Postwachstumsgeographien

Raumbezüge diverser und alternativer Ökonomien

Der Band »Postwachstumsgeographien« untersucht die Raumbezüge diverser und alternativer Ökonomien im Spannungsfeld von wachstumsorientierten Institutionen und multiplen sozialökologischen Krisen. Die Beiträge greifen diesen Ansatz erstmals umfassend auf und eröffnen mit konzeptionellen und empirischen Fachbeiträgen aus der Geographie und deren Nachbardisziplinen verschiedene Perspektiven auf die Möglichkeiten, Forderungen und Kritiken einer sozialökologischen Transformation. Aktuelle Diskussionen zu Postwachstumsökonomien werden aus geographischer Sicht präzisiert und mit Fallstudien und Interviews aus Zivilgesellschaft, Planung und Politik ergänzt.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 6
  2. Inhalt

    Seiten 7 - 10
  3. Zu diesem Buch

    Seiten 11 - 12
  4. Illustrationen

    Seite 12
  5. Postwachstumsgeographien

    Seiten 13 - 32
  6. I. Perspektivräume

    Situierte Raumkonzepte zur Erklärung von Arbeitsprozessen im Kontext von Postwachstumsökonomien

    Seiten 33 - 58
  7. Räumliche Strategien für eine Postwachstumstransformation

    Seiten 59 - 84
  8. Arbeitszeitverkürzung in Kleinbetrieben als Postwachstumspraxis?

    Seiten 85 - 98
  9. Praxisbeiträge

    Das emanzipatorische Projekt »Postwachstumsökonomien«

    Seiten 101 - 108
  10. Degrowth

    Seiten 109 - 114
  11. II. Möglichkeitsräume

    Wachstumsunabhängigkeit durch Soziale Innovationen?

    Seiten 115 - 138
  12. Kriterien für eine postwachstumsorientierte Wohnraumentwicklung am Beispiel der Stadt Zürich

    Seiten 139 - 158
  13. Makerspaces

    Seiten 159 - 176
  14. Performing gaps

    Seiten 177 - 192
  15. Stadt und Land im Fluss

    Seiten 193 - 208
  16. Die Rolle von Zwischenräumen in der wachsenden Stadtregion Hamburg

    Seiten 211 - 216
  17. Make plastic positive again/plastic region

    Seiten 217 - 226
  18. »Hobbyhimmel«

    Seiten 227 - 232
  19. Quartierhöfe als neue Orte der Teilhabe und Selbstversorgung

    Seiten 233 - 238
  20. III. Konflikträume

    Provincializing Degrowth

    Seiten 239 - 256
  21. Postwachstum finanzieren?

    Seiten 257 - 278
  22. »Beharrungsavantgarden« und »Verhinderungsinnovatoren«

    Seiten 279 - 304
  23. Zur Wachstumsfixiertheit der Europäischen Union

    Seiten 307 - 314
  24. We have a responsibility to be a bit more pragmatic

    Seiten 315 - 320
  25. We should continue this dialogue with the EU institutions

    Seiten 321 - 326
  26. IV. Gestaltungsräume

    Räumliche Transformationen: Prozess, Ziel, Leitbild?

    Seiten 327 - 342
  27. Eckpunkte und Positionen einer Vorsorgeorientierten Postwachstumsökonomie

    Seiten 343 - 368
  28. Neue Rollen kollektiver wachstumsunabhängiger Raumorganisation

    Seiten 369 - 386
  29. Das Bauhaus als Transformationsgestalter

    Seiten 387 - 412
  30. Postwachstumsperspektiven für die Braunkohleregion Lausitz?

    Seiten 415 - 422
  31. Hacking Ulm

    Seiten 423 - 430
  32. Gemeinsam und ergebnisoffen Lebensräume gestalten

    Seiten 431 - 440
  33. Durch künstlerische Experimente Möglichkeitsräume öffnen

    Seiten 441 - 448
  34. Autor*innen

    Seiten 449 - 456
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0,00 € *

3. Juni 2020, 456 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5180-9
Dateigröße: 7.57 MB

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Bastian Lange

Bastian Lange, Universität Leipzig, Deutschland

Martina Hülz

Martina Hülz, Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft Hannover, Deutschland

Benedikt Schmid

Benedikt Schmid, Universität Freiburg, Deutschland

Christian Schulz

Christian Schulz, Universität Luxemburg, Luxemburg

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Frage, wie unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem den vorherrschenden Wachstumszwang und seine negativen Folgen für natürliche Ressourcen, Ökosysteme und den Menschen überwinden kann, ist in Zeiten weltweiter Krisen besonders relevant. Klimawandel, Artensterben, und nicht zuletzt die Covid19-Pandemie erfordern eine Neubewertung der Ausrichtung von Produktionssystemen, Konsumpraktiken, Wohnformen, Mobilitätsmustern sowie des Verhältnisses von Erwerbs- zu Nichterwerbsarbeit.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch erweitert die wissenschaftliche, politische und mediale Debatte über Postwachstum um die räumliche Dimension. Es fragt sowohl, welche neuen Raumstrukturen und Muster sich aus postwachstumsorientierten Wirtschafts- und Lebensweisen ergeben, als auch wie die räumliche Planung (z.B. Städtebau) und Regionalentwicklungspolitik eine Neuausrichtung und Neubewertung des Produzierens, Arbeitens und Konsumierens befördern können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema Postwachstum hat in den vergangenen Jahren vor allem in den Sozial- und zunehmend auch in den Wirtschaftswissenschaften einen enormen Bedeutungszuwachs erfahren. Es beginnt, sich in Lehrbüchern (etwa der Wirtschaftsgeographie) niederzuschlagen und verändert die Curricula etablierter Studiengänge, nicht nur an den Pionierstandorten der ›Pluralen Ökonomik‹. Es zählt zu den wichtigsten Perspektiven der aktuellen Nachhaltigkeitsforschung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Politiker*innen, Planer*innen und anderen Entscheidungsträger*innen auf lokaler und regionaler Ebene, die die Räume von morgen gestalten; mit Pionier*innen, Initiativen, Unternehmen und Netzwerken der Postwachstumsbewegung; und insbesondere mit allen, die weiterhin an ein unbegrenztes Wachstum glauben und einen grundlegenden Wandel ablehnen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Postwachstum prägt den Raum, und der Raum beeinflusst Postwachstum.

»This freely available (as a PDF) anthology is a valuable and timely addition to literature and debates on (de)growth and socioecological transitions.«
Jevgeniy Bluwstein, Geographica Helvetica, 75 (2020)
»Dass sich die Geographie als für Nachhaltigkeitsfragen zuständige Disziplin stärker mit dieser Denkrichtung auseinandersetzt, ist höchste Zeit.«
Jens Kuhr, Geographische Rundschau, 11 (2020)
»45 Geographen, Architektinnen, Raumplaner, Sozialwissenschaftlerinnen und alternative Ökonomen [wurden] gebeten, ihre Gedanken und Erfahrungen zum Thema Postwachstum beizutragen. Das Ergebnis macht Mut und lässt hoffen.«
Klaus R. Kunzmann, Planerin, 5 (2020)
Besprochen in:
www.arl-net.de/de/postwachstum, 01.09.2020
Buchtitel
Postwachstumsgeographien Raumbezüge diverser und alternativer Ökonomien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
456
ISBN
978-3-8394-5180-9
DOI
10.14361/9783839451809
Warengruppe
1662
BIC-Code
RGC JHB RPC
BISAC-Code
SOC015000 SOC026000 POL002000
THEMA-Code
RGC JHB RPC
Erscheinungsdatum
3. Juni 2020
Themen
Wirtschaft, Raum, Stadt
Adressaten
Geographie, Raumplanung, Städtebau, Architektur, Wirtschaftswissenschaft, Sozialwissenschaft sowie Praktiker_innen in Planung, Politik und Zivilgesellschaft
Schlagworte
Postwachstum, Transformation, Postwachstumsökonomie, Postwachstumsplanung, Nachhaltigkeitstransition, Suffizienz, Transitionsräume, Nische, Netzwerk, Raum, Ökonomie, Aktivismus, Politik, Zivilgesellschaft, Krise, Wirtschaft, Stadt, Sozialgeographie, Stadtplanung, Wirtschaftssoziologie, Geographie

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