ZEICH(N)EN. SETZEN.

Bedeutungsgenerierung im Mäandern zwischen Bildern und Begriffen

Dieses Buch fragt weniger nach dem Was des Zeichens, als vielmehr nach dem Wann / Wo / Wie der Zeichensetzung. Was lässt eine Markierung oder Spur als Zeichen erkennen? Was sind seine ästhetischen, medialen, politischen Vorbedingungen? Welche (unterschiedlichen) Rollen spielt das Setzen von Zeichen im Alltag der Kultur und in den Künsten? Welche theoretischen Zugänge der Antike, der Moderne sowie aktueller Debatten lohnt es aufzugreifen und neu zu sondieren?

In vier Panels, einem Praeludium, einem Intermezzo und einer Coda treten künstlerische Positionen wie Vaslav Nijinsky, Paul Valéry, Birgit Jürgenssen, Thomas Fatzinek und VertreterInnen der Kunst-, Tanz-, Kultur- und Medienwissenschaften sowie der Semiotik und Philosophie wie Claudia Jeschke, Karin Krauthausen, Sebastian Egenhofer, Aloisia Moser, Barbara Schrödl, Ludwig Jäger, Sarah Sander in ein neugieriges und munteres Gespräch mit manch überraschenden Entdeckungen.

Mit Zeichnungen von Maria Bussmann und einem Brief von Hélène Cixous.

50,00 € *

2020-03-27, ca. 420 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5128-7

Erscheint voraussichtlich bis zum 27. März 2020

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Monika Leisch-Kiesl

Monika Leisch-Kiesl, Katholische Privat-Universität Linz, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Markierungen, Zeichen, Signs begegnen allerorts. Trotz mancher zurecht – z.B. seitens der Bildwissenschaften – kritisierter Engführungen, bietet das Theorie-Potenzial, wie es seit Ferdinand de Saussure oder Charles Sanders Peirce innerhalb der Semiotik entwickelt wurde, lohnende und letztlich unverzichtbare Ansatzpunkte für die Frage, wie in alltagskulturellen Situationen ebenso wie innerhalb der Künste Sinn bzw. Bedeutung generiert werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum einen werden gemeinhin als konträr betrachtete Diskurse wie etwa die der Bildwissenschaften, der Semiotik, der Ästhetik oder der Hermeneutik in oft überraschender Weise neu aufeinander bezogen, zum anderen wird das oft starr anmutende Theoriekorsett der Semiotik kreativ in Richtung einer Semiologie weitergedacht. Eine besondere Pointe des Buches liegt in dem hohen Stellenwert, der künstlerischen Arbeiten (exemplarisch der Zeichnung und des Tanzes) für die Generierung neuer Einsichten und Erkenntnisse eingeräumt wird – was nicht zuletzt in einem originellen Layout zum Ausdruck kommt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die unterschiedlichen, in sich jeweils pointiert argumentierenden künstlerischen und theoretischen Beiträge vermögen dem Denken innerhalb der genannten Disziplinen manch neue Richtung anzustoßen – und dies durchaus lustvoll. Man mag den Band zudem als einen Beitrag zur Debatte um Artistic Research begreifen: Jede Position bleibt bei ihrem Part, und artikuliert diesen auf höchstem Niveau; und man trifft sich auf gemeinsamer Augenhöhe, in wechselseitiger Aufmerksamkeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit möglichst vielen unterschiedlichen Menschen: mit Künstler_innen, mit Theoretiker_innen, aber auch mit künstlerisch und/oder intellektuell interessierten Persönlichkeiten. Vor allem würde mich interessieren, wie sie die angestoßenen Fährten aufgreifen, welche Richtungen sie einschlagen, welche Gedankengänge sie weiter verfolgen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein vitales Gefüge um Ästhetik und Theorie der Zeichen und ihrer Setzung.

Autor_in(nen)
Monika Leisch-Kiesl (Hg.)
Buchtitel
ZEICH(N)EN. SETZEN. Bedeutungsgenerierung im Mäandern zwischen Bildern und Begriffen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
ca. 420
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-5128-7
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA CFA ASD
BISAC-Code
ART009000 PHI038000 PER003000
THEMA-Code
ABA CFA ATQ
Erscheinungsdatum
2020-03-27
Auflage
1
Themen
Sprache, Kunst
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Medientheorie, Tanzwissenschaft
Schlagworte
Zeichen, Zeichnung, Alltagskultur, Semiotik, Poststrukturalismus, Ferdinand De Saussure, Ludwig Wittgenstein, Pragmatismus, Paul Valéry, Medialität, Kunst, Kulturphilosophie, Kunsttheorie, Tanz, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Sprache, Sprachphilosophie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung