Interaktion im Kunstmuseum

Das Museum Ostwall im Dortmunder U

Das Kunstmuseum als Gegenwartsort partizipativer Demokratie? Sarah Hübscher zeigt das Museum Ostwall im Dortmunder U als »Reallabor« sozialer Öffentlichkeiten und eröffnet damit eine interdisziplinäre Sicht auf Kunst und Bildung, Institution und Akteur*innen, Sichtbarkeiten des Vergangenen und Gestaltungsformen des Gegenwärtigen.

Die Interaktion wird dabei zum entscheidenden Moment bei der Konzeption kollaborativer Projekte in der Vermittlung und im Umgang mit Objekten und Räumen der Sammlung. Zugleich diskutiert die Studie kultur- und bildungswissenschaftliche Positionen in der Verschränkung mit raumtheoretischen und erinnerungskulturellen Überlegungen.

38,99 € *

7. Mai 2020, 328 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5182-3
Dateigröße: 8.36 MB

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Sarah Hübscher

Sarah Hübscher, Technische Universität Dortmund, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es ist mir ein Anliegen, Perspektiven zu eröffnen und zwischen den Perspektiven Möglichkeitsräume zu entdecken. Die Publikation ist eine Multiperspektive auf einen gesellschaftlich und politisch gelabelten Raum – das Kunstmuseum. Ich widerspreche gängigen Labeln und zeige auf, welche gesellschaftlichen Wirksamkeiten und sozialen Fragen die Interaktionen im Kunstmuseum hervorbringen können. Das Kunstmuseum wird beschrieben als Erinnerungsort, Transformationsort, Bildungsraum, als Ort kultureller Praktiken und als Ort gelebter Demokratie.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Kunstmuseum ist ein gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Freiheitsraum. Es ist ein Ort der Gedanken, der Handlungen und der Kommunikationen. In ihm finden Interaktionen statt – permanent. Dass Gesellschaft diese Interaktionsprozesse mitgestalten kann und in der Auseinandersetzung mit Kunstobjekten und deren Ordnungen soziale Fragen verhandelt, politische Themen diskutiert und neue Ideen hervorgebracht werden können, will ich am Dortmunder Beispiel zeigen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Eröffnet wird ein Diskursraum zwischen sich verschränkenden Disziplinen: Die kunstwissenschaftliche Perspektive wird um Fragen nach Gesellschaft(en) und deren kulturellen Praktiken sowie um Beispiele aus der Museumsarbeit erweitert. Die Publikation funktioniert als Gegenwartsbeschreibung interdisziplinärer und transinstitutioneller Kulturarbeit und betont das Zusammenwirken diverser Akteur*innengruppen, von historischer und zeitgenössischer Kunst, codierten Räumen und transformierten Orten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Da bin ich ganz Demokratin: jede/r der/die mag! Eine Zielgruppe zu benennen, würde das offene Gespräch über den Raum der Mitgestaltung verhindern und zu neuen Schwellen und Labeln führen. Ich möchte diverse Möglichkeitsräume eröffnen und benötige daher das Gespräch mit unterschiedlichen Akteur*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es geht um Transformationen: von Orten, von Räumen, von Objekten, von Akteur*innen, von Praktiken, von Gesellschaften und von Kulturen – gezeigt an Interaktionen im Museum Ostwall im Dortmunder U.

Autor_in(nen)
Sarah Hübscher
Buchtitel
Interaktion im Kunstmuseum Das Museum Ostwall im Dortmunder U
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
328
Ausstattung
15 SW-Abbildungen, 65 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8394-5182-3
DOI
10.14361/9783839451823
Warengruppe
1581
BIC-Code
GM
BISAC-Code
ART059000 BUS100000
THEMA-Code
GLZ
Erscheinungsdatum
7. Mai 2020
Themen
Kultur, Gesellschaft, Museum, Kulturmanagement, Bildung
Adressaten
Kunstwissenschaft, Kunstgeschichte, Bildwissenschaft, Kulturwissenschaft, Bildungswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Museologie sowie Praktiker_innen im Bereich Kulturarbeit
Schlagworte
Kunstmuseum, Museologie, Partizipation, Kunst, Bildung, Kultur, Raum, Kulturvermittlung, Kulturwissenschaft, Aby Warburg, Fluxus, Clifford Geerz, Interaktion, Kulturelle Praxis, Transformation, Museum, Gesellschaft, Museumspädagogik, Praktische Museumskunde, Museumswissenschaft, Kulturmanagement

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