Sucht & Selbstkonzepte

Biographische Studien zur Heroinabhängigkeit von Musikern in Los Angeles

Getreu dem Motto »Sex & Drugs & Rock'n'Roll« scheint der Konsum von Drogen geradezu prototypisch zum Lifestyle vieler Musiker*innen dazuzugehören. Auffällig ist, dass es immer wieder musikalische Vertreter*innen des Typus »Junkie« sind, die zu Weltstars und Ikonen werden. Doch warum ist dieser Lebenswandel und dabei ausgerechnet der Konsum von Heroin so populär (gewesen)? Durch die Rekonstruktion individueller Lebensgeschichten heroinabhängiger Musiker in Los Angeles bestimmt Melanie Ptatscheck nicht nur sozialpsychologische und musikspezifische Suchtfaktoren. Ebenso zeigt sie auf, durch welche individuellen Bedürfnisse und gesellschaftlichen Narrative die Selbstvorstellungen dieser Musiker geprägt sind.

55,00 € *

2. Oktober 2020, 556 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5268-0

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Melanie Ptatscheck

Melanie Ptatscheck, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Das Thema ist bisher durch viel Mythen, aber wenige Fakten und theoretische Kontexte gekennzeichnet. Das Buch bringt endlich Fakten, aber auch emotionale Einblicke in ein bisweilen romantisiertes oder dämonisiertes Feld der Musikkultur.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Aufgrund des schwierigen und für beide Seiten nicht risikofreien gemeinsamen Weges eröffnet es den Lesenden tiefe Einblicke in Prozesse der Suchtentstehung und den Umgang mit den sich hieraus ergebenden Selbst-Konzepten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es liegen bisher keine derart dichte Beschreibungen der biographischen Kontexte ehemals heroinabhängiger Musiker*innen vor. Weiterhin fördert die aufwendige Methode den Lesenden dazu heraus, sich mit in die Rekonstruktion der Lebenswege hinein zu begeben, alternative Entwicklungen zu antizipieren und dann wieder der erzählten oder erlebten Geschichte der Musiker*innen zu folgen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Fans und Musiker*innen, die Sucht verharmlosen oder romantisieren. Mit Forschenden, die es für unmöglich hielten, solch dichte Beschreibungen in die Diskurse der Popular Music Studies einzubringen. Mit dem Musiker John Frusciante, der als größte Inspiration für dieses Buch gilt.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Eine teils überraschende, teils niederschmetternde Reise durch die Lebenswege von Menschen, die irgendwann von Musiker*innen zu ›Junkies‹ wurden.

O-Ton: »Von Charlie Parker bis Cloud Rap« – Melanie Ptatscheck bei Deutschlandfunk Kultur am 16.11.2020.
http://bit.ly/36Hn6nB
Autor_in(nen)
Melanie Ptatscheck
Buchtitel
Sucht & Selbstkonzepte Biographische Studien zur Heroinabhängigkeit von Musikern in Los Angeles
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
556
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5268-0
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA AVGP JFCA JHBC
BISAC-Code
MUS020000 SOC022000 SOC019000
THEMA-Code
AVA AVLP JBCC1 JHBC
Erscheinungsdatum
2. Oktober 2020
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Popkultur, Musik
Adressaten
Popular Music Studies, Musikwissenschaft, Sozialwissenschaft, Soziologie, Ethnologie, Gesundheitswissenschaft, Public Health, Psychologie, Kommunikationswissenschaft, Suchtforschung
Schlagworte
Heroin, Musiker*innen, Selbstkonzept, Sucht, Los Angeles, Junkie, Lebensstil, Ikone, Biographieforschung, Musik, Popkultur, Gesellschaft, Popmusik, Qualitative Sozialforschung, Cultural Studies, Musikwissenschaft

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