Neapel – Eine alte Stadt erzählt sich neu

Literarische Bilder im Zeitalter der Globalisierung

An der Schwelle zum 21. Jahrhundert ist Neapel eine Stadt voller Widersprüche: Während Krisen die süditalienische Hafenmetropole fest im Griff haben, ist die neapolitanische Literatur seit den 1990er Jahren außerordentlich produktiv.

Saskia Germer zeigt: In einer Ästhetik des Peripheren verhandelt die Erzählliteratur der Gegenwart Themen, die mit der lokalen Spezifik der Stadt eng verbunden und gleichzeitig von globaler Relevanz sind. Der tiefgreifende soziale, politische und kulturelle Wandel wird in den Werken von Antonella Cilento, Diego De Silva, Elena Ferrante, Peppe Lanzetta, Andrej Longo und Roberto Saviano in eindrucksvollen Bildern neu verhandelt.

Kapitel-Übersicht

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Danksagung

    Seiten 7 - 8
  4. 1. Neapel an der Jahrtausendschwelle: Eine Stadt erzählt sich selbst

    Einführung

    Seiten 9 - 16
  5. 2. »Space matters!« Urbane Räume und Literatur

    2.1 Raum in Bewegung: Theoriebezug und Forschungsstand

    Seiten 17 - 24
  6. 2.2 Texte und Texturen einer Stadt

    Seiten 24 - 29
  7. 2.3 Literarische Räume beschreiben: Ein methodisches Inventar

    Seiten 29 - 36
  8. 3. Neue Fragen an eine alte Stadt

    3.1 Chi siamo noi? Stadt und Erzählen (in) der Krise

    Seiten 37 - 48
  9. 3.2 Das Verhältnis von Lokalem und Globalem

    Seiten 48 - 56
  10. 3.3 Eine Stadt am Meer mit Erzählungen: Die alten und die neuen Bilder

    Seiten 56 - 62
  11. 3.4 Körperliche Raumwahrnehmung

    Seiten 62 - 72
  12. 4. Ränder, Schwellen, Übergänge − Ethik und Ästhetik der Peripherie

    4.1 Neapel als Heterotopie des Weltkörpers

    Seiten 73 - 105
  13. 4.2 Die Stadt als Weltobservatorium

    Seiten 105 - 120
  14. 4.3 Dystopie und Schaulust: Perversionen der Postkartenidylle

    Seiten 120 - 134
  15. 5. Kulturgeschichte zwischen Last und Entlastung

    5.1 Zwei Neapel: Selbstauslöschung und Neugründung

    Seiten 135 - 152
  16. 5.2 »Una strana bestia« – Die mythische Faszination der barocken Stadt

    Seiten 152 - 161
  17. 5.3 Der böse Doppelgänger: Klischees und Spaltungsphantasien

    Seiten 162 - 170
  18. 6. Neapel als Matrix der Wahrnehmung

    6.1 Metro-Polis: Die Stadt als weibliche Bedrohung

    Seiten 171 - 193
  19. 6.2 Schichtungen: Die Genealogie der Stadt als Zirkulärgeschichte

    Seiten 194 - 234
  20. 7. Neubeschreibung alter Räume

    7.1 Zwischen Betonwüste und Autobahn: Verlorene Kindheit im Niemandsland

    Seiten 235 - 250
  21. 7.2 Gewaltsame Kolonisierung des öffentlichen Raums

    Seiten 250 - 263
  22. 7.3 Napoli-Noir: Devianz, Depression und Dandytum

    Seiten 263 - 274
  23. 8. Fazit

    Einführung

    Seiten 275 - 282
  24. 9. Bibliographie

    9.1 Primärliteratur

    Seiten 283 - 284
  25. 9.2 Sekundärliteratur

    Seiten 284 - 306
  26. 9.3 Onlineressourcen

    Seiten 306 - 307
  27. Index

    Seiten 308 - 314
Mehr
45,00 € *

13. April 2021, 314 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5482-0

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Saskia Germer

Saskia Germer, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Neapel ist in den letzten Jahren literarisch so produktiv wie kaum eine andere italienische Stadt und verhandelt dabei sowohl Fragen nach dem kulturellen Selbstverständnis der Hafenmetropole als auch Fragen der aktuellen Globalisierungsphase. Die erneute Blütephase der neapolitanischen Erzählliteratur scheint mit einem Modernisierungsschub zu korrelieren, der das vorhandene Bild der ewig immobilen Stadt in Frage stellt und den vorhandenen Gemeinplätzen über die Stadt am Fuße des Vesuvs neue Bilder entgegensetzt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Für die Analyse der literarischen Modellierung der Stadt werden in der Studie Fragen des Raum- und Körperdiskurses verbunden, die auch in den untersuchten Erzählwerken ununterscheidbar miteinander verknüpft sind. Dafür wird eine Analyse-Matrix einer Narratologie des Urbanen entwickelt, die methodisch auch unabhängig von dem konkreten Untersuchungsgegenstand Anwendung finden kann.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Relation von Stadt und Literatur gehört zu den wichtigsten Gegenständen einer kulturwissenschaftlichen Literaturwissenschaft. Im Falle Neapels ist diese Beziehung zwischen den Polen des Globalen und Lokalen, Alten und Neuen, Eigenen und Fremden zu verorten. Damit werden Fragen aufgeworfen, die in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen aktueller denn je sind. Neapel wird zu einem Labor für das Erzählen (in) der Krise.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit den Autorinnen und Autoren der verhandelten Texte – gemeinsam an einem großen Tisch.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Eine alte Stadt erzählt sich neu« zeichnet das facettenreiche, mitunter widersprüchliche Bild einer Textstadt und eines Stadttextes im Zeitalter der Globalisierung nach.

Autor_in(nen)
Saskia Germer
Buchtitel
Neapel – Eine alte Stadt erzählt sich neu Literarische Bilder im Zeitalter der Globalisierung
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
314
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung
ISBN
978-3-8376-5482-0
DOI
10.14361/9783839454824
Warengruppe
1566
BIC-Code
DSB JFSG JHB RGC
BISAC-Code
LIT004200 SOC026030 SOC026000
THEMA-Code
DSB JBSD JHB RGC
Erscheinungsdatum
13. April 2021
Auflage
1
Themen
Raum, Literatur, Stadt
Adressaten
Romanistik, Italianistik, Literaturwissenschaft
Schlagworte
Neapel, Literatur, Raumtheorie, Spatial Turn, Globalisierung, Italienische Literatur, Gegenwartsliteratur, Stadt, Raum, Urban Studies, Romanistik, Literaturwissenschaft

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