Gute Technik für ein gutes Leben im Alter?

Akzeptanz, Chancen und Herausforderungen altersgerechter Assistenzsysteme

Längst gibt es altersgerechte digitale Assistenzsysteme. Doch sind Umfang und Geschwindigkeit ihrer Verbreitung sowohl in Pflegeeinrichtungen als auch in privaten Haushalten weitgehend unbekannt. Informationen zu tatsächlich eingesetzten Systemen, realisierten Umsätzen und Marktvolumen sind kaum zu finden. Obwohl es viele Vermutungen hinsichtlich der Hindernisse bei der Einführung altersgerechter Assistenzsysteme gibt, sind auch hier verlässliche Aussagen rar. Die Beiträge des Bandes liefern auf Basis empirischer Untersuchungen und theoretischer Überlegungen Antworten und zeigen auf, wie vielgestaltig die Faktoren sind, die die Diffusion altersgerechter Assistenzsysteme hemmen oder fördern.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Einführung

    Gute Technik für ein gutes Leben?!

    Seiten 11 - 26
  4. Altersgerechte Assistenzsysteme: Ein Überblick

    Seiten 27 - 62
  5. Technik und Pflege im professionellen Kontext und (privaten) Alltag

    Die Nutzung von digitalen Kommunikationstechnologien in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen während der COVID-19-Pandemie

    Seiten 65 - 86
  6. Arbeit und Geschlecht. Strukturelle und normative Grundlagen von Technisierungsprozessen in der Pflege

    Seiten 87 - 108
  7. Datenschutz und digitale Ethik

    Seiten 109 - 128
  8. Altern und Verletzlichkeit: Gero-Technologien als Bestandteil einer therapeutisch-rehabilitativen Dyade?

    Seiten 129 - 158
  9. Altersgerechte Assistenzsysteme und Nutzungshemmnisse

    Die tatsächliche Nutzung digitaler Assistenzsysteme in der Altenpflege

    Seiten 161 - 184
  10. Nutzung, Planung und Bewertung digitaler Assistenzsysteme in der Pflege

    Seiten 185 - 214
  11. Digitale Technik in der ambulanten und stationären Pflege

    Seiten 215 - 232
  12. Vertrauen, Wissen, Innovation und Wohltun als (neue) Herausforderungen im Kontext digitaler Assistenzsysteme

    Seiten 233 - 262
  13. Implementierung und Evaluation von (digitaler) Pflegetechnik

    Möglichkeiten des Bewegungsmonitorings durch Fitnesstracker nach einer Hüftfraktur

    Seiten 265 - 284
  14. Digitalisierte Bewegungsentwicklung geriatrischer Traumapatient*innen

    Seiten 285 - 292
  15. Zum Potenzial grundlagenwissenschaftlicher Technikforschung für ein »gutes Leben im Alter«

    Seiten 293 - 316
  16. Anforderungen an die Evaluation von altersgerechten Assistenztechnologien aus gesundheitsökonomischer Sicht

    Seiten 317 - 340
  17. Technikimplementierung in der Pflege: die Bedeutung der soziotechnischen Innovationsbewertung aus gesundheitsökonomischer Sicht

    Seiten 341 - 366
  18. Autor*innen

    Seiten 367 - 374
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40,00 € *

18. Oktober 2021, 374 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5469-1

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Debora Frommeld

Debora Frommeld, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Deutschland

Ulrike Scorna

Ulrike Scorna, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Deutschland

Sonja Haug

Sonja Haug, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Deutschland

Karsten Weber

Karsten Weber, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Es ist bislang unbekannt, ob altersgerechte Assistenzsysteme (a) dem Arbeitskräftemangel abhelfen, (b) den Beschäftigten im Gesundheits- und Pflegedienst bei der Verrichtung von belastenden Tätigkeiten unterstützen, (c) die Versorgung mit Gesundheits- und Pflegedienstleistungen in ländlichen Regionen sicherstellen, (d) alten und hochbetagten Menschen ermöglichen, ein sicheres und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen. Auf diese Fragen möchte der Band Antworten geben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Beiträge zeigen zugleich Chancen und Risiken auf, die derzeit noch mit Pflegetechnik verbunden sind. Gleichzeitig richten sie den Blick auf Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen die Ziele der Assistenzsysteme – nämlich Technik in der Pflege einzuführen, die den betroffenen Personen wirklich hilft – in Zukunft erreicht werden könnten. Eine zentrale Rolle hierbei spielt Vertrauen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Corona-Pandemie hat in der Pflege und im Alltag von Pflegebedürftigen zu einem Anschub geführt, was z.B. die Versorgungsqualität und Grundausstattung mit digitaler Technik betrifft. So verfügen mehr Pflegeheime als zuvor über Wireless-LAN. Dennoch ist es bis zum flächendeckenden Einsatz der Technik noch ein weiter Weg. Die Beiträge zeigen, dass Technik nötig ist, die an die Bedürfnisse der Gepflegten und Pflegenden angepasst ist. Hier unterbreitet der Band verschiedene Vorschläge für die Forschung und Praxis.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Pflegewissenschaftler*innen, Versorgungsforscher*innen, Kolleg*innen aus den Ingenieurswissenschaften und der Informatik, Public Health-Expert*innen, Kolleg*innen aus den Sozialwissenschaften, der Ethik und benachbarten Disziplinen genauso wie mit Expert*innen und Praktiker*innen der Pflege, der Versorgungsträger und der Unternehmen und Organisationen, die digitale Assistenzsysteme entwickeln, herstellen, vertreiben und einsetzen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Gute Technik für ein gutes Leben im Alter setzt Vertrauen voraus – bei den Gepflegten, Pflegenden, den Angehörigen und vielen weiteren Stakeholder*innen.

»Wer mehr Technik in der Pflege möchte, muss die Implementierung als Bottom-Up-Prozess organisieren, lautet das Fazit der Herausgeber. Welche Aspekte dabei zu berücksichtigen sind, macht das Buch deutlich.«
Gesundheit und Gesellschaft, 25/3 (2022)
Besprochen in:
https://openta.net, 01.04.2022, Marius Albiez
Buchtitel
Gute Technik für ein gutes Leben im Alter? Akzeptanz, Chancen und Herausforderungen altersgerechter Assistenzsysteme
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
374
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 30 SW-Abbildungen, 5 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8376-5469-1
DOI
10.14361/9783839454695
Warengruppe
1728
BIC-Code
JFSP31 PDR MQC
BISAC-Code
SOC013000 SOC026000 TEC052000 MED058200
THEMA-Code
JBSP4 PDR MQC
Erscheinungsdatum
18. Oktober 2021
Auflage
1
Themen
Technik, Digitalisierung, Alter
Adressaten
Gesundheitswissenschaft, Sozial- und Geisteswissenschaft sowie Ingenieur*innen und Praktiker*innen in Pflegeberufen
Schlagworte
Technik, Pflege, Digitalisierung, Alter, Altersgerechte Assistenzsysteme, Techniksoziologie, Medizin, Soziologie

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