Ästhetisches Sorgen

Eine Theorie der Kunst

Ästhetik reflektiert Kunst, kaum aber deren konkrete Verwendungsformen. Um zu verstehen, was Kunst ist, muss sie jedoch als spezifische Situationen konstituierende besondere Praxis untersucht werden. Kunst ist kein Erkennen oder Erfahren, sondern strategisches Tun: Als (feierliches) ästhetisches Sorgen kultiviert sie in öffentlichen wie privaten Kontexten eine Praxis existenziellen kultischen Sorgens. Christian Zürner hinterfragt ästhetische Topoi wie Autonomie und (Zweck-)Freiheit angesichts solch immanenter Notwendigkeit ebenso wie normative philosophische Zuschreibungen. Kunst bedeutet keinen souveränen Überschuss, sondern lebt vom Drang, menschliche Existenz in einer unheimlichen Welt überhaupt erst einzurichten.

38,99 € *

27. Oktober 2020, 182 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5454-1
Dateigröße: 1.41 MB

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Christian Zürner

Christian Zürner, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil Kunst vermutlich die einzige menschliche Hervorbringung ist, deren Sinn wir bisher selbst nicht wirklich verstehen. Es gibt daher kaum etwas Spannenderes, als über Kunst nachzudenken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es reklamiert Kunst nicht, wie dies in der philosophischen Ästhetik sonst häufig geschieht, für übergreifende Denkkonzepte oder Ideen, sondern beschreibt und versteht sie ausgehend von ihren konkreten Verwendungsformen im öffentlichen wie privaten Bereich. Aus diesem Blickwinkel lassen sich normative Aufladungen der Kunst zugunsten eines deskriptiveren Ansatzes korrigieren, der dabei die traditionell prekäre ästhetische Grundfrage nach dem Verhältnis zwischen ›Kunst und Leben‹ beantwortet.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Frage nach dem Sinn von Kunst ist immer aktuell. Allerdings zeigen die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen des kulturellen Lebens derzeit besonders deutlich, wie sich das Fehlen von Orten und Zeiten des (zumindest öffentlichen) ›ästhetischen Sorgens‹ atmosphärisch auswirkt. Dass da ›irgendwie‹ etwas Wichtiges fehlt, auch wenn niemand genau sagen kann, worin diese Wichtigkeit eigentlich besteht, verweist genau auf die Kernthese meines Buches.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit allen, die gerne über Kunst nachdenken.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Kunst ist nicht das Reich spielerischer Zweckfreiheit, sondern von existenziellen Interessen geleitete instrumentelle Praxis.

Autor_in(nen)
Christian Zürner
Buchtitel
Ästhetisches Sorgen Eine Theorie der Kunst
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
182
ISBN
978-3-8394-5454-1
DOI
10.14361/9783839454541
Warengruppe
1581
BIC-Code
ABA HPN JFC
BISAC-Code
ART009000 PHI001000 PHI034000
THEMA-Code
ABA QDTN JBCC
Erscheinungsdatum
27. Oktober 2020
Themen
Kunst, Ästhetik
Adressaten
Ästhetik, Philosophie, Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Kunstwissenschaft, Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft, Ästhetische und Kulturelle Bildung
Schlagworte
Kunst, Ästhetik, Praxis, Sorge, Existenz, Theorie der Kunst, Autonomie, Freiheit, Kunsttheorie, Kulturphilosophie, Kulturtheorie, Kunstwissenschaft

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