FERNSEHEN – NETFLIX – YOUTUBE

Zur Fernsehhaftigkeit von On-Demand-Angeboten

Wie viel altes Fernsehen steckt in Netflix und YouTube?

Um ihre ästhetischen und strukturellen Ähnlichkeiten zum Fernsehprogramm aufzudecken, analysiert Christian Richter ausführlich mediale Inszenierungen von Netflix und YouTube. Die Schlagworte »Flow«, »Serialität«, »Liveness« und »Adressierung« dienen dabei als zentrale Orientierungshilfen. Antworten liefern etablierte Fernsehtheorien ebenso wie facettenreiche und triviale Beispiele. Diese reichen vom ZDF-Fernsehgarten und alten Horrorfilmen über den SuperBowl und einsame Bahnfahrten durch Norwegen bis zu BibisBeautyPalace und House of Cards. Am Ende schält sich ein Zustand von FERNSEHEN heraus, der als eine neue Version aufgefasst werden kann.

44,99 € *

27. Oktober 2020, 372 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5481-7
Dateigröße: 15.76 MB

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Christian Richter

Christian Richter, Universität Potsdam, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

On-Demand-Angebote wie Netflix und YouTube haben sich bei Millionen von Nutzenden weltweit durchgesetzt und dominieren längst den Bewegtbild-Markt. Dabei werden sie mal als Gegenentwurf zum Fernsehen und mal als dessen Optimierung – als besseres Fernsehen – beschrieben. Nicht selten wird ihnen gar der Tod des Fernsehens angelastet. Diesen Behauptungen ist eine medienwissenschaftliche Analyse entgegenzusetzen. Sie klärt auch die Frage: Was ist Fernsehen (noch) in Zeiten von Netflix und YouTube?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es erläutert, wie bei Netflix und YouTube ein ähnlicher Programmfluss wie beim Fernsehen erzeugt wird; wie individuelle Rituale eine televisuelle Synchronisation ablösen; wie die Zirkulation von Videos eine neue Form von Serialität ausbildet; wie Echtheits-Versprechen von Liveübertragungen bei YouTube adaptiert werden und wie sich das ›Guten Abend, sehr verehrtes Publikum‹ wandelt. Daraus entwickelt sich eine Sicht auf Fernsehen, die es nicht nur als Medium, sondern ebenso als Format versteht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die digitalen Angebote von Netflix und YouTube werden im Buch konsequent aus der Perspektive des analogen Fernsehens betrachtet. Dies lädt zu einer Relektüre von Klassikern der Fernsehtheorie ein, um diese nun auf internetbasierte Umgebungen anzuwenden.

Nicht zuletzt versteht sich das Buch als ein Plädoyer dafür, in der Medienwissenschaft scheinbar triviale Beispiele wie den ZDF-Fernsehgarten oder BibisBeautyPalace stärker in den Blick und hierbei ernst zu nehmen. Auch, wenn es manchmal weh tut.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Knut Hickethier, Ted Sarandos, Frank Underwood ... Und wirklich gern mit jedem, der sich dafür interessiert.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Fernsehen ist tot; lang lebe das FERNSEHEN!

Autor_in(nen)
Christian Richter
Buchtitel
FERNSEHEN – NETFLIX – YOUTUBE Zur Fernsehhaftigkeit von On-Demand-Angeboten
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
372
Ausstattung
31 SW-Abbildungen, 12 Farbabbildungen
ISBN
978-3-8394-5481-7
DOI
10.14361/9783839454817
Warengruppe
1744
BIC-Code
JFDT APT
BISAC-Code
SOC052000 PER010030
THEMA-Code
JBCT2 JBCT1
Erscheinungsdatum
27. Oktober 2020
Themen
Popkultur, Medien, Fernsehen
Adressaten
Medienwissenschaft, Fernsehwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Sozialwissenschaft sowie Praktiker*innen aus der Fernseh- und Internetbranche
Schlagworte
Fernsehen, Medien, Netflix, YouTube, On-Demand, Serialität, Popkultur, Digitale Medien, Medienästhetik, Medienwissenschaft

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