Die neue (Echtzeit-)Ordnung der Städte

Wie digitale Anwendungen den Stadtraum re-organisieren

Eine neue Echtzeit-Ordnung schreibt sich mit großer Geschwindigkeit in unsere Städte ein und beginnt, sie zu re-organisieren. Sie ist die Konsequenz einer neuen, sublimen Form von Dienstleistungslandschaft, wird in digitalen Protokollen strukturiert und durch mobile Applikationen vertrieben. In bisher ungekannter Weise werden räumliche Strukturen geplant, definiert und verfügbar gemacht – ein kritisches Moment der Kommerzialisierung und Kontrolle, gleichzeitig aber eine Option faszinierender elastischer Werkzeuge. Marion Kalmer präsentiert eine neue, kategorial zusammengezogene Reflexion der wesentlichen Phänomene dieser abrufbaren räumlichen Ordnung.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Vorbemerkung

    Seiten 5 - 6
  3. Inhalt

    Seiten 7 - 10
  4. 0/ re-organisieren: Echtzeitordnung auf Abruf: Einleitung

    0/1 Hinführung

    Seiten 11 - 24
  5. 0/2 Beobachtung

    Seiten 24 - 29
  6. 0/3 Grundannahme: um die Entwicklung bewerten zu können, bedarf es eines Diskurses, und ein Diskurs braucht Sortierung

    Seiten 29 - 35
  7. 0/4 Annahmen, die der Betrachtung vorausgehen

    Seiten 36 - 48
  8. 0/5 Übersicht Text

    Seiten 48 - 56
  9. 1/ Raumstrategie

    1 Anspruch

    Seiten 57 - 80
  10. 2 Akteure

    Seiten 80 - 101
  11. 3 Strategien der Abstimmung

    Seiten 102 - 121
  12. 4 horizontale Strategien

    Seiten 121 - 139
  13. 5 Lokalisation

    Seiten 140 - 153
  14. 6 Organisation

    Seiten 154 - 170
  15. 7 Infrastruktur

    Seiten 170 - 182
  16. 2/ Raumdefinition

    1 Struktur

    Seiten 183 - 199
  17. 2 Festsetzungen

    Seiten 200 - 222
  18. 3 Darstellung

    Seiten 223 - 238
  19. 3/ Raumdisposition

    1 Prinzip der Adressierung

    Seiten 239 - 259
  20. 2 Art der Adressierung

    Seiten 259 - 269
  21. 3 Fokus der Adressierung

    Seiten 269 - 282
  22. 4/ re-organisieren: Echtzeitordnung auf Abruf: Zusammenfassung und Ausblick

    4/1 die neue Echtzeitordnung ist in mehreren Aspekten paradigmatisch

    Seiten 283 - 284
  23. 4/2 die Effizienz der neuen Echtzeitordnung ist in den Dienst eines übergeordneten Anspruchs zu stellen

    Seiten 285 - 286
  24. 4/3 die neue Echtzeitordnung erfordert ein neues Planungsparadigma

    Seiten 287 - 289
  25. 4/4 die Nachhaltigkeit der Stadt hängt von ihrer Organisationsform ab

    Seiten 289 - 292
  26. Danksagung

    Seiten 293 - 294
  27. Literaturverzeichnis

    Seiten 295 - 308
  28. Liste der persönlichen Recherche

    Seiten 309 - 312
Mehr
39,99 € *

3. September 2021, 312 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5228-8
Dateigröße: 2.45 MB

als Sofortdownload verfügbar

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer.

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Marion Kalmer

Marion Kalmer, Technische Hochschule Nürnberg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Neuordnung der Städte durch die Echtzeit-Dienstleistungslandschaft destabilisiert etablierte Institutionen und Kategorien. Sie geht mit der Kommerzialisierung des Stadtraums einher, aber eröffnet ein unerwartetes Potenzial elastischer Organisation. Das Buch geht den Phänomenen nach, sortiert und reflektiert sie als Grundlage des Diskurses, der zu führen ist – einerseits um kritische Momente der Re-Organisation zu fassen, andererseits, um ihre Möglichkeiten aufzugreifen und aktiv zu gestalten.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die flüchtige, auf digitalen Protokollen gründende und nicht-physische Echtzeitordnung erlaubt, Raum zeitlich und programmatisch differenziert zu konzipieren, zu definieren und zu nutzen. Dadurch wird gerade in einer Zeit, in der die Unterscheidung von ›verbrauchen‹ und ›vorübergehend nutzen‹ im Sinne eines Ressourcen betonenden räumlichen Vertrags wesentlich ist, für die dichten städtischen Zonen eine zwar gefährliche, aber gleichzeitig spontane und ständig re-optimierbare Organisation verfügbar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Virtualisierung der Stadt durch digitale Technologien wird exemplarisch anhand einer Stadt und von vier mobilen Applikationen zur städtischen Bewegungsorganisation behandelt. Trotz der Begrenztheit des Ausschnitts ist dieser relevant genug, den paradigmatischen Gehalt der Re-Organisation, die sich still und verführerisch vollzieht, als skalierbaren Prospekt einer umfassenden Neuordnung aufzuzeigen und essentielle Fragestellungen zur Stadtentwicklung an der Schnittstelle mehrerer Disziplinen aufzuwerfen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch sucht den Diskurs mit all denen, die sich insbesondere an der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung, städtischer Infrastrukturforschung, Sozialwissenschaften und Kulturtheorie mit städtischer Organisation auseinandersetzen, sie planen oder reflektieren, aber auch mit denjenigen, die durch digitale Mechanismen ermächtigt als unerwartete Akteure in diesem Bereich auftreten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie die virtuellen Topologien digitaler Protokolle eine elastische Echtzeitordnung in den Stadtraum einschreiben.

Besprochen in:
https://www.arcguide.de, 05.10.2021
Autor_in(nen)
Marion Kalmer
Buchtitel
Die neue (Echtzeit-)Ordnung der Städte Wie digitale Anwendungen den Stadtraum re-organisieren
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
312
ISBN
978-3-8394-5228-8
DOI
10.14361/9783839452288
Warengruppe
1584
BIC-Code
AM JFD JFSG
BISAC-Code
ARC010000 SOC052000 SOC026030
THEMA-Code
AM JBCT JBSD
Erscheinungsdatum
3. September 2021
Themen
Medien, Architektur, Stadt
Adressaten
Architektur, Stadtplanung, Kulturwissenschaft, Soziologie, Informations- und Kommunikationstechnik
Schlagworte
Städtische Organisation, Echtzeit, Raum, Dienstleistungslandschaft, Stadtraum, Apps, Mobilität, Stadt, Architektur, Medien, Mediensoziologie, Urban Studies, Stadtplanung

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