Claude Cahuns Poesie des Objekts

Über das infizierende Nachleben von Fotografien

Ihre fotografischen Selbstportraits aus den 1930er Jahren machten Claude Cahun zu einer queeren Ikone. Nur den wenigsten dürfte jedoch bekannt sein, dass sie auch eine leidenschaftliche Objektkünstlerin war, die ihre Praxis zudem in Schriften reflektierte. Ihre Objekte haben in Form von Fotografien überdauert, doch was ist eigentlich gemeint, wenn hier von Objekten gesprochen wird? Objekte, Fotografien der Objekte oder noch etwas anderes? Kat Lawinia Gorska fasst die unterschätzten Aspekte Claude Cahuns künstlerischer und schriftstellerischer Tätigkeit aus einer medienphilosophischen Perspektive ins Auge und wirft auf diese Weise ein völlig neues Licht auf die Künstlerin.

39,99 € *

7. Dezember 2020, 238 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5280-6
Dateigröße: 23.3 MB

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Kat Lawinia Gorska

Kat Lawinia Gorska, Ruhr-Universität Bochum, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Fotografie ist ein faszinierendes Medium, das schon früh viel Anlass zur Reflexion und Theoriebildung gegeben hat. Auch mich zog die Fotografie in ihren Bann. Besonders spannend wird das Medium im Kontext queer-feministischer Fragestellungen. Claude Cahun nutzte die Fotografie auf unterschiedliche Weise und gerade diese Vielfalt war für mich ein Ansporn, mich mit ihren Arbeiten auseinanderzusetzen – und zugleich eine Herausforderung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch wendet sich Seiten von Claude Cahun zu, die bislang kaum bekannt sind, nämlich ihrer Tätigkeit als Objektbildnerin und als Theoretikerin. Ich zeige auf, wie sich die beiden Tätigkeiten verzahnten und wie essenziell sie für Cahun selbst waren. Auf diese Weise kommen ihr künstlerische Qualitäten zu, die bisher nicht beachtet wurden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die in den späten 80er Jahren aufgekommene Cahun-Forschung konzentriert sich auf ihre Selbstportraits und ihre Biografie. Durch meinen medienwissenschaftlichen Zugang wird der Forschungsfokus verschoben. Meine Aufmerksamkeit gilt den Arbeiten als Fotografien, ihrer Materialität und der Überlegung, was es für die Interpretation der Arbeiten bedeutet, dass es sich um Fotografien handelt. Dies ist eine spannende Frage, die nicht zuletzt auch für die kunsthistorische Forschung von Belang sein kann.

4. Ihr Buch in einem Satz:

Claude Cahun als Dichterin des Objekts neu entdeckt!

Autor_in(nen)
Kat Lawinia Gorska
Buchtitel
Claude Cahuns Poesie des Objekts Über das infizierende Nachleben von Fotografien
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
238
Ausstattung
51 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5280-6
DOI
10.14361/9783839452806
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFD AJ ACX
BISAC-Code
SOC052000 PHO005000 ART015110 ART015000
THEMA-Code
JBCT AJ AGA
Erscheinungsdatum
7. Dezember 2020
Themen
Fotografie, Kunst
Adressaten
Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Fototheorie, Queer Studies
Schlagworte
Claude Cahun, Fotografie, Kunst der Moderne, Frankreich, Feminismus, Gender Studies, Körper, Surrealismus, Lesbismus, Objet Trouvé, Objektkunst, Kommunismus, Anorexie, Kunst, Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Kunstwissenschaft

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