Religion in der Schule

Pädagogische Praxis zwischen Diskriminierung und Anerkennung

Vom Religionsunterricht und Kopftüchern über Prüfungen am Schabbat und Sport während des Ramadan bis hin zu antisemitischem Mobbing und antimuslimischer Diskriminierung – Religion kommt in der Schule schon deshalb vor, weil religiöse Menschen in der Schule lernen, lehren und leben. Um den Unterricht und das Schulleben gut und gerecht für alle zu gestalten, bedarf es interdisziplinärer Reflexionen, in denen unterschiedliche Erfahrungen aus der Praxis ebenso wie wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengeführt werden. Die Beiträger*innen des Bandes liefern hierzu eine umfassende und multiperspektivische Analyse.

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3. September 2020, 432 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5355-7

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Joachim Willems

Joachim Willems, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Religion ist in der Schule, weil religiöse Menschen in der Schule sind – sie arbeiten, lernen, unterrichten, verbringen einen Teil ihres Lebens dort. Damit sind auch Religionen in der Schule. Denn wir leben ja in einer religiös-weltanschaulich pluralen Gesellschaft. Das kann bereichernd sein oder konflikthaft, wie jedes Zusammenleben. Um gerechte, für alle Beteiligten gute Formen des Zusammenlebens zu finden, sollte man sich Gedanken machen. Das tun die Verfasserinnen und Verfasser dieses Buches.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch eröffnet viele und sehr unterschiedliche Perspektiven auf das Thema: Einige Beiträge sind stärker aus der Forschung heraus verfasst, andere kommen aus ganz verschiedenen praktischen Arbeitsfeldern. Von der Schule über die Hochschulleitung bis zur Beratungsstelle gegen Diskriminierung; aus den Rechts- und Erziehungswissenschaften, verschiedenen Theologien, der Sozialanthropologie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Rede über Religion ist häufig ein Mittel, um (vermeintliche) Fremdheit zu markieren: Interessanterweise interessieren sich die Fächer außerhalb der christlichen Theologien in der Regel weitaus häufiger für den Islam als für das Christentum, und der Islam wird vor allem verbunden mit dem Großthema Migration und mit Zuschreibungen kultureller oder ethnischer Differenz. Durch die vielfältigen Perspektiven in diesem Buch werden solche Debatten erweitert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen Menschen, die in ihren Schulen kreative und konstruktive Umgangsformen mit religiös-weltanschaulicher Diversität suchen und entwickeln; mit Wissenschaftlerinnen, die aus ihren unterschiedlichen Fächern heraus weiterführende Kritik an den Beiträgen des Buches äußern; mit Bildungspolitikern und Richterinnen, die den Rahmen für den Umgang mit Religion in der Schule abstecken.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Viele Gedanken dazu, wie man mit Religion in einer religiös-weltanschaulich diversen Schule angemessen umgehen kann – und was ›angemessen‹ dabei bedeutet.

Autor_in(nen)
Joachim Willems (Hg.)
Buchtitel
Religion in der Schule Pädagogische Praxis zwischen Diskriminierung und Anerkennung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
432
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-5355-7
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA JFSR
BISAC-Code
EDU040000 EDU036000 SOC039000
THEMA-Code
JNA JBSR
Erscheinungsdatum
3. September 2020
Auflage
1
Themen
Religion, Soziale Ungleichheit, Bildung
Adressaten
Erziehungswissenschaft, Rechtswissenschaft, Theologie, Religionswissenschaft, Soziologie, Ethnologie
Schlagworte
Schule, Religionsunterricht, Diskriminierung, Migrationsgesellschaft, Interreligiösität, Religionspolitik, Recht, Antisemitismus, Rassismus, Intrareligiöses Lernen, Antimuslimischer Rassismus, Diversität, Lehrer*innenbildung, Hamburger Weg, Religionslosigkeit, Bildung, Religion, Soziale Ungleichheit, Bildungstheorie, Bildungsforschung, Religionssoziologie, Religionswissenschaft, Pädagogik

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