Übersetztes und Unübersetztes

Das Versprechen der Translation und ihre Schattenseiten

Translation verspricht Austausch, wechselseitiges Verstehen und Zusammenhalt zwischen heterogenen Welten von Akteur*innen. Gleichzeitig erweist sie sich jedoch als immanent machtvolles Instrument, um Kontrolle auszuüben und Differenz zu homogenisieren. Translationsprozesse vermögen ebenso zu verbinden wie zu trennen und stoßen dabei stets an die Grenze des Unübersetzbaren. Die Beiträger*innen des Bandes widmen sich diesem Spannungsverhältnis und entwickeln die transdisziplinäre Denkfigur des Un_Übersetzten als potenziellen Raum für Unterdrückung und Verschweigen ebenso wie für Widerstand und Selbstermächtigung.

40,00 € *

2. Dezember 2020, 240 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5249-9

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Nadja Grbic

Nadja Grbic, Universität Graz, Österreich

Susanne Korbel

Susanne Korbel, Universität Graz, Österreich

Judith Laister

Judith Laister, Universität Graz, Österreich

Rafael Y. Schögler

Rafael Y. Schögler, Universität Graz, Österreich

Olaf Terpitz

Olaf Terpitz, Universität Graz, Österreich

Michaela Wolf

Michaela Wolf, Universität Graz, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Im aktuellen, disziplinär wie transdisziplinär geführten Diskurs zum Begriff der Translation fehlen konzeptuelle Beiträge, die sich konsequent, anhand von konkreten, gesellschaftlich relevanten Fallbeispielen und im Streben nach transdisziplinären Momenten der unabdingbaren Wechselbeziehung zwischen dem Übersetzten und dem Unübersetzten widmen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die innovativen Impulse des Buches gründen in der fundierten Konzeption der neuen Denkfigur des Un_Übersetzten. Diese versteht sich als vorläufiges Ergebnis einer konsequenten Diskussion der relationalen Verknüpfungen zwischen Übersetztem und Unübersetztem. Neue Perspektiven eröffnen sich dabei für die Elaborierung von Translationskonzepten in den konkret beteiligten Disziplinen. Gleichzeitig weist das Buch neue Wege der produktiven Übersetzung zwischen den wissenschaftlichen Feldern und darüber hinaus.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Seit jeher beschäftigen sich Forscher_innen diverser Wissenschaftsbereiche mit den Versprechen und Schattenseiten von Übersetzung. Durch die forcierten Prozesse der Globalisierung mit ihrer zunehmenden Zirkulation von Menschen, Sprachen, Ideen und Dingen stellt sich auch die Frage nach Übersetzungsprozessen und damit nach Translationskonzepten in neuer Weise. In dieser intensivierten Debatte positioniert sich das Buch als produktiver Beitrag zur Dynamisierung dichotomer Denkmuster.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zielgruppe sind all jene sozialen Akteur*innen – vor allem aus den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, aber auch aus anderen akademischen und nicht-akademischen Feldern, in denen der Begriff der Translation verwendet wird – die an einer Neuverhandlung dichotomer Konzeptionen im Allgemeinen und jener zwischen Übersetztem und Unübersetztem im Besonderen interessiert sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Am Beginn jeder Übersetzung steht das Un_Übersetzte: Im Spannungsverhältnis mit der Unübersetzbarkeit verbindet und trennt Translation gleichermaßen.

Buchtitel
Übersetztes und Unübersetztes Das Versprechen der Translation und ihre Schattenseiten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
240
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 3 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5249-9
DOI
10.14361/9783839452493
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC
BISAC-Code
SOC022000
THEMA-Code
JBCC
Erscheinungsdatum
2. Dezember 2020
Auflage
1
Themen
Kultur, Postkolonialismus, Soziale Ungleichheit, Sprache
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Jüdische Studien, Komparatistik, Kulturanthropologie, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Postcolonial Studies, Translationswissenschaft, Wissenschaftssoziologie
Schlagworte
Cultural Studies, Gebärdensprache, Humor, Indigene, Interkulturalität, Jüdische Literatur, Konzentrationslager, Kulturwissenschaft, Postkolonialismus, Relational Aesthetics, Resilienz, Science Fiction, Theater, Transkulturalität, Translationskonzepte, Übersetzbarkeit, Unübersetzbarkeit

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