Das Maßlose der Spätmoderne

Eine Kritische Theorie

Die Spätmoderne scheint von Ambivalenzen vielfältigster Art durchzogen zu sein. Sie gehen hervor aus maßlosen Strukturphänomenen, die zunehmend die vormals stärker bemessenen auflösen. Neue Subjekt- und Gesellschaftsformationen entstehen und es stellt sich die Frage, welches sozial emanzipatorische Potenzial diese Transformationen bergen und in welcher Gestalt es auftritt. Um ihm nachzuspüren, bezieht Daniel Zettler Psychoanalyse und Sozialwissenschaft relational aufeinander. Damit wird es nicht nur möglich, die Kritische Theorie des Subjekts und die Kritische Theorie der Gesellschaft grundlegend ineinander zu verschränken, sondern beide neu zu denken.

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5. Juni 2020, 368 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5242-0

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Daniel Zettler

Daniel Zettler, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wir leben in einer Übergangszeit: Das Neue zeichnet sich ab, das Alte weicht noch nicht. Dieses Neue – und die Möglichkeiten, die sich damit für unsere gesellschaftliche Praxis eröffnen – auch theoretisch näher zu bestimmen, halte ich für eine wichtige Herausforderung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch erlaubt eine unkonventionelle Sichtweise auf spätmoderne Gesellschaften und die in Ihnen sich vollziehenden psychosozialen und soziokulturellen Transformationsprozesse. Dazu knüpft es an die große Tradition der Kritischen Theorie an und erweitert sie behutsam und auf eigene Weise – und zwar gerade indem es die Psychoanalyse grundlegend mit den Sozialwissenschaften verbindet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gegenwärtig findet eine relationale Reformulierung der Psychonalyse statt. Unter Rückgriff darauf wird es erstmals möglich, eine relational transformierte Psychoanalyse auf die seit geraumer Zeit bereits intersubjektiv gewendete Gesellschaftstheorie zu beziehen. So erscheinen auch Theoriekomplexe wie etwa zur Netzwerktheorie oder zum Informationskapitalismus in einem anderen Licht. Diskussionen, z.B. zur Sicherheitsgesellschaft oder zur Gemeinwohlökonomie, erhalten dadurch neue Impulse.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich möchte mein Buch mit allen diskutieren, die es brennend interessiert, oder die es ernsthaft kritisieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die psychosozial maßlosen Struktureffekte der Spätmoderne bergen das Potenzial, die alles bemessende Moderne sozial-emanzipatorisch zu transformieren.

Autor_in(nen)
Daniel Zettler
Buchtitel
Das Maßlose der Spätmoderne Eine Kritische Theorie
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
368
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-5242-0
DOI
10.14361/9783839452424
Warengruppe
1722
BIC-Code
JHBA HPCF JMH
BISAC-Code
SOC026000 PHI040000 PSY031000
THEMA-Code
JHBA QDHR JMH
Erscheinungsdatum
5. Juni 2020
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Psychoanalyse, Mensch
Adressaten
Soziologie, Psychoanalyse, Philosophie, Psychoanalytische Sozialpsychologie, Kritische Theorie, Gesellschaftstheorie, Subjekttheorie
Schlagworte
Spätmoderne, Gesellschaft, Relationalität, Intersubjektivität, Subjekt, Psyche, Sigmund Freud, Hans Loewald, Alfred Lorenzer, Herbert Marcuse, Michael Hardt, Antonio Negri, Mensch, Psychoanalyse, Soziologische Theorie, Kritische Theorie, Sozialpsychologie, Soziologie

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