Glück und Nachhaltigkeit

Subjektives Wohlbefinden als Leitmotiv für nachhaltige Entwicklung

Wie lassen sich Glück und Nachhaltigkeit verbinden? Um die gegenwärtige ressourcenintensive Lebensweise zu überwinden, braucht es neue Leitbilder von subjektivem Wohlbefinden, die das gute Leben jenseits von Produktion und Konsum verorten. Die bisherige Debatte um Suffizienz und Postwachstum ist dabei vor allem von asketischen Idealen geprägt, welche für die Mehrzahl der Menschen nicht attraktiv erscheinen. Als eine vielversprechende Variante entwickelt Jochen Dallmer das Modell eines aufgeklärten Hedonismus, welcher das Streben nach subjektivem Wohlbefinden zu einem Beitrag für Nachhaltigkeit werden lässt.

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2020-06-22, 356 Seiten
ISBN: 978-3-7328-5247-5
Dateigröße: 0.55 MB

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Jochen Dallmer

Jochen Dallmer, freiberuflicher Referent, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema, wird aber oft noch in negativer Weise mit Verzicht assoziiert. Wie sich eine moderne und aufgeklärte Lebensweise mit den Zielen nachhaltiger Entwicklung vereinbaren lässt, ist offen – hier brauchen wir mehr Diskussion ebenso wie praktische Ansätze. Mein Buch ist ein theoretischer Entwurf, wie sich Glück und Nachhaltigkeit zusammen denken lassen und damit ein Beitrag wertvoller zur Debatte.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch entwirft ein Modell des aufgeklärten Hedonismus als vielversprechenden Beitrag für eine nachhaltige Lebensweise. Damit bietet es eine Alternative zu den bestehenden oft normativen und moralisch aufgeladenen Ansätzen einer ökologisch motivierten Askese. Besonders die Frage der Selbstverhältnisse ist interessant, also die Auseinandersetzung mit dem leiblichen Sein und der Bedeutung für das subjektive Wohlbefinden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema Suffizienz muss innerhalb der Nachhaltigkeitsdebatte stärker thematisiert werden. Hier braucht es mehr interdisziplinäre Perspektiven, vor allem zur Frage: Wie wollen wir leben? Mir scheint, dass in der Forschung (und Populärwissenschaft) oft darüber geschrieben wird, wie wir leben sollen und weniger, wie wir leben wollen. Das ist ein relevanter Unterschied. Dabei können viele Formen von Lebenskunst Alternativen zur materialistischen Lebensweise anbieten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Grundlegend diskutiere ich gerne mit allen, die sich für das Thema interessieren. Daher würde ich am liebsten in einer bunt gemischten Runde diskutieren, wie Nachhaltigkeit und Wohlbefinden zusammenpassen. Gerade der Dialog mit Kunst- und Kulturschaffenden ist für mich wichtig und vielversprechend, um unsere Lebensweisen zu hinterfragen und Alternativen zu denken. Das kann dann die Form der Diskussion auch gerne verlassen in einen kreativeren Austausch.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das aufgeklärte Streben nach Glück ist ein Beitrag zu einer nachhaltigen Lebensweise.

Autor_in(nen)
Jochen Dallmer
Buchtitel
Glück und Nachhaltigkeit Subjektives Wohlbefinden als Leitmotiv für nachhaltige Entwicklung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
356
ISBN
978-3-7328-5247-5
DOI
Warengruppe
1735
BIC-Code
JPQB JPW JNA
BISAC-Code
POL044000 POL003000 EDU036000
THEMA-Code
RND JPQB JPW JNA
Erscheinungsdatum
2020-06-22
Themen
Wirtschaft, Leben, Politik, Bildung
Adressaten
Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie, Ökonomie
Schlagworte
Nachhaltigkeit, Glück, Hedonismus, Politik, Philosophie, Postwachstum, Suffizienz, Konsum, Wohlbefinden, Wohlstand, Glücksforschung, Materialismus, Bildung, Umweltpolitik, Zivilgesellschaft, Bildungsforschung, Politikwissenschaft

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