Das Unsagbare verschweigen

Holocaust-Literatur aus Täterperspektive. Eine interdisziplinäre Textanalyse

Täter*innen sind heute omnipräsent – in Film, Fernsehen, Literatur, Forschung und Popkultur. Eine kritische Reflexion der Darstellungen ist besonders da geboten, wo sie zur Identifikation einladen. Paradigmatisch für diesen ambivalenten gesellschaftlichen Trend steht die Holocaust-Literatur aus Täterperspektive.

Neben einem umfassenden thematischen Forschungsüberblick legt Eva Mona Altmann ein innovatives, interdisziplinäres Modell zur Textanalyse vor, das die spezifische Rhetorik der Täter, die Steuerung von Empathie und Sympathie sowie die Möglichkeit einer textimmanenten Dekonstruktion des Täterdiskurses durch das literarische Verfahren des unglaubwürdigen Erzählens berücksichtigt.

48,99 € *

12. Januar 2021, 482 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5468-8
Dateigröße: 3.57 MB

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Eva Mona Altmann

Eva Mona Altmann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

In unserer heutigen multimedialen Gesellschaft, die immer mehr und immer schneller kommuniziert und die von populistischen und nationalistischen Strömungen durchzogen wird, ist es besonders wichtig, darüber aufzuklären und dafür zu sensibilisieren, wie sprachliche und mediale Darstellungen funktionieren und wirken.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Neue Perspektiven eröffnet mein Buch vor allem durch den interdisziplinären Ansatz. Die von mir entworfene Methode der Textanalyse widmet sich paradigmatisch der Holocaust-Literatur aus Täterperspektive, kann in angepasster Form aber auch auf andere Kontexte angewendet werden.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Reale und fiktionale Täter*innen stehen international im Fokus der Aufmerksamkeit. Dieser so genannte ›Turn to the Perpetrator‹ spiegelt sich in der sukzessiven Etablierung eines eigenständigen interdisziplinären Forschungsfeldes, den ›Perpetrator Studies‹.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Gerne hätte ich mein Buch mit Hannah Arendt und Theodor W. Adorno diskutiert. Neben dem interdisziplinären Austausch mit anderen Wissenschaftler*innen reizt mich insbesondere allgemein das Gespräch mit interessierten Leser*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Was und wie wir von uns und anderen erzählen, hat eine große Macht, die weit über die Ebene der Darstellung hinausreicht.

»›Das Unsagbare verschweigen‹ erweist sich in toto als Glücksfall für die Holocaust-Literatur-Forschung aus komparatistischer Perspektive und kann als wichtiger Impuls zur weitergehenden Erforschung der Täterperspektive gelten.«
Torsten Mergen, www.literaturkritik.de, 25.08.2021
»Gelungene Arbeit.«
Michael Lausberg, www.scharf-links.de, 27.03.2021
Autor_in(nen)
Eva Mona Altmann
Buchtitel
Das Unsagbare verschweigen Holocaust-Literatur aus Täterperspektive. Eine interdisziplinäre Textanalyse
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
482
ISBN
978-3-8394-5468-8
DOI
10.14361/9783839454688
Warengruppe
1566
BIC-Code
DSB HBTB
BISAC-Code
LIT004150 LIT000000 HIS054000
THEMA-Code
DSB NHTB
Erscheinungsdatum
12. Januar 2021
Themen
Kultur, Sprache, Literatur
Adressaten
Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Romanistik, Germanistik, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Sprachwissenschaft, Psychologie sowie Praktiker*innen im Bereich Bildungsarbeit
Schlagworte
Täter, Holocaust, Literatur, Rhetorik, Empathie, Unglaubwürdiges Erzählen, Nationalsozialismus, Sprache, Kultur, Französische Literatur, Allgemeine Literaturwissenschaft, Kulturgeschichte, Romanistik, Literaturwissenschaft

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