlagen dieses Zusammenhangs von körperlich-leiblicher Bewegung und Prozessen des Musikverstehens. Ihre Auseinandersetzung mit der Phänomenologie, insbesondere der Leib- und Sprachtheorie Maurice Merleau-Pontys, führt sie bis hin zum konkreten musikpädagogischen Praxisbeispiel. Die musikalische Begriffsbildung erscheint dabei aus phänomenologischem Blickwinkel als eine Bewegung, die im vorsprachlichen Bereich des leiblichen Vollzugs ansetzt.

49,99 € *

3. September 2020, 404 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5087-1
Dateigröße: 3.17 MB

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Anna Unger-Rudroff

Anna Unger-Rudroff, Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Barthold« Leipzig, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Zusammenspiel von Musik und sichtbaren musikbezogenen Bewegungen sowie Möglichkeiten der körperlich-bewegten Annäherung an Musik werden zunehmend Gegenstand musikpädagogischer Literatur. Mit Rekurs auf die Leibphänomenologie Maurice Merleau-Pontys möchte ich mit diesem Buch auch auf die Bedeutung der inneren, nicht sichtbaren Bewegung beim Umgang mit Musik sowie auf die Verknüpfung von innerer und äußerer Bewegung für Prozesse des Musikverstehens als Bewegung aufmerksam machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Anliegen meines Buches ist eine umfassende Vertiefung in die engen Zusammenhänge von Musikverstehen und Bewegung. Begriffe wie Empfinden, Wahrnehmen und Verstehen, die im Alltag musikpädagogischer Praxis oft im Nebel der Selbstverständlichkeit verschwinden, werden gründlich untersucht und unter leibphänomenologischem Blickwinkel von Neuem betrachtet. Wie gewinnbringend eine Auseinandersetzung mit dem phänomenologischen Leibbegriff für die Musikpädagogik sein kann, soll hierbei deutlich werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die hier entfaltete phänomenologische Perspektive auf Prozesse des Musikverstehens soll einen Beitrag zur aktuellen kritischen Reflexion des Verstehensbegriffs im musikpädagogischen Kontext leisten. Es knüpft außerdem an die in den letzten Jahren immer lauter gewordene Forderung einer Aufwertung der Körperlichkeit im Zusammenhang mit Prozessen der Musikvermittlung an.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Musikvermittler_innen jeglicher Art, mit Leser_innen, die sich für Verknüpfungen zwischen den Disziplinen phänomenologische Philosophie und Musikpädagogik interessieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Aus leibphänomenologischer und musikpädagogischer Blickrichtung wird der enge Zusammenhang zwischen Bewegung und Musikverstehen begründet.

Autor_in(nen)
Anna Unger-Rudroff
Buchtitel
Bewegung und Musikverstehen Leibphänomenologische Perspektiven auf die musikalische Begriffsbildung bei Kindern
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
404
Ausstattung
4 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5087-1
DOI
10.14361/9783839450871
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA JNA HP
BISAC-Code
MUS020000 EDU040000 PHI015000
THEMA-Code
AVA JNA QDT
Erscheinungsdatum
3. September 2020
Themen
Körper, Bildung, Musik
Adressaten
Musikpädagogik, Grundschulpädagogik, Allgemeine Pädagogik, Musikästhetik, Philosophie
Schlagworte
Leib, Musik, Bewegung, Kind, Begriffsbildung, Phänomenologie, Leibphänomenologie, Motorik, Tanz, Sprachtheorie, Leibtheorie, Vorsprachlichkeit, Körper, Bildung, Musikwissenschaft, Bildungstheorie, Philosophie des Körpers, Philosophische Anthropologie, Pädagogik

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