Über die Grenzen des Bildes

Kulturelle Differenz und transkulturelle Dynamik im globalen Feld der Kunst

Im globalisierten Vernetzungsraum der Kunstsphäre befinden sich bildkulturelle Grenzen zwischen nationalen und regionalen Künsten zunehmend in Auflösung. Wo lassen sich Grenzverschiebungen im globalen Feld moderner und zeitgenössischer Kunst orten? Durch welche differenziellen Sicht- und Darstellungsweisen werden Abgrenzungen markiert und Bildkulturkonflikte befördert? In welchen Kontaktzonen und unter welchen Kulturtransferbedingungen bilden sich transkulturelle Dynamiken heraus? Aus der Perspektive kulturwissenschaftlicher Bildforschung erkundet Birgit Mersmann Grenzziehungen, Grenzverhandlungen und Grenzüberschreitungen zwischen westlicher, asiatischer und arabischer Bildkunst.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. I. Über die Grenzen des Bildes. Einleitung

    1. Bildliche Transkulturalität. Theoretisch-methodische Grundlagen

    Seiten 11 - 36
  4. II. Differenz und Transdifferenz. An den Kulturgrenzen des Bildes

    1. Der Horizont als Limesfigur: Bilddifferenz und -transdifferenz zwischen der europäischen und ostasiatischen Malerei

    Seiten 39 - 58
  5. 2. Das Bild als Lebensspur. Grenzauflösung durch Imagination und Animation

    Seiten 59 - 76
  6. 3. Bild-Fortpflanzungen. Multiplikationen und Modulationen als iterative Kulturpraktiken in Ostasien

    Seiten 77 - 94
  7. III. Grenzverhandlungen. Bildliche Transkulturation in der koreanischen und chinesischen Gegenwartskunst

    1. Bildpolitik des demokratischen Widerstands. Der koreanische Minjung-Kunstaktivismus zwischen Transkulturation und Renationalisierung

    Seiten 97 - 120
  8. 2. Gesichtsverlust oder Selbstbewusstheit? Skopische Chiasmen in der chinesischen und koreanischen Body- und Performancekunst

    Seiten 121 - 144
  9. 3. Bildkulturelle Ambiguität in der chinesisch-australischen Kunst

    Seiten 145 - 170
  10. IV. Grenzüberschreitungen. Kontakt- und Konfliktzonen der Bildkulturübermittlung

    1. Mangas im globalen Transit. Mo(n)dalitäten medialer und kultureller Bildübermittlung

    Seiten 173 - 190
  11. 2. Islamistischer oder okzidentalistischer Ikonoklasmus? Die Zerstörung und Rekonstruktion der Buddha-Statuen von Bamiyan

    Seiten 191 - 214
  12. 3. Bildkulturtransfer im globalen Zeitalter musealer Reproduzierbarkeit. Der Louvre Abu Dhabi

    Seiten 215 - 250
  13. V. Verzeichnisse

    Literatur

    Seiten 253 - 278
  14. Zweitveröffentlichungen/Übersetzungen

    Seiten 279 - 280
  15. Abbildungen

    Seiten 281 - 288
Mehr
40,00 € *

31. August 2021, 288 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5147-8

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Birgit Mersmann

Birgit Mersmann, Universität Duisburg-Essen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Der globalisierte Vernetzungsraum der zeitgenössischen Kunstsphäre ist durch transnationale und transregionale Grenzüberschreitungen gekennzeichnet. Die kunstwissenschaftliche Forschung muss darauf reagieren, indem sie die transkulturellen Dynamiken in den Blick nimmt, durch die kulturhistorisch konstruierte Grenzen von Bildauffassungen verschoben und bildkulturelle Verflechtungen vorangetrieben werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Kulturelle Bilddifferenzen und transkulturelle Bilddynamiken werden in den von der Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart geprägten Kontakt- und Übertragungszonen zwischen der westlichen Kunst und der Kunst Ostasiens sowie des mittleren Ostens verhandelt. Durch diesen kulturhistorisch wie kulturgeografisch erweiterten Blick wird das Fundament für eine transkulturelle Bildforschung gelegt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der aktuellen Forschungsdebatte kommt der transkulturellen Neuausrichtung der Kunstgeschichte in Theorie, Methodik und praktischer Bildanalyse große Bedeutung zu. Das Buch leistet hierzu einen maßgeblichen Beitrag, indem es neue theoretisch-methodische Ansätze einer translationalen Bildkulturwissenschaft mit empirischen Einzelfallstudien aus dem globalen Feld der Kunst verknüpft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich das Buch mit der Transkulturationsforscherin Mary Louise Pratt diskutieren, der Vordenkerin von »Arts of the Contact Zone«, sowie der Kunsthistorikerin und Kuratorin Mia Yu, die sich aus asiatischer Perspektive mit künstlerischen Grenzüberschreitungen auseinandergesetzt hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die kulturvergleichende Reflexion über das translationale Potenzial künstlerischer Bilder eröffnet neue Perspektiven für eine transkulturelle Bildforschung.

Autor_in(nen)
Birgit Mersmann
Buchtitel
Über die Grenzen des Bildes Kulturelle Differenz und transkulturelle Dynamik im globalen Feld der Kunst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
288
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 52 SW-Abbildungen, 5 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5147-8
DOI
10.14361/9783839451472
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA JFD AC
BISAC-Code
ART009000 SOC052000 ART015000 ART019000
THEMA-Code
ABA JBCT AGA
Erscheinungsdatum
31. August 2021
Auflage
1
Themen
Kultur, Bild, Kunst
Adressaten
Kunstwissenschaft, Ostasiatische Kunstgeschichte, Islamische Kunstgeschichte, Bildwissenschaft, Kulturwissenschaft, Ethnologie, Visual Anthropology, Ostasienwissenschaft, Museumswissenschaft, Translationswissenschaft
Schlagworte
Bildtheorie, Kulturtransfer, Transkulturalität, Globale Kunst, Asien, Kulturkonflikt, Zeitgenössische Kunst, Grenzen, Arabische Kunst, Bildforschung, Visuelle Kulturen, Bild, Kunst, Kultur, Bildwissenschaft, Kunstgeschichte, Asiatische Kunst, Interkulturalität, Kunstwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung