Amerikanische Aristokraten

Die Van Rensselaer-Familie zwischen Kolonialzeit und Früher Republik, 1630-1857

Gegründet als private Kolonie im niederländischen Nordamerika thronten die Van Rensselaers als »Patroons« über Tausenden von Pächtern auf ihrem riesigen Landgut Rensselaerswyck. Mehr als 200 Jahre überdauerte die Domäne der Van Rensselaers historische Umbrüche und blieb auch nach der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten intakt – und mit ihr eine spezifisch aristokratische Lebenswelt. Die Studie von Jonas Anderson erzählt erstmals umfassend die faszinierende Geschichte der Van Rensselaers und ihres Landgutes. Sie bietet neue Perspektiven auf die frühe amerikanische Geschichte und zeigt, dass europäisch-vormoderne Formen und Strukturen die USA bis weit ins 19. Jahrhundert hinein prägten.

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2020-02-10, 320 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5093-8

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Jonas Anderson

Jonas Anderson, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Van Rensselaers laufen einem - beschäftigt man sich mit der Geschichte der frühen amerikanischen Republik – immer wieder über den Weg, trotzdem gibt es keine wissenschaftliche Darstellung, die sich mit der Familie, ihrer aristokratischen Lebensform und ihrem Wirken in der jungen Nation befasst. Während die Plantagen und die Sklavenökonomie des amerikanischen Südens auch kulturhistorisch ein gut untersuchtes Feld darstellen, blieben die ›Manor Lords‹ des Nordens bisher eher eine Randnotiz.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch versteht sich als Beitrag zur Eliten- und Aristokratiegeschichte und betrachtet Lebenswelten und Positionierung einer großgrundbesitzenden Familie. Dabei nimmt es eine transatlantische Perspektive ein, die ein neues Licht auf Prozesse gesellschaftlicher Formierung in der frühen Republik wirft. Die Bedeutung europäisch-frühneuzeitlich geprägter Praktiken, Wirtschaftsformen und Vorstellungen von sozialer Ordnung darf bei aller revolutionärer Transformation nicht unterschätzt werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Einerseits widmet sich die Studie dem Thema der Eliten – einem Untersuchungsgegenstand, der kulturhistorisch bisher kaum erschlossen worden ist. Darüber hinaus positioniert sie sich innerhalb der historiografischen Debatten zur Amerikanischen Revolution und ihrer langfristigen Wirkung. Dabei wird die Revolution nicht holzschnittartig als konservativ oder modernisierend-transformativ aufgefasst, sondern in ihren Kontingenzen und Widersprüchlichkeiten erfasst.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Stephen Van Rensselaer IV. Noch mehr als seine Meinung zu der von mir verfassten Familiengeschichte würden mich allerdings die Schilderung seiner Europareise mit seinen amourösen Abenteuern interessieren. Die Briefe, in denen der Zorn seines Vaters über seine Verlobungspläne deutlich wurde, und die Entschuldigungen Stephens IV. sind leider nur fragmentarisch erhalten, Details bleiben unklar.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Reiche Holländer werden Großgrundbesitzer in New York und üben als ›Amerikanische Aristokraten‹ starken Einfluss auf Politik und Gesellschaft aus.

Autor_in(nen)
Jonas Anderson
Buchtitel
Amerikanische Aristokraten Die Van Rensselaer-Familie zwischen Kolonialzeit und Früher Republik, 1630-1857
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
320
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5093-8
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK HBTB
BISAC-Code
HIS036000 HIS054000
THEMA-Code
NHK NHTB
Erscheinungsdatum
2020-02-10
Auflage
1
Themen
Amerika, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Amerikanistik, Niederlandistik
Schlagworte
Aristokratie, New York, USA, Kolonie, Revolution, Landbesitz, Republikaner, Lebenswelt, Neu-Niederlande, Patroonschaft, Familie, Dynastie, Patriarchat, Land, Sklaverei, Miliz, Bürgerkrieg, Amerika, Kulturgeschichte, Amerikanische Geschichte, Sozialgeschichte, Geschichtswissenschaft

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