Armut und Umweltschutz

Potenziale und Barrieren im urbanen Raum Westafrikas

Elisabeth Huber untersucht in ihrer Studie die Möglichkeiten umweltgerechten Handelns der ärmeren städtischen Bevölkerungsschichten im urbanen Raum Westafrikas. Dazu analysiert sie die Praktiken der Abfall- und Abwasserentsorgung in Bamako (Mali) und Ouagadougou (Burkina Faso) unter den dafür relevanten ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedingungen. Neben der Erörterung von Armut anhand monetärer Aspekte, fehlender Verwirklichungschancen sowie familiärer und nachbarschaftlicher Solidaritätsstrategien stellt sie die Frage nach dem Zusammenhang von Umweltbewusstsein, Umweltverschmutzung, Umweltschutz, Wohn- und Lebensbedingungen, Infrastruktur und dem »Recht auf Stadt«.

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2020-03-16, 368 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5116-4

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Elisabeth Huber

Elisabeth Huber, Universität Bremen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Afrikanische Städte verzeichnen die weltweit höchsten Wachstumsraten. Durch die Ausdehnung der Städte, hohe Bevölkerungsdichten und die Übernahme urbaner Lebensstile stellen sich neue Fragen zum Umweltschutz. Inwiefern Vorstellungen über Umweltverschmutzung, infrastrukturelle Voraussetzungen oder die Ressourcenausstattung der Menschen über umweltgerechtes Handeln entscheiden, wird in diesem Buch anhand der Abfall- und Abwasserentsorgung thematisiert.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch führt Ansätze aus der Umwelt- und Armutsforschung zusammen, die bisher im Allgemeinen getrennt betrachtet wurden. Die ökologische Vulnerabilität urbaner Siedlungsräume in Westafrika und die sozioökonomischen Zwänge ärmerer Bevölkerungsschichten werden ethnographisch erforscht. Das Buch rückt die Problemwahrnehmung, die alltäglichen Entscheidungen und Praktiken sowie die Handlungsstrategien der in den Städten lebenden Menschen in den Mittelpunkt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema knüpft an Fragen nach dem Zusammenhang von Urbanität und Moderne an. Die Produktion der Stadt und ihre konflikthafte Aneignung werden mit Beobachtungen zum Wohnen und der Organisation von Haushalten veranschaulicht. Das Buch greift auch afrikanische Ansätze zur Konzeption des Raums und zum menschlichen Minimum auf und stellt zur Diskussion, inwieweit kulturelle und soziale Kontexte und Realitäten für das Verständnis der erforschten Phänomene berücksichtigt werden müssen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Gerne würde ich mein Buch mit dem Urbanisten AbdouMaliq Simone diskutieren. Seine Texte zum Alltagsleben und zur Ausgestaltung von Infrastruktur in afrikanischen Städten haben mich in meiner Forschung inspiriert. Darüber hinaus schätze ich seine vergleichenden Ansätze und die Transdisziplinarität seiner Forschungsprojekte.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Fazit des Buchs lautet, dass vorsorgendes umweltorientiertes Handeln für ärmere Stadtbewohner_innen nicht die höchste Priorität hat.

Autor_in(nen)
Elisabeth Huber
Buchtitel
Armut und Umweltschutz Potenziale und Barrieren im urbanen Raum Westafrikas
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
368
Ausstattung
kart., Klebebindung, 3 Farbabbildungen, 4 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5116-4
DOI
10.14361/9783839451168
Warengruppe
1752
BIC-Code
JHMC RNT JFSG
BISAC-Code
SOC002010 SOC026000 SOC026030
THEMA-Code
JHMC RNT JBSD
Erscheinungsdatum
2020-03-16
Auflage
1
Themen
Natur, Stadt, Soziale Ungleichheit
Adressaten
Sozial- und Kulturanthropologie, Soziologie, Geographie, Politikwissenschaft, Internationale Entwicklung
Schlagworte
Armut, Umweltbewusstsein, Handlungstheorie, Urbaner Raum, Westafrika, Burkina Faso, Mali, Postkolonialismus, Umweltverschmutzung, Umweltschutz, Recht Auf Stadt, Infrastruktur, Wohnraum, Lebensbedingungen, Bevölkerung, Abfallentsorgung, Abwasserentsorgung, Solidargemeinschaft, Stadtplanung, Ethnologie, Umweltsoziologie, Urban Studies, Stadt, Natur, Soziale Ungleichheit

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