Die Staufer in der populären Geschichtskultur

Ein Rezeptionspanorama seit den 1970er Jahren

Die Erinnerungen an die Staufer sind für die deutschsprachige Geschichtskultur bis 1945 gut untersucht. Jüngste Erzählungen sind bislang in der Forschung jedoch nicht thematisiert worden. Am Beispiel von Stauferstädten und den zwei großen Stauferausstellungen – 1977 in Stuttgart und 2010/11 in Mannheim – untersucht Isabelle Luhmann, wie die Staufer ab den 1970er Jahren bis in die Gegenwart auf verschiedenen räumlichen Erinnerungsebenen und in unterschiedlichen Medien der Populärkultur thematisiert wurden. Sie legt dar, welche geschichtskulturellen Funktionen diese Darstellungen erfüllten, und liefert damit ein Panorama der jüngsten Stauferrezeption.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seite 1
  2. Editorial

    Seiten 2 - 4
  3. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  4. Vorwort

    Seiten 9 - 10
  5. 1. Einleitung

    Seiten 11 - 30
  6. 2. Geschichtskulturen als Ausdruck des gelebten Geschichtsbewusstseins

    2.1 Museen als Orte der Geschichtskultur

    Seiten 37 - 38
  7. 2.2 Städte als Orte der Geschichtskultur

    Seiten 38 - 44
  8. 2.3 Jüngste Trends: Die Formierung eines europäischen Gedächtnisses

    Seiten 44 - 45
  9. 2.4 Vom Elfenbeinturm in die Praxis: Eine Begriffsbestimmung der Angewandten Geschichte

    Seiten 45 - 48
  10. 3. Mittelalter- und Stauferbilder in ihrer geschichtskulturellen Bedeutung seit dem 19. Jahrhundert

    3.1 Die Dynastie der Staufer – eine kurze Geschichtsstunde

    Seiten 49 - 61
  11. 3.2 Rezeptionen der staufischen Geschichte vom 19. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieg

    Seiten 61 - 71
  12. 3.3 Die Staufer nach 1945: Gefallene Nationalhelden, Großväter Europas und Fantasy-Ritter

    Seiten 71 - 79
  13. 3.4 Mittelalter- und Stauferrezeptionen in den verschiedenen Genres der populären Geschichtskultur

    Seiten 79 - 100
  14. 3.5 Die Staufer im kulturellen Gedächtnis der Nation – Ein Fazit

    Seiten 100 - 102
  15. 4. Die Staufer in den historischen Ausstellungen 1977 und 2010/2011

    4.1 Methodische Vorbemerkungen: Das Museum als Quelle

    Seiten 103 - 106
  16. 4.2 »Die Zeit der Staufer. Geschichte – Kunst – Kultur« 1977 in Stuttgart: Auftakt des Geschichtsbooms

    Seiten 107 - 128
  17. 4.3 »Die Staufer und Italien. Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa« 2010/2011 in Mannheim

    Seiten 128 - 156
  18. 5. Geschichte als Label: Das Phänomen Stauferstadt und das Stammland der Staufer

    5.1 Städte in der Stauferzeit

    Seiten 157 - 159
  19. 5.2 Was heißt Stauferstadt? Spurensuche nach einem geschichtskulturellen Konstrukt

    Seiten 160 - 166
  20. 5.3 Umgang mit dem historischen Erbe: Staufer- und Barbarossastädte im Überblick

    Seiten 166 - 180
  21. 5.4 »Unser Land – Stauferland«: Staufertraditionen rund um den Hohenstaufen

    Seiten 180 - 193
  22. 5.5 Methodische Annäherungen: Wie untersucht man Geschichte als Label?

    Seiten 193 - 200
  23. 6. Die Älteste Stauferstadt Schwäbisch Gmünd

    6.1 Stadt im Wandel: Stadtgeschichte und Geschichtsbewusstsein Schwäbisch Gmünds

    Seiten 201 - 210
  24. 6.2 Das Label Älteste Stauferstadt: Die Präsenz staufischer Geschichte im Stadtbild

    Seiten 210 - 225
  25. 6.3 Events zur staufischen Geschichte in Schwäbisch Gmünd

    Seiten 225 - 268
  26. 6.4 Staufervereine in Schwäbisch Gmünd: Der Verein Staufersaga

    Seiten 268 - 274
  27. 6.5 Staufische Geschichte in Schwäbisch Gmünd

    Seiten 274 - 278
  28. 7. Die Hohenstaufenstadt Göppingen

    7.1 Stadt im Wandel: Stadtgeschichte und Geschichtsbewusstsein Göppingens

    Seiten 279 - 294
  29. 7.2 Das Label Hohenstaufenstadt: Die Präsenz staufischer Geschichte im Stadtbild

    Seiten 294 - 314
  30. 7.3 Stauferführungen und der Erinnerungsort Hohenstaufen seit dem Stauferjahr 1977

    Seiten 314 - 327
  31. 7.4 Staufervereine in Göppingen: Die Gesellschaft für staufische Geschichte

    Seiten 328 - 339
  32. 7.5 Die Stadt Göppingen und ihre staufische Geschichte

    Seiten 340 - 344
  33. 8. Transnationale staufische Geschichtskultur

    8.1 Erinnerungen an die Staufer in Italien: Vom feindlichen Invasor im Risorgimento zum Puer Apuliae im 21. Jahrhundert

    Seiten 345 - 353
  34. 8.2 La Gemellaggio Goeppingen – Foggia: staufische Geschichte als Nährboden transnationaler Gemeinschaft

    Seiten 353 - 366
  35. 8.3 Ein Kaiser verbindet: Die Zusammenarbeit der Gesellschaft für staufische Geschichte mit den Fondaziones Federico II in Jesi und Palermo

    Seiten 366 - 375
  36. 8.4 Gedenksteine einer »europäischen« Dynastie: Das Projekt Stauferstelen und die Beispiele Fiorentino, Göppingen-Hohenstaufen und Bari

    Seiten 375 - 387
  37. 8.5 Zwischenfazit: Geschichtskulturelle Funktionen transnationaler Erinnerungsdimensionen

    Seiten 387 - 390
  38. 9. Interpretationen staufischer Geschichte – Ein Schlussresümee

    Seiten 391 - 402
  39. Tabellen

    Seiten 403 - 412
  40. Abbildungsverzeichnis

    Seiten 413 - 414
  41. Tabellenverzeichnis

    Seiten 415 - 416
  42. Quellen- und Literaturverzeichnis

    Seiten 417 - 462
Mehr
65,00 € *

19. April 2021, 462 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5434-9

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Isabelle Luhmann

Isabelle Luhmann, Studienreferendarin am Otto-Hahn-Gymnasium Furtwangen, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die Erinnerung an die Staufer prägte die deutschsprachige Geschichtskultur seit dem 19. Jahrhundert nachhaltig und erfüllte verschiedenste Funktionen. Die jüngsten Erzählungen der Dynastie ab der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sind bislang in der Forschung jedoch nicht thematisiert worden. Dabei sind gerade diese von Interesse, da das allgemeine Geschichtsinteresse seit der großen Stauferausstellung von 1977 gestiegen ist und ab den 1980er Jahren von einem regelrechten Mittelalter-Boom in der Populärkultur gesprochen wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch mein Buch gebe ich in einer so bislang nicht erforschten räumlichen und medialen Breite Auskunft über die rezenten Formen staufischer Erinnerung. Dadurch ist der Grundstein gelegt für eine vertiefte Erschließung der vielfältigen, durchaus noch bedeutsamen Stauferrezeptionen der jüngsten Vergangenheit. Über die Stauferforschung hinaus konnte ich mit diesem Buch auch einen Beitrag leisten zu einem vertieften Verständnis gegenwärtiger geschichtskultureller Bedürfnisse und deren Ausformungen in der Populärkultur.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bisherige Forschungen zur Stauferrezeption betrachten diese meistens bis 1945 oder maximal bis zur ersten großen Stauferausstellung 1977. Untersucht werden entweder nationale Erzählungen oder regionale Zentren staufischer Traditionspflege. Die verschiedenen Erinnerungsebenen werden nicht zusammen betrachtet. Außerdem sind bisherige Forschungen losgelöst von den Rezeptionsmedien. Die Dissertation schließt diese Forschungslücke, indem die rezente Stauferrezeption auf verschiedenen räumlichen Erinnerungsebenen und in unterschiedlichen Medien der Populärkultur thematisiert wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Knut Görich und Valentin Groebner.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mein Buch veranschaulicht die Aktualität der staufischen Rezeption, die immer in Aushandlung mit der Gegenwart gleichsam als dynamischer Prozess generiert wird und somit verschiedenste geschichtskulturelle Funktionen erfüllt.

Autor_in(nen)
Isabelle Luhmann
Buchtitel
Die Staufer in der populären Geschichtskultur Ein Rezeptionspanorama seit den 1970er Jahren
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
462
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 10 SW-Abbildungen, 9 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5434-9
DOI
10.14361/9783839454343
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJD HBTB JFC
BISAC-Code
HIS010000 HIS054000 SOC022000
THEMA-Code
NHD NHTB JBCC
Erscheinungsdatum
19. April 2021
Auflage
1
Themen
Kulturgeschichte, Europa, Erinnerungskultur
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Angewandte Geschichte, Public History, Erziehungswissenschaft, Museologie
Schlagworte
Staufer, Geschichtskultur, Stauferstädte, Ausstellung, Populärkultur, Museum, Erinnerungskultur, Stuttgart, Mannheim, Europa, Kulturgeschichte, Europäische Geschichte, Mittelalterliche Geschichte, Geschichtswissenschaft

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