Kulturelle Inszenierungen von Transgender und Crossdressing

Grenz(en)überschreitende Lektüren vom Mythos bis zur Gegenwartsrezeption

Geschlechterinszenierungen haben eine lange Geschichte, die sich sowohl in literarischen als auch in künstlerischen und medialen Umsetzungen und Verhandlungen von Transgender und Crossdressing zeigt. Auf der Grundlage aktueller Forschungsansätze aus der Geschlechterforschung und Kulturtheorie befassen sich die Beiträge des Sammelbandes mit diesen Inszenierungen von der Antike bis zur Gegenwart. Damit liefern sie einen innovativen Überblick, der grenzüberschreitende und transkulturelle Lektüren ermöglicht: vom Venus-Mythos über Shakespeares Dramen und Mozarts »Don Giovanni« zu Woolfs »Orlando« und Gabriel Baurs »Venus Boyz«.

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13. Januar 2021, 274 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5088-4

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Anne-Berenike Rothstein

Anne-Berenike Rohstein, Universität Konstanz, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Transgender und Crossdressing sind im gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskurs vieldiskutierte Phänomene. Bei oftmals polemisch geführten Diskussionen bleibt außen vor, dass Transgender und Crossdressing keine zeitgenössischen Erscheinungen sind, sondern bereits seit der Rezeption des antiken Mythos auch Spiegel der Geschlechter- und Gesellschaftsverhältnisse darstellen können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Sammelband geht der Frage nach, inwiefern der zu vollziehende oder bereits vollzogene Geschlechterwechsel Rückschlüsse auf die Geschlechterverhältnisse der jeweiligen Zeit gibt, Gesellschaftskritik geübt wird und Geschlecht als wandelbares Phänomen verstanden und diskutiert wird oder werden kann. Die Analysen zeigen die Überwindung von Geschlechter- und Gesellschaftsgrenzen im Transgender und Crossdressing auf und bieten zugleich einen kulturgeschichtlichen Überblick (u.a. Antike, elisabethanisches Zeitalter, Barock, Aufklärung, Dekadenz, Moderne und Postmoderne) und eine Reflexion anhand verschiedener Medien.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Disziplinen übergreifende Sammelband zeigt in seiner chronologischen Konzeption die Phänomene Transgender und Crossdressing nicht nur in einer kulturhistorischen Gesamtschau anhand von Beispielen aus Literatur, Kultur und Gesellschaft, sondern etabliert diese auch als konstruktive und kreative Konzepte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Über eine fachwissenschaftliche Diskussion hinaus wäre ein transdisziplinärer Austausch (bspw. mit Psychologie) und ein Dialog mit den darstellenden Künsten sicherlich anregend und ertragreich.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Band befasst sich mit literarischen, künstlerischen und filmischen Inszenierungen von Transgender und Crossdressing vom antiken Mythos bis zur Gegenwart.

Autor_in(nen)
Anne-Berenike Rothstein (Hg.)
Buchtitel
Kulturelle Inszenierungen von Transgender und Crossdressing Grenz(en)überschreitende Lektüren vom Mythos bis zur Gegenwartsrezeption
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
274
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 12 Farbabbildungen, 1 SW-Abbildung
ISBN
978-3-8376-5088-4
Warengruppe
1726
BIC-Code
JFSJ JFSK JHB
BISAC-Code
SOC032000 SOC012000 SOC022000
THEMA-Code
JBSF JBSJ JHB
Erscheinungsdatum
13. Januar 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Mode, Geschlecht
Adressaten
Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Gender Studies, Soziologie, Anthropologie, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Transgender, Crossdressing, Literatur, Kunst, Medien, William Shakespeare, Don Giovanni, Virginia Woolf, Maskerade, Kinder- und Jugendliteratur, Niklaus Flütsch, Geschlecht, Kultur, Mode, Gender Studies, Queer Theory, Körper, Kulturgeschichte, Kulturwissenschaft

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