Rechtes Denken, rechte Räume?

Demokratiefeindliche Entwicklungen und ihre räumlichen Kontexte

Rechte Orientierungen und Diskurse haben eine räumliche Dynamik. Das Problem lediglich in strukturschwachen Regionen, im ländlichen Raum oder in benachteiligten Wohngebieten zu verorten, ist jedoch verkürzt, reproduziert Stereotype und liefert kaum Erklärungen. Denn soziale und räumliche Kontexte bedingen nicht nur Verhalten und Einstellungen, sondern werden gleichermaßen durch individuelle und kollektive Handlungen hervorgebracht und verändert. Die Beitragenden verschiedener Fachdisziplinen untersuchen diese komplexen Zusammenhänge, diskutieren sie mit Expert*innen aus der Praxis und eröffnen dabei neue Handlungsräume.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Kampf um Räume Ein Geleitwort zum Band

    Seiten 7 - 8
  4. Rechtes Denken, rechte Räume? Eine Einführung zum Band

    Seiten 9 - 16
  5. Räumliche Aspekte rechter Orientierungen Auf dem Weg zu einem konzeptionellen Rahmen

    Seiten 17 - 44
  6. Räumliche Kontexte und rechte Orientierungen

    Toxische Orte? Faktoren regionaler Anfälligkeit für völkischen Nationalismus

    Seiten 47 - 82
  7. Ethnische Bedrohung? Einstellungen gegenüber Flüchtlingen in zwei Wohngebieten Hamburgs

    Seiten 83 - 108
  8. Rechtspopulismus: (k)eine Alternative für Gentrifizierungsverlierer_innen?

    Seiten 109 - 126
  9. Zwischen Netz und Nachbarschaft Die sozialräumliche Wirkung digitaler Medien im Kontext antipluralistischer Haltungen und politischer Polarisierung

    Seiten 127 - 152
  10. Die gesellschaftliche (Re-)Konstruktion rechter Räume

    Rechtsextreme und rechtspopulistische Vormachtstellungen in prekären ländlichen Räumen

    Seiten 155 - 176
  11. Bastelraum mit Geschichte oder Bastion gegen den Quartiersabstieg? Querelen um einen Leipziger Garagenhof

    Seiten 177 - 198
  12. Rechtsextremistische lokale Raumaneignung im Spiegel des Diskurses — das Beispiel Dortmund-Dorstfeld

    Seiten 199 - 222
  13. Deliberative Räume als Gegenentwurf zu rechten Räumen — das Projekt ZuNaMi

    Seiten 223 - 244
  14. Praktische Perspektiven auf eine raumsensible Demokratieförderung

    Interview mit Heiko Klare Bundessprecher der Mobilen Beratungen gegen Rechtsextremismus

    Seiten 247 - 254
  15. Interview mit Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

    Seiten 255 - 262
  16. Interview mit Kurt Faller Konfliktberater und Gründer von Medius GmbH

    Seiten 263 - 270
  17. Wissenschaftskommunikation im Kontext rechter Orientierungen. Ein Nachwort

    Seiten 271 - 278
  18. Autor_innenverzeichnis

    Seiten 279 - 286
Mehr
29,00 € *

18. Dezember 2020, 286 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5108-9

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* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

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Lynn Berg

Lynn Berg, Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung Düsseldorf, Deutschland

Jan Üblacker

Jan Üblacker, ILS Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Dortmund, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Idee entstand im Austausch mit verschiedenen Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Verbänden, Verwaltungen, Stiftungen, Politik und Wissenschaft. Von Seiten der Praxis gab es eine große Nachfrage nach handlungsrelevantem Wissen an der Schnittstelle zwischen demokratiefeindlichen Entwicklungen und deren Ausprägung in bestimmten Regionen, Städten und Stadtteilen. Gleichzeitig konnten wir beobachten, dass einige Kolleg*innen zwar dazu forschten, es bisher aber noch keine Bündelung dieses Wissens gab.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch verdeutlicht, dass räumliche Aspekte bei der Betrachtung rechter und demokratiefeindlicher Entwicklungen eine große Rolle spielen. Das gilt sowohl für die Wissenschaft als auch für die praktische Arbeit in und mit diesen Räumen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Unser Ziel war es, die räumlichen Aspekte in diesen Debatten stärker in den Vordergrund zu rücken. Das Buch versammelt empirische Arbeiten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen, die raumbezogene Forschungsansätze heranziehen, um die ungleiche Verteilung und Verbreitung rechter und demokratiefeindlicher Einstellungen und Handlungen in der Bundesrepublik Deutschland zu beleuchten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch soll den Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft unterstützen. Wir freuen uns insbesondere mit den lokalen Akteuren, d.h. den Stadtverwaltungen, Kommunalpolitiker*innen, Nachbarschaftsinitiativen, Quartiersmanager*innen und Lokaljournalist*innen ins Gespräch zu kommen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Rechte Orientierungen und Handlungen haben eine räumliche Dynamik!

Besprochen in:
www.bundesverband-mobile-beratung.de, 13.01.2021
https://forumwk.de, 07.02.2021
Autor_in(nen)
Lynn Berg / Jan Üblacker (Hg.)
Buchtitel
Rechtes Denken, rechte Räume? Demokratiefeindliche Entwicklungen und ihre räumlichen Kontexte
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
286
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-5108-9
DOI
10.14361/9783839451083
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JPFQ JHB
BISAC-Code
SOC015000 POL042030 SOC026000
THEMA-Code
RGC JPFQ JHB
Erscheinungsdatum
18. Dezember 2020
Auflage
1
Themen
Raum, Politik, Rassismus
Adressaten
Soziologie, Politikwissenschaft, Humangeographie, Stadtforschung, Stadt- und Regionalplanung, Praktiker_innen der Sozialen Arbeit und politischen Bildung, Lokalpolitiker_innen, Kommunen
Schlagworte
Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Stadt, Nachbarschaft, Demokratie, Raum, Flüchtlinge, Gentrifizierung, Digitale Medien, Gemeinschaft, Völkischer Nationalismus, Protest, AfD, Dortmund Dorstfeld, Politik, Rassismus, Sozialgeographie, Geographie

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