Die Emotionalisierung des Politischen

Nie war das Politische frei von Emotionen, jedoch scheint ihre Quantität und Geltung in der politischen Sphäre der Gegenwart stetig zuzunehmen. Hinweise darauf sind die zunehmende Präsenz emotionaler Debatten im medialen Bereich wie auch im alltäglichen Umgang miteinander. Ein Blick in die Zeitung oder in soziale Netzwerke scheint zu genügen, um zu erfahren, welchen Stellenwert Emotionen und Affekte in Diskussionen über politische Entscheidungen oder Problemstellungen einnehmen. Ob und inwiefern es eine signifikante Zunahme der Rolle der Emotionen im Bereich des Politischen gibt, erörtern die Beitragenden des Bandes mit unterschiedlichen Perspektiven.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Einleitung: Vom Aufschrei bis zur gestalterischen Teilhabe – Emotionen und Politik

    Seiten 9 - 16
  4. 1. Emotionen & Politik – historische Perspektiven

    Eine Frage des Gefühls

    Seiten 19 - 44
  5. Ein demokratisches Puppentheater?

    Seiten 45 - 48
  6. »Erklärt doch die Esel durch Volksbeschluss für Pferde!«

    Seiten 49 - 66
  7. Die Dialektik politischer Emotionalisierung und Entemotionalisierung

    Seiten 67 - 72
  8. 2. Konfrontative Emotionen – Politische Teilhabe mit unerwünschten Mitteln

    Erlaubte und verbotene Aggressionsaffekte im öffentlichen Raum

    Seiten 75 - 98
  9. Normalisierte Verachtung und verachtende Normalität

    Seiten 99 - 106
  10. Affektiv, authentisch, autoritär?

    Seiten 107 - 136
  11. Zur Diskurstauglichkeit des Authentischen

    Seiten 137 - 142
  12. Patriotische Erregung oder Friedhofsruhe des rationalen Diskurses?

    Seiten 143 - 170
  13. Eine Diskursethik der Lebenswelt und eine Spur Existenzialismus

    Seiten 171 - 174
  14. Emotionalisierung als Entgrenzung des sozialen Kriegszustands

    Seiten 175 - 194
  15. Kommentar zu Rafael Rehm »Emotionalisierung als Entgrenzung des sozialen Kriegszustands. Der Kriegszustand des Politischen als Transmitter der Emotionalisierung«

    Seiten 195 - 200
  16. 3. Emotionen & Ratio – Die Frage nach einem adäquaten Verhältnis

    Sagen oder zeigen?

    Seiten 203 - 230
  17. Darstellende Praxis in Theorie und Alltag

    Seiten 231 - 234
  18. Zwischen Verrohung und Sensibilisierung

    Seiten 235 - 258
  19. Kommentar zu Lucas von Ramin »Zwischen Verrohung und Sensibilisierung. Chancen einer Emotionalisierung des Politischen bei Richard Rorty und Zygmunt Bauman«

    Seiten 259 - 262
  20. Wie Hass und Gewalt sich begrifflich ausdehnen

    Seiten 263 - 278
  21. Die Dystopie des fraglosen Verstehens

    Seiten 279 - 284
  22. Die Empörung der Anständigen und der Hass der Verratenen

    Seiten 285 - 306
  23. Von der Empörung zur Praxis – Ein Plädoyer

    Seiten 307 - 318
  24. 4. Konkrete Verwendung von Emotionen im Politischen – Eine empirische Analyse

    Instrumentalization of Emotion During the 2016 U.S. Presidential Election

    Seiten 321 - 372
  25. Kommentar zu Sheena F. Bartscherer »Instrumentalization of Emotion During the 2016 U.S. Presidential Election – A Neopragmatist Analysis of the Presidential Nominees' Media Communication«

    Seiten 373 - 376
  26. Autor:inneninformation

    Seiten 377 - 384
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40,00 € *

12. April 2021, 384 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5278-9

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Paul Helfritzsch

Paul Helfritzsch, Universität Wien, Österreich

Jörg Müller Hipper

Jörg Müller Hipper, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wirft man einen Blick auf die Form, in der Debatten in der Politik und über politische Themen geführt werden, so drängt sich die Frage nach der Bedeutung der Emotionen für diesen Bereich förmlich auf; wer im Bereich des Politischen Emotionen keine Bedeutung beimisst, kann diesen nur beschränkt verstehen. Wege zu beschreiben, dieser Bedeutsamkeit Rechnung zu tragen, ist das Ziel dieses Buches.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im Sammelband wird dasjenige zum Thema der Analyse politischer Abläufe, was in der gesellschaftlichen Debatte häufig noch als Störfaktor des Politischen gilt: die Emotionalität. So werden Phänomene wie Populismus und Diskursverschiebungen ebenso wie Gesellschaftsanalysen mit besonderem Blick auf die Emotionalität unvoreingenommen analysiert und deren nicht ›nur‹ störende, sondern fundamentale Bedeutung für das Politische offengelegt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Durch den Sammelband wird sowohl methodisch als auch inhaltlich versucht, einen Blick auf die weit verzweigte Forschung zu Emotionen und ihren Bezug auf das Politische zu werfen und diese Verzweigungen miteinander ins Gespräch zu bringen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit all jenen, die sich für das Thema der Emotionalisierung des Politischen interessieren und Emotionen nicht nur als leidiges, abzuschüttelndes Beiwerk für das Politikgeschäft verstehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Hier zeigen sich vielfältige Stimmen zur Bedeutung der Emotionen im Politischen; alle nehmen diese als wichtige Darstellungsformen im Politischen ernst.

Autor_in(nen)
Paul Helfritzsch / Jörg Müller Hipper (Hg.)
Buchtitel
Die Emotionalisierung des Politischen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
384
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 16 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5278-9
DOI
10.14361/9783839452783
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPS JPA JHB
BISAC-Code
PHI019000 POL010000 SOC026000
THEMA-Code
QDTS JPA JHB
Erscheinungsdatum
12. April 2021
Auflage
1
Themen
Politik
Adressaten
Philosophie, Affekttheorie, Soziologie, Politikwissenschaft
Schlagworte
Emotion, Politik, Rationalität, Populismus, Affekt, Gewalt, Macht, Migration, Schuld, Wahrheit, Authentizität, Diskurs, Medien, Philosophie, Politische Philosophie, Politische Theorie, Politische Soziologie, Sozialphilosophie

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