ZEICH(N)EN. SETZEN.

Bedeutungsgenerierung im Mäandern zwischen Bildern und Begriffen

Dieses Buch fragt weniger nach dem Was des Zeichens, als vielmehr nach dem Wann / Wo / Wie der Zeichensetzung. Was lässt eine Markierung oder Spur als Zeichen erkennen? Was sind seine ästhetischen, medialen, politischen Vorbedingungen? Welche (unterschiedlichen) Rollen spielt das Setzen von Zeichen im Alltag der Kultur und in den Künsten? Welche theoretischen Zugänge der Antike, der Moderne sowie aktueller Debatten lohnt es aufzugreifen und neu zu sondieren?

In vier Panels, einem Praeludium, einem Intermezzo und einer Coda treten künstlerische Positionen wie Vaslav Nijinsky, Paul Valéry, Birgit Jürgenssen, Thomas Fatzinek und VertreterInnen der Kunst-, Tanz-, Kultur- und Medienwissenschaften sowie der Semiotik und Philosophie wie Claudia Jeschke, Karin Krauthausen, Sebastian Egenhofer, Aloisia Moser, Barbara Schrödl, Ludwig Jäger, Sarah Sander in ein neugieriges und munteres Gespräch mit manch überraschenden Entdeckungen.

Mit Zeichnungen von Maria Bussmann und einem Brief von Hélène Cixous.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhaltsverzeichnis

    Seiten 5 - 8
  3. Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 9 - 12
  4. Vorwort

    Seiten 13 - 16
  5. Einleitung

    Seiten 17 - 24
  6. Praeludium – TANZ

    Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 27 - 30
  7. Poster zum Tanz

    Seiten 31 - 34
  8. Denkfiguren und Tanzfiguren: Nijinskys Faune

    Seiten 35 - 50
  9. ,Vom Blatt getanzt' – Ein Essay auf den Spuren der Zeichen. Nach-Gedanken zum Seminar Zeichensetzung im Frühjahr 2017

    Seiten 51 - 54
  10. Mimetisches Enigma

    Seiten 55 - 58
  11. Musikalische Gesten – Zeichen in der Zeit

    Seiten 59 - 62
  12. Remarkable Signs

    Seiten 63 - 74
  13. Nach-Gedanken zu Nijinskys Faune

    Seiten 75 - 76
  14. Panel 1 – GENERIEREN UND REZIPIEREN VON ZEICHEN

    Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 79 - 82
  15. Einführung

    Seiten 83 - 90
  16. Zeichen der Abwesenheit. Der Akt des Zeichnens bei Paul Valéry und Jacques Derrida

    Seiten 91 - 114
  17. ZEICHENGEBÄRdEN. VII (in Worten: sieben) an der Zahl

    Seiten 115 - 140
  18. Respondenz. Bahnfahrt durch Suevien

    Seiten 141 - 152
  19. Panel 2 – SPRACHSPIELE UND WIRKSAMKEITSKONZEPTE DES PRAGMATISMUS

    Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 155 - 158
  20. Einführung

    Seiten 159 - 166
  21. Mimesis und Methexis. Ähnlichkeit und Teilhabe

    Seiten 167 - 184
  22. Ver/störende Zeichensetzung. Die Sichtbarmachung und Entnaturalisierung der Zeichenzirkulation in Birgit Jürgenssens künstlerischen Spielen zwischen Wort und Bild

    Seiten 185 - 206
  23. Respondenz. Wer setzt ein Zeichen?

    Seiten 207 - 216
  24. Intermezzo – WIDERSTANDS-LIEDER

    Widerstands-Lieder

    Seiten 218 - 220
  25. Der Künstler als politischer Zeichen-Setzer. Ein Kommentar zu Thomas Fatzineks Widerstands-Liedern

    Seiten 221 - 224
  26. Panel 3 – ALLTÄGLICHES UND KÜNSTLERISCHES PRODUZIEREN VON ZEICHEN

    Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 227 - 230
  27. Einführung

    Seiten 231 - 236
  28. "Water to Wine". Upcycling und das Setzen von Zeichen zwischen Mode und Kunst

    Seiten 237 - 258
  29. Entzug und Exposition. Zeichen(setzung) bei Jacques Derrida und Jean-Luc Nancy

    Seiten 259 - 280
  30. Respondenz. Patchwork aus Reflexionen

    Seiten 281 - 294
  31. Panel 4 – MEDIALITÄT: KONTINUIERLICH UND DISKRET / IM FLUSS / AM PUNKT

    Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 297 - 300
  32. Einführung

    Seiten 301 - 302
  33. ,Die Welt der Zeichen'. Bemerkungen zu einigen Verfahren des Semiologischen

    Seiten 303 - 327
  34. Hat das Zwischen eine Form?

    Seiten 328 - 352
  35. Respondenz

    Seiten 353 - 362
  36. Coda – HÉLãNE CIXOUS: EIN BRIEF

    Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 365 - 369
  37. Lettre / Brief / Letter

    Seiten 370 - 398
  38. Tatsächlich wollte ich …

    Seiten 399 - 400
  39. Die Wörter, die ich nicht gesucht habe

    Seiten 401 - 402
  40. Anhang

    Abbildungsverzeichnis

    Seiten 405 - 409
  41. Personenregister

    Seiten 410 - 414
  42. Beitragende

    Seiten 415 - 417
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49,99 € *

3. März 2020, 420 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5128-1
Dateigröße: 6.94 MB

als Sofortdownload verfügbar

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer.

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Monika Leisch-Kiesl

Monika Leisch-Kiesl, Katholische Privat-Universität Linz, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Markierungen, Zeichen, Signs begegnen allerorts. Trotz mancher zurecht – z.B. seitens der Bildwissenschaften – kritisierter Engführungen, bietet das Theorie-Potenzial, wie es seit Ferdinand de Saussure oder Charles Sanders Peirce innerhalb der Semiotik entwickelt wurde, lohnende und letztlich unverzichtbare Ansatzpunkte für die Frage, wie in alltagskulturellen Situationen ebenso wie innerhalb der Künste Sinn bzw. Bedeutung generiert werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Zum einen werden gemeinhin als konträr betrachtete Diskurse wie etwa die der Bildwissenschaften, der Semiotik, der Ästhetik oder der Hermeneutik in oft überraschender Weise neu aufeinander bezogen, zum anderen wird das oft starr anmutende Theoriekorsett der Semiotik kreativ in Richtung einer Semiologie weitergedacht. Eine besondere Pointe des Buches liegt in dem hohen Stellenwert, der künstlerischen Arbeiten (exemplarisch der Zeichnung und des Tanzes) für die Generierung neuer Einsichten und Erkenntnisse eingeräumt wird – was nicht zuletzt in einem originellen Layout zum Ausdruck kommt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die unterschiedlichen, in sich jeweils pointiert argumentierenden künstlerischen und theoretischen Beiträge vermögen dem Denken innerhalb der genannten Disziplinen manch neue Richtung anzustoßen – und dies durchaus lustvoll. Man mag den Band zudem als einen Beitrag zur Debatte um Artistic Research begreifen: Jede Position bleibt bei ihrem Part, und artikuliert diesen auf höchstem Niveau; und man trifft sich auf gemeinsamer Augenhöhe, in wechselseitiger Aufmerksamkeit.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit möglichst vielen unterschiedlichen Menschen: mit Künstler_innen, mit Theoretiker_innen, aber auch mit künstlerisch und/oder intellektuell interessierten Persönlichkeiten. Vor allem würde mich interessieren, wie sie die angestoßenen Fährten aufgreifen, welche Richtungen sie einschlagen, welche Gedankengänge sie weiter verfolgen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein vitales Gefüge um Ästhetik und Theorie der Zeichen und ihrer Setzung.

»Die Stärke dieses Sammelbandes liegt darin, dass er eine vielfältige Auseinandersetzung mit der ‹ZeichenSetzung› in einem sehr lebendigen interdisziplinären Kontext vor Augen führt und dadurch diesen Begriff in sehr unterschiedlichen Sichtweisen greifbar macht.«
Maria Reitter, www.goodreads.com, 26.03.2020
Autor_in(nen)
Monika Leisch-Kiesl (Hg.)
Buchtitel
ZEICH(N)EN. SETZEN. Bedeutungsgenerierung im Mäandern zwischen Bildern und Begriffen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
420
ISBN
978-3-8394-5128-1
DOI
10.14361/9783839451281
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA CFA ASD
BISAC-Code
ART009000 PHI038000 PER003000
THEMA-Code
ABA CFA ATQ
Erscheinungsdatum
3. März 2020
Themen
Sprache, Kunst
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kulturwissenschaft, Philosophie, Medientheorie, Tanzwissenschaft
Schlagworte
Zeichen, Zeichnung, Alltagskultur, Semiotik, Poststrukturalismus, Ferdinand De Saussure, Ludwig Wittgenstein, Pragmatismus, Paul Valéry, Medialität, Kunst, Kulturphilosophie, Kunsttheorie, Tanz, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kunstwissenschaft, Sprache, Sprachphilosophie

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