Achtsamkeit als kulturelle Praxis

Zu den Selbst-Welt-Modellen eines populären Phänomens

»Achtsamkeit« hat in den letzten 50 Jahren eine erstaunliche Popularität erlangt – getragen von blühenden Verheißungen und begleitet von pauschaler Kritik. Jacob Schmidts Analyse verschiedener Ansätze – etwa der von Jon Kabat-Zinn entwickelten Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) – zeigt jedoch, dass Achtsamkeitspraktiken ganz unterschiedliche Selbst- und Weltverhältnisse modellieren. Diese gehen nicht nur auf buddhistische Meditationspraktiken zurück, sondern lassen sich als komplexe Verflechtungen mit der Kultur der Moderne und der Beschleunigungsgesellschaft rekonstruieren. Hiermit liegt eine erste umfassende und systematische soziologische Studie zum populären Phänomen der Achtsamkeit vor.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 10
  4. 1 Einleitung: Achtsamkeit als Selbst-Welt-Modell gelingenden Lebens

    Seiten 11 - 22
  5. I Grundlegungen

    2 Forschungsstand

    Seiten 25 - 32
  6. 3 Sozialtheoretische Verortung: Kulturelle Selbst-Welt-Modelle

    Seiten 33 - 66
  7. 4 Methodische Anmerkungen

    Seiten 67 - 72
  8. II Die Achtsamkeitsströmung

    5 Einführung: Geschichte und Systematisierung

    Seiten 75 - 88
  9. 6 Achtsamkeit I: Das sezierend-distanzierte Selbst-Welt-Modell

    Seiten 89 - 102
  10. 7 Achtsamkeit II: Das interessiert-sorgende Selbst-Welt-Modell

    Seiten 103 - 122
  11. 8 Achtsamkeit III: Das verfügend-funktionalistische Selbst-Welt-Modell

    Seiten 123 - 138
  12. 9 Zwischenfazit: Drei Modelle, zwei Fortführungen

    Seiten 139 - 146
  13. Teil III Kulturelle Quellen

    10 Einführung: Achtsamkeit im Kontext der Moderne

    Seiten 149 - 158
  14. 11 Achtsamkeit als radikalisierte Form des buddhistischen Modernismus

    Seiten 159 - 184
  15. 12 »like a research scientist«: Wissenschaftliche Achtsamkeit?

    Seiten 185 - 206
  16. 13 Die Aktualisierung des Romantischen

    Seiten 207 - 248
  17. 14 Zwischenfazit: Hybride Achtsamkeiten, oder: Popularität durch Mehrdeutigkeit

    Seiten 249 - 254
  18. IV Gegenwarts-Gesellschaft

    15 Einführung: Obsession mit der Gegenwart

    Seiten 257 - 266
  19. 16 Soziale Beschleunigung und die Transformation des ›Hier und Jetzt‹

    Seiten 267 - 292
  20. 17 Die Ambivalenz spätmoderner Gegenwartserfahrung

    Seiten 293 - 314
  21. 18 Aktualisierungen spätmoderner Zeitlichkeit

    Seiten 315 - 336
  22. 19 Zwischenfazit: Achtsame Beschleunigung oder subversive Achtsamkeit?

    Seiten 337 - 342
  23. 20 Fazit: Eine Alternative zur Alternativlosigkeit?

    Seiten 343 - 354
  24. Literaturverzeichnis

    Seiten 355 - 398
Mehr
0,00 € *

7. Mai 2020, 400 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5230-1
Dateigröße: 2.65 MB

Weiterempfehlen

Jacob Schmidt

Jacob Schmidt, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

Besprochen in:
www.helmut-a-mueller.de, 21.07.2020, Helmut A. Müller
Autor_in(nen)
Jacob Schmidt
Buchtitel
Achtsamkeit als kulturelle Praxis Zu den Selbst-Welt-Modellen eines populären Phänomens
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
400
ISBN
978-3-8394-5230-1
DOI
10.14361/9783839452301
Warengruppe
1729
BIC-Code
JFC JHBA HPS
BISAC-Code
SOC022000 SOC026000 PHI034000
THEMA-Code
JBCC JHBA QDTS
Erscheinungsdatum
7. Mai 2020
Themen
Kultur
Adressaten
Soziologie, Kulturwissenschaft, Philosophie, Psychologie sowie Praktiker*innen der sozialen Arbeit, Psychotherapie und Medizin
Schlagworte
Achtsamkeit, Moderne, Beschleunigungsgesellschaft, Jon Kabat-Zinn, MBSR, Praxistheorie, Selbstverhältnis, Weltverhältnis, Buddhismus, Meditation, Romantik, Zeitlichkeit, Kultur, Kultursoziologie, Soziologische Theorie, Sozialphilosophie, Kulturwissenschaft, Soziologie

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung