Gegen\Dokumentation

Operationen – Foren – Interventionen

Das Gegen\\Dokumentarische ist eine Antwort auf die Provokation des Dokumentarischen. Diese Provokation liegt im Anspruch oder Begehren, »Wirklichkeit« zu erfassen, darzustellen und zu kontrollieren. Der Begriff des Gegen\\Dokumentarischen markiert einen strategischen Einsatz, mit dem das Verständnis dokumentarischer Medien, Operationen, Institutionen, Poetiken, Ästhetiken, Schreib- und Darstellungsweisen geschärft und politisiert wird. Das Gegen\\Dokumentarische dient als Zugang, auch evidentielle Verfahren jenseits analoger Bildmedien zu beschreiben. Dabei rücken künstlerische, journalistische, juristische, politische und kulturelle Praktiken ins Blickfeld, die die Prozessualität des Gegen\\Dokumentarischen betonen.

40,00 € *

19. November 2020, 242 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5167-6

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Esra Canpalat

Esra Canpalat, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Maren Haffke

Maren Haffke, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Sarah Horn

Sarah Horn, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Felix Hüttemann

Felix Hüttemann, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

Matthias Preuss

Matthias Preuss, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Dokumentarische erhebt den Anspruch auf Wahrheit, Wirklichkeit und Macht, den es gilt kritisch zu hinterfragen. Der Begriff der Gegen\Dokumentation stellt den Versuch einer Auseinandersetzung mit dieser Provokation dar. Er besitzt das Potenzial, in prekäre und asymmetrische Machtverhältnisse zu intervenieren, dokumentarische Praktiken offenzulegen, Foren zu eröffnen, mediale Interventionen auszuüben und das Ephemere und Verworfene zu adressieren.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mit dem Begriff der Gegen\Dokumentation wird die Prozessualität dokumentarischer Verfahren betont. Die Frage, wie dokumentiert wird, wird dahingehend verschoben, welche medialen, technischen und ästhetischen Strategien mobilisiert werden, um anders und andere(s) zu dokumentieren. Der Fokus richtet sich somit auf die spezifischen Instabilitäten und dynamischen Kräfte von Dokumentation.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Durch die kritische Auseinandersetzung mit Fragen nach Wahrheit und Wirklichkeit, den damit verbundenen Machtstrukturen sowie der Konzentration auf konkrete Operationen und Techniken schließt der Begriff Gegen\Dokumentation an aktuelle, politisch brisante und gesellschaftlich relevante Themen an, so beispielsweise an Debatten über postfaktische Politiken oder Fragen von (Un)Sichtbarkeit und (In)Transparenz dokumentarischer Operationen angesichts rassistischer und sexistischer Gewalt.

Buchtitel
Gegen\Dokumentation Operationen – Foren – Interventionen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
242
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 12 SW-Abbildungen, 32 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5167-6
DOI
10.14361/9783839451670
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD APFA
BISAC-Code
SOC052000 PER004030 HIS054000
THEMA-Code
JBCT ATF
Erscheinungsdatum
19. November 2020
Auflage
1
Themen
Kultur, Gesellschaft, Medien, Film
Adressaten
Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Filmwissenschaft
Schlagworte
Gegendokumentarisches, Dokumentarisches, Dokumentation, Gegendokumentation, Medien, Wirklichkeit, Bildmedien, Operationen, Institutionen, Poetiken, Ästhetiken, Schreibweisen, Darstellungsweisen, Prozessualität, Praktiken, Kunst, Journalismus, Recht, Politik, Kultur, Film, Medienästhetik, Mediengeschichte, Medientheorie, Medienwissenschaft

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung