Praxeologie in der Historischen Bildungsforschung

Möglichkeiten und Grenzen eines Forschungsansatzes

Wie lassen sich Praktiken in bildungshistorischen Zusammenhängen erschließen? Die Beiträger*innen aus der Erziehungs- und Geschichtswissenschaft sowie aus der Ethnologie und Soziologie nähern sich dieser Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen der Praxeologie interdisziplinär an. Im Zentrum stehen dabei pädagogisch relevante Routinen und Rituale sowie Eigensinn und Praxisverflechtungen. Ihnen wird anhand umfangreicher Quellenanalysen mit Blick auf Lehrer*innenseminare, Studium, Schule, Vereine und Kindergärten nachgespürt. Indem die Vielfalt an Praktiken und Kontexten mit forschungspragmatischen Überlegungen verbunden wird, werden die Facetten der Praxeologie veranschaulicht und diskutiert.

48,00 € *

17. September 2020, 330 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5374-8

Sofort versandfertig,
Lieferzeit 3-5 Werktage innerhalb Deutschlands

* = Preise inkl. Mehrwertsteuer. Deutschsprachige Bücher = gebundener Ladenpreis, fremdsprachige Bücher = unverbindliche Preisempfehlung. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details.

Weiterempfehlen

Andreas Hoffmann-Ocon

Andreas Hoffmann-Ocon, Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz

Andrea De Vincenti

Andrea De Vincenti, Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz

Norbert Grube

Norbert Grube, Pädagogische Hochschule Zürich, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die praxeologische Perspektive ist in der Bildungsgeschichte zusehends etabliert. Mit ihr kann man Beständigkeit und Wandel von vergangenen alltäglichen Handlungsroutinen und verschiedenen Wissen nachspüren. Viel weniger etabliert ist eine Auseinandersetzung über forschungspraktische Fragen, etwa: wie lassen sich mit bestimmten historischen Quellen nicht-intentionale Handlungen praxeologisch analysieren, ohne Akteure zu ignorieren? Diese leistet der Band anhand von vielfältigen Beiträgen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Entlang von Fallstudien befassen sich die Beiträge aus verschiedenen Forschungstraditionen und disziplinären Prämissen heraus mit dem eigenen methodologischen und methodischen Erkenntnisprozess, um Möglichkeiten und Grenzen praxeologischer Forschung auszuloten. Die Materialnähe und konzeptionellen Reflexionen der einzelnen Beiträge fördern eine realistische Auffassung darüber, inwieweit der facettenreichen Praxeologie ein ›Werkzeugcharakter‹ in der historischen Bildungsforschung zukommen kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Sich auf das ›Heranzoomen‹ an einzelne pädagogische Praktiken und das ›Mikrologische‹ im Forschungsprozess einzulassen, gerade in Ergänzung zu politikgeschichtlichen Perspektiven, die eher das Übergeordnete durchmessen wollen, kann für alle Seiten einen anregenden Erkenntnisgewinn bedeuten. So können unerwartete Befunde die praxeologische Frageperspektive weiter anreichern und routinisierte pädagogische Handlungen in ihren jeweiligen historischen Alltagskontexten deutlicher hervortreten lassen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit größten Skeptiker*innen historisch-praxeologischer Forschung! Wenn man über Jahre hinweg einer Perspektive folgt, ist die Debatte mit Forschenden wichtig, denen der eigene Ansatz nicht sofort als Gewinn erscheint. Womöglich ergäbe sich aus diesem Gespräch etwas, wovon man sagen könnte, dass es den eigenen Entwurf von Praxeologie in Frage stellt. Allerdings könnten solche Diskussionen den Charakter unseres Buches stärken, auf keine praxeologische ›unité de doctrine‹ abzuzielen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Erkenntnischancen der Praxeologie in der historischen Bildungsforschung diskutiert dieser Band anhand von konzeptionell reflektierten Fallbeispielen.

Buchtitel
Praxeologie in der Historischen Bildungsforschung Möglichkeiten und Grenzen eines Forschungsansatzes
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
330
Ausstattung
kart.
ISBN
978-3-8376-5374-8
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA HBTB
BISAC-Code
EDU016000 EDU040000 HIS054000
THEMA-Code
JNB JNA NHTB
Erscheinungsdatum
17. September 2020
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Bildung
Adressaten
Historische Bildungsforschung, Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaften
Schlagworte
Praxeologie, Methodologie, Bildungsgeschichte, Alltag, Pädagogische Routinen, Bildung, Kulturgeschichte, Bildungstheorie, Pädagogik

Unsere Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen bereitzustellen.

Datenschutzerklärung