Nationale Hoffnung und konservative Enttäuschung

Zum Wandel des konservativen Nationenverständnisses nach der deutschen Vereinigung

Konservativ, nationalbewusst, rechts – diese Kategorien verschwimmen zusehends, da rechtspopulistische Protagonist*innen eifrig darauf bedacht sind, aus taktischen Erwägungen als eine nicht näher definierte »bürgerliche Mitte« zu erscheinen. Der offenbar immer noch in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptierte Begriff des Konservativen wird vielfältig benutzt, um national-chauvinistische Inhalte zu verschleiern. Florian Finkbeiner zeigt mit seiner Untersuchung konservativer Intellektueller im Zuge der deutschen Vereinigung von den 1980er zu den 1990er Jahren exemplarisch auf, wie es hierzu kommen konnte. Mit dieser Begriffsgeschichte des Konservatismus liefert er spannende Einsichten auch für die gegenwärtige politische Lage.

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22. Juni 2020, 520 Seiten
ISBN: 978-3-7328-5321-2
Dateigröße: 1.15 MB

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Florian Finkbeiner

Florian Finkbeiner, Georg-August-Universität Göttingen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Wer verstehen will, wieso immer wieder Verbindungen zwischen Konservatismus und Rechtsradikalismus entstehen, wie wir es aktuell bei dem Phänomen AfD sehen, der muss zunächst die Entwicklungen des bundesdeutschen Konservatismus kennen, um dessen politische Tendenzen einordnen zu können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch fragt danach, ob es ›den‹ Konservatismus heute überhaupt noch geben kann und was Konservatismus eigentlich bedeutet – und zwar aus einer ideengeschichtlichen und politisch-kulturellen Perspektive, indem der strukturelle Wandel der gesellschaftlichen Bedingungen, wie des Verhältnisses von Konservatismus zu Nation, untersucht wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Viel zu oft werden Konservatismus und Nation zusammengedacht. Das Buch zeigt, wie sich diese politisch-theoretischen Kategorien erst vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen zwischen den 1980er und 1990er Jahren angenähert haben. Indem die Studie die Ursachen für den Weg des Konservativen zum Nationalen dokumentiert, zeigt sie auch die Aporie der konservativen Selbstlegitimation auf.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die sich für politisch-kulturelle Entwicklungen in der Gesellschaft interessieren und verstehen wollen, wie historisch bedingt scheinbar feststehende Grenzlinien politischer Lager eigentlich sind.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch erklärt den strukturellen Wandel des politischen Konservatismus von den 1980er zu den 1990er Jahren.

Autor_in(nen)
Florian Finkbeiner
Buchtitel
Nationale Hoffnung und konservative Enttäuschung Zum Wandel des konservativen Nationenverständnisses nach der deutschen Vereinigung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
520
ISBN
978-3-7328-5321-2
DOI
10.14361/9783839453216
Warengruppe
1733
BIC-Code
JPF JPL JPFQ
BISAC-Code
POL042000 POL015000 POL042030
THEMA-Code
JPF JPL JPFQ
Erscheinungsdatum
22. Juni 2020
Themen
Gesellschaft, Politik, Kulturgeschichte
Adressaten
Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichtswissenschaft
Schlagworte
Konservatismus, Nationalismus, Rechtsradikalismus, Ideologiekritik, Traditionalismus, Parteien, Protest, Deutsche Vereinigung, Bürgerliche Mitte, Politik, Kulturgeschichte, Gesellschaft, Politische Theorie, Politische Parteien, Rechtsextremismus, Zeitgeschichte, Politikwissenschaft, Politische Ideologien

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