Sprechendes Denken

Essays zu einer experimentellen Kulturwissenschaft

Denken ist immer vermittelt, ja ist Vermittlung von Gegenstand und Reflexion selbst. Moritz Klenk liefert eine Darstellung und Durchführung dieser Dialektik in der schriftlichen Reflexion ihres Gegenstands: dem »sprechenden Denken«. Wie lässt sich das (Selbst-)Gespräch als Mittel der Erkenntnis begreifen? Wie kann ein kulturwissenschaftlicher Begriff des Experimentalsystems entwickelt werden? In welchem Zusammenhang müssen Schreiben und Sprechen als je eigene aber wechselseitig vermittelte Formen der Darstellung und Durchführung von Wissenschaft verstanden werden? Die Essays sind konkreter Versuch einer solchen »experimentellen Kulturwissenschaft«.

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2. April 2020, 220 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5262-8

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Moritz Klenk

Moritz Klenk, Hochschule Mannheim, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es ist Zeit, die Praxis wissenschaftlicher Erkenntnisproduktion von ihrer ideologischen Selbstverpflichtung auf Schrift zu befreien. Unter den dramatischen Veränderungen der Gesellschaft durch aktuelle Medienwechsel braucht es experimentelle Kulturwissenschaft. Mittel und Zugänge kulturwissenschaftlicher Forschung müssen notwendig experimentell, interventionistisch, praktisch entwickelt werden, um die immer flüchtige Gegenwart beobachten und diese Beobachtung erkenntnistheoretisch reflektieren zu können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch entwickelt Überlegungen zu einer experimentellen Kulturwissenschaft und sucht neue, bastelnde, praktische Zugänge einer selbstreflexiven Beobachtung von Gesellschaft und Kultur der Gegenwart, die über das wissenschaftlich selbstverständliche Medium der Schrift hinausgehen. Es wird ein Begriff des Sprechenden Denkens, der kritischen, wissenschaftlichen Methode und Darstellung im Medium des (Selbst-)Gesprächs als kulturwissenschaftliches Experimentalsystem entwickelt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die erkenntnistheoretische und methodisch-praktische, reflexive Kritik von Kultur- und Gesellschaftsbeobachtungen der Gegenwart betrifft alle geistes- und sozialwissenschaftlichen Debatten. Experimentelle Zugänge zu schaffen, Maschinen zur Gegenwartsbeobachtung wie zur Reflexion wissenschaftlicher Produktion von Erkenntnis zu bauen, ist zentrale, kulturwissenschaftliche Arbeit. Für diese Debatten müssen alte und neue Medien (neu) angeeignet werden; auch dafür ist dieses Buch ein Plädoyer.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die an der Entwicklung von kulturwissenschaftlicher Forschung im Medium des Gespräches interessiert sind. Mit experimentell, kritisch-ästhetisch arbeitenden Kultur- und Geisteswissenschaftler*innen, die Darstellung und Durchführung von Erkenntnisproduktion als wechselseitig vermittelt begreifen. Mit allen die überzeugt sind, dass Wissenschaft auch scheitern können muss und Experimente notwendiges Mittel sind. Und schließlich mit all jenen, die erst kritische Wissenschaft als Wissenschaft verstehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Sprechen muss als dem Schreiben gleichwertiges Mittel von Darstellung und Durchführung einer ›experimentellen Kulturwissenschaft‹ entwickelt werden: Wider der stummen Ideologie der Schriftlichkeit.

Autor_in(nen)
Moritz Klenk
Buchtitel
Sprechendes Denken Essays zu einer experimentellen Kulturwissenschaft
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
220
Ausstattung
kart., Klebebindung, 1 SW-Abbildung
ISBN
978-3-8376-5262-8
DOI
10.14361/9783839452622
Warengruppe
1510
BIC-Code
JFC PDA CFA
BISAC-Code
SOC022000 PHI004000 SCI075000 PHI038000
THEMA-Code
JBCC PDA CFA
Erscheinungsdatum
2. April 2020
Auflage
1
Themen
Kultur, Sprache, Wissenschaft
Adressaten
Kulturwissenschaft, Philosophie, Soziologie, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Sprechen, Sprache, Erkenntnis, Experimentalsystem, Dialog, Gespräch, Handlung, Erfahrung, Selbstexperiment, Schrift, Darstellung, Kultur, Wissenschaft, Kulturtheorie, Wissenschaftsphilosophie, Sprachphilosophie, Kulturwissenschaft

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