Monströse Ordnungen und die Poetik der Liminalität

Terézia Moras Romantrilogie »Der einzige Mann auf dem Kontinent«, »Das Ungeheuer« und »Auf dem Seil«

Das Phänomen der Grenze gehört zu den großen Fragen der Menschheit. Erika Hammer interessiert sich für ihre thematische und poetologische Qualität als Raum des Übergangs, als liminale Zone. Am Beispiel der Romantrilogie von Terézia Mora stellt sie dar, dass diese Zone in posttraditionellen Gesellschaften der Gegenwart omnipräsent wird, kein Außen hat und als permanente Liminalität zu verstehen ist. An Nicht-Orten der Grenzen von Ordnungen entstehen so monströse Figurationen. Mit diesem Ansatz befragt sie die Romane um den Protagonisten Darius Kopp danach, wie durch narrative und sprachliche Gestaltung Monstrosität inszeniert wird und wie durch intertextuelle und intermediale Grenzüberschreitungen Text-Monstra entstehen.

65,00 € *

5. August 2020, 382 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5330-4

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Erika Hammer

Erika Hammer, Universität Pécs, Ungarn

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Terézia Mora gehört zu den wichtigsten Vertretern der Gegenwartsliteratur, dies ist jedoch die erste Monographie, die das Schaffen der Autorin unter die Lupe nimmt. Mora beschreibt in ihren Büchern unsere Gegenwart und trägt dazu bei, die Krisen, die Übergänge, die Unsicherheiten besser verstehen zu können. Mein Buch befragt, wie der ›kleine Mann‹ sich in einer Welt des steten Wandels durchschlägt und erkundet, welche kulturellen Modelle und Praxen er bemüht, um seinen Weg gehen zu können.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In meiner theoretisch angelegten Studie schlage ich ein Konzept zur Deutung der Texte Moras vor, das sowohl für die inhaltlich-motivischen als auch für die ästhetisch-poetologischen Zusammenhänge geltend hemacht werden kann. Das Buch diskutiert nicht nur die Arbeits- und Lebenswelten der Romanfiguren, sondern nimmt die Texte Moras auch in ihrer ästhetischen Komplexität wahr. Es wird eine profunde wissenschaftliche Beschäftigung mit romanpoetologischen, sprach- und medientheoretischen Fragen dargelegt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Band bietet einen neuen und interdisziplinären Zugang zu der Prosa Moras. Mein Buch befragt die Romantrilogie mit exemplarischen Einzeltextanalysen auf Liminalität und Monstrosität hin und deckt damit mögliche Poetiken des Übergangs auf. Diese theoretischen Annäherungen stellen in der Forschung auch insofern ein Novum dar, dass es kaum literarische Analysen gibt, die die Theorie vom Liminalem und Monströsen als Basis haben.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit der männlichen Hauptfigur der Trilogie, denn er scheint seine Welt überhaupt nicht zu verstehen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ich versuche im Sinne des Monströsen Moras Ungeheuern auf die Spur zu kommen.

»Für Leserinnen und Leser mit einer soliden Kenntnis der Primärtexte sind Hammers erhellende Interpretationen und Ausführungen zum Liminalen jedoch sehr inspirierend und bieten vielfache Anknüpfungspunkte für weitere Forschungen.«
Lena Wetenkamp, www.literaturkritik.de, 15.10.2020
Autor_in(nen)
Erika Hammer
Buchtitel
Monströse Ordnungen und die Poetik der Liminalität Terézia Moras Romantrilogie »Der einzige Mann auf dem Kontinent«, »Das Ungeheuer« und »Auf dem Seil«
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
382
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5330-4
DOI
10.14361/9783839453308
Warengruppe
1563
BIC-Code
DSB DSA
BISAC-Code
LIT004170 LIT006000 LIT000000
THEMA-Code
DSB DSA
Erscheinungsdatum
5. August 2020
Auflage
1
Themen
Kultur, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Anthropologie, Soziologie
Schlagworte
Terézia Mora, Darius Kopp, Liminalität, Medialität, Intertextualität, Literatur, Grenze, Ökonomik, Sprache, Medienästhetik, Raum, Kultur, Germanistik, Literaturtheorie, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft

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