Ulas Aktas (Hg.)

Vulnerabilität

Pädagogisch-ästhetische Beiträge zu Korporalität, Sozialität und Politik

Der Begriff der Verwundbarkeit ist zum Ausgangspunkt einer umfassenden Kritik des modernen Subjekts geworden. Dass wir alle verwundbar sind, dass aber manche Leben verwundbarer sind als andere, rückt die soziale Bedingtheit des Subjekts in den Blick. Die Verkennung der Abhängigkeit von anderen, die Entwertung von Sorgearbeit und die beherrschende soziale Verunsicherung sind charakteristische Ausdrucksformen der gegebenen gesellschaftlichen Verhältnisse. Die Beiträger*innen des Bandes diskutieren Verwundbarkeit aus ästhetischer und pädagogischer Perspektive, entwerfen aber auch diskriminierungskritische und intersektional gerechte Formen des Gemeinsam-Seins.

39,00 € *

17. August 2020, 194 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5444-8

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Ulas Aktas

Ulas Aktas, Kunstakademie Düsseldorf, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In Zeiten umfassender Prekarisierung öffnet ein Denken, das die Verwundbarkeit in ihr Zentrum stellt, Räume, die Abhängigkeit des Subjekts von anderen in seinen macht- und herrschaftstheoretischen Dimensionen zu erkennen sowie die Entwertung von Sorgearbeit und die allgegenwärtige soziale Verunsicherung als Formen gouvernementaler (Selbst-)Regierung zu verstehen. Es bietet aber auch die Möglichkeit, diskriminierungskritische, intersektional gerechte und freudvolle Formen des Gemeinsam-Seins zu entwerfen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Verwundbarkeit ist ein Schlüsselbegriff eines Disziplinen übergreifenden Diskurses, innerhalb dessen das moderne Subjekt in kritischer Weise neu gefasst wird. Für diese Neufassung, die die Abhängigkeit von anderen zum Ausgangspunkt für ein Verständnis von Korporalität, Sozialität und Politik macht, versammelt das Buch Versuche, ästhetisch-pädagogische Fluchtlinien sichtbar zu machen und fragt, wie Bilder bestehende Konventionen des Sozialen und Politischen durchbrechen und auf offene Zukünftigkeit verweisen können.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bilder bringen ein spezifisches sozio-historisches Imaginäres und ein Begehren hervor, das sich in die Körper einschreibt. Diese körperlichen Bedingungen des Imaginären der Macht sind als zutiefst pädagogisch zu begreifen. Die immer noch zu wenig beachtete Verschränkung von Bildlichkeit und Verwundbarkeit zu begreifen, öffnet Aussichten Erziehung und Bildung in intersektionaler Perspektive neu zu fassen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mir wäre es wichtiger zu fragen, wie ich über ein Buch sprechen will als mit wem. Audre Lorde schrieb einmal: »The master's tools will never dismantle the master's house.« Damit hat sie u.a. nach einer Kritik gefragt, die ihre eigene Komplizenschaft in die gegebenen Macht- und Herrschaftsverhältnisse kritisch ins Auge fasst bzw. nach einem Sprechen, das seine eigenen machtvollen Bedingungen nicht verkennt. Ich glaube, dass eine solche Selbstkritik ein produktiver Modus wäre für ein Gespräch über das Buch.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wie kann ein pädagogisches Verständnis von Autonomie aussehen, bei dem unsere Verwundbarkeit und Abhängigkeit von anderen zum Ausgangspunkt wird?

Autor_in(nen)
Ulas Aktas (Hg.)
Buchtitel
Vulnerabilität Pädagogisch-ästhetische Beiträge zu Korporalität, Sozialität und Politik
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
194
Ausstattung
kart., Klebebindung, 26 SW-Abbildungen, 26 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5444-8
DOI
10.14361/9783839454442
Warengruppe
1571
BIC-Code
JNA ABA JHB
BISAC-Code
EDU040000 ART009000 SOC022000
THEMA-Code
JNA ABA JHB
Erscheinungsdatum
17. August 2020
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Körper, Kunst, Bildung
Adressaten
Kulturelle Bildung, Ästhetische Theorie, Erziehungswissenschaft, Postcolonial Studies, Cultural Studies, Kunstwissenschaft
Schlagworte
Verwundbarkeit, Ästhetik, Erziehung, Subjekt, Kulturelle Bildung, Kunst, Cultural Studies, Inklusion, Differenz, Postcolonial Studies, Rassismus, Intersektionalität, Abhängigkeit, Sorgearbeit, Bildung, Körper, Bildungstheorie, Kunsttheorie, Bildungssoziologie, Pädagogik

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