Der komponierte Raum: Luigi Nonos »Prometeo, tragedia dell'ascolto«

Raum kann integraler Bestandteil einer Komposition sein – davon handelt der dritte Teil der Trilogie zum hörbaren Raum und seiner Technologie. Im Mittelpunkt der Studie steht mit Nonos Prometeo eine der bekanntesten und komplexesten Raumkompositionen des 20. Jahrhunderts. Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Rekonstruktion des hörbaren Klangs der im speziellen Holzbau von Renzo Piano verteilt aufgestellten Musiker, Sänger und Lautsprecher bei der Uraufführung 1985. Die Analyse der Raum-Klang-Verhältnisse zeigt, dass die elf Teile des Prometeo aus sich ständig wandelnden Raumklangskulpturen bestehen, die mit den Texten aus Massimo Cacciaris Libretto interagieren.

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24. August 2020, 270 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5293-2

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Martha Brech

Martha Brech, Technische Universität Berlin, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Im Buch geht es um das relativ selten behandelte Thema des Raums als kompositorischer Parameter. Es werden einige grundsätzliche Fragen zur Entstehung von Raum mit Klang und den dazu verwendbaren bzw. bereits verwendeten akustischen und elektroakustischen Mitteln behandelt. Den Schwerpunkt bildet die Analyse der Raumaspekte von Luigi Nonos ›Prometeo‹ auf der Basis einer vorangegangenen Aufführungsrekonstruktion. Sie ergibt, dass Nono Raum, Text und Klang gleichwertig behandelt und kompositorisch zu einem komplexen, sinntragenden Klanggebilde verwebt hat.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Analyse des Raums im ›Prometeo‹ zeigt neue, bisher nicht bekannte Aspekte dieser Komposition. Das dafür entwickelte Raum-Klang-Analysesystem und die graphische Raumnotation sind zwar sehr speziell auf den ›Prometeo‹ bezogen, sie zeigen aber auch Wege auf, wie man sich analytisch anderen live-elektronischen Raumkompositionen nähern kann, selbst wenn sie von anderen Komponisten stammen und anderen Konzepten und Raumvorstellungen folgen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die lebhafte, aber stark von verschiedenen theoretischen Ansätzen geprägte Debatte zum Thema Raum in der Musik erhält mit diesem Buch einen phänomenologisch-analytischen Beitrag. Weiterhin tragen die Ergebnisse zu den Arbeiten und Diskussionen um Nonos persönlichen Kompositionsstil, seinen Klangvorstellungen und seinem Wissen von Akustik und Elektroakustik bei.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Das Buch ist an Musik- und Medienwissenschaftler_innen, Nono-Spezialist_innen, Komponist_innen von Raummusik und alle an der Thematik Interessierte adressiert.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Am ›Prometeo‹ von Luigi Nono erweist sich, dass Raum mit klanglichen und live-elektronischen Mitteln als tragender und sinnhafter Parameter komponiert werden kann.

Autor_in(nen)
Martha Brech
Buchtitel
Der komponierte Raum: Luigi Nonos »Prometeo, tragedia dell'ascolto«
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
270
Ausstattung
kart., Klebebindung, 94 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8376-5293-2
DOI
10.14361/9783839452936
Warengruppe
1591
BIC-Code
AVA JHB RGC
BISAC-Code
MUS020000 SOC026000
THEMA-Code
AVA JHB RGC
Erscheinungsdatum
24. August 2020
Auflage
1
Themen
Klang, Kulturgeschichte, Musik
Adressaten
Elektroakustische Musik, Raumkomposition, Luigi Nono, Prometeo, Renzo Piano, Massimo Cacciari, Raum, Klang, Text, Komposition
Schlagworte
Elektroakustische Musik, Raumkomposition, Luigi Nono, Prometeo, Renzo Piano, Massimo Cacciari, Raum, Klang, Text, Komposition, Musik, Kulturgeschichte, Musikwissenschaft, Musikgeschichte

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