Gefragt durch Andere

Über digitale Vernetzung, Wertschöpfung, Pathos & Identität

Nichts überdauert ohne Wiederholung – nichtsdestotrotz, die Essays in diesem Buch zeigen, dass das Bestehende in seiner Wiederholung verändert werden kann, es sogar verändert werden muss. Die Texte unternehmen kritische Beschreibungen des Bestehenden. Sie behandeln das Ausbeutungssystem des Kapitalismus, die damit verbundene Unterdrückung und Überforderung des Subjekts und nicht zuletzt die Zurückweisung von Identität als Konzept der Privilegierten, das notwendigerweise Ausgrenzung erzeugt und verstetigt.

28,00 € *

17. März 2021, 206 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5472-1

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Paul Helfritzsch

Paul Helfritzsch, Universität Wien, Österreich

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die versammelten Essays gruppieren sich um den Anspruch, den Appell, den andere an uns richten. Jedoch ist es nicht einer, es sind viele, die aus unterschiedlichen Richtungen auf uns als andere unter anderen treffen. Der Band macht es sich zur Aufgabe, einige der Bereiche, aus denen an uns appelliert wird, aufzuzeigen und den Appellen Nachdruck zu verleihen. Die Apelle erheben sich, weil das Private unterminiert, man von Politik und Kultur ausgeschlossen sowie ökonomisch benachteiligt wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es ist die Perspektivität selbst, der dieses Buch verschrieben ist. D.h., es geht darum, den Unterschieden gesellschaftlicher Grenzverläufe und ihrer verschiedenen Ungerechtigkeiten nachzuspüren, ohne sie aufeinander zu reduzieren, ihre Geltung und die Wirklichkeit der von ihnen erzeugten Probleme darzustellen und somit den ihnen gebührenden Widerstand als gerechtfertigten zu verstehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es wird versucht, eine Kritik zu formulieren, die die von Nancy Fraser vorgeschlagene Richtung der Untersuchung der Grenzverläufe der Gesellschaft zwischen Kultur und Ökonomie ernst nimmt und in Richtung Politik und den Bereich des Privaten ergänzt. Damit soll eine Vielstimmigkeit der Kritik möglich werden, die nicht durch Priorisierung eines Bereichs die erlebten und erlittenen Probleme anderer herabsetzt oder negiert, solange das ›Hauptproblem‹ gesellschaftlicher Ungerechtigkeit behoben wird.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten würde ich die vertretenen Thesen mit denjenigen diskutieren, die ebenfalls an der Veränderung gesellschaftlicher Strukturen interessiert sind und an der Verwirklichung der Veränderung hin zu weniger Ungerechtigkeit arbeiten – nicht für Bestätigung, sondern um durch das Hinterfragtwerden die vielen Facetten sehen zu lernen, die ich noch nicht sehen kann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es geht um die Wiederholung der Veränderung und deren Darstellungsformen, um dabei immer wieder gegen Ungerechtigkeit anzugehen.

»Überaus lesenswert und erfrischend [...], ist die Ablehnung einer verobjektivierenden Distanznahme.«
Helen Akin, www.kritisch-lesen.de, 13.07.2021
Autor_in(nen)
Paul Helfritzsch
Buchtitel
Gefragt durch Andere Über digitale Vernetzung, Wertschöpfung, Pathos & Identität
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
206
Ausstattung
kart., Klebebindung
ISBN
978-3-8376-5472-1
DOI
10.14361/9783839454725
Warengruppe
1521
BIC-Code
HPS HBCF7 HBCF3
BISAC-Code
PHI034000 PHI043000 PHI018000
THEMA-Code
QDTS QDHR7 QDHR5
Erscheinungsdatum
17. März 2021
Auflage
1
Themen
Sozialität, Gesellschaft, Technik, Neoliberalismus, Mensch
Adressaten
Philosophie, Soziologie, Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft
Schlagworte
Alterität, Kapitalismuskritik, Identität, Sozialphilosophie, Digitalisierung, Sozialität, Mensch, Neoliberalismus, Poststrukturalismus, Phänomenologie, Philosophie

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