Währung – Krise – Emotion

Kollektive Wahrnehmungsweisen von Wirtschaftskrisen

Die vielfältigen Äußerungsformen der jüngsten Wirtschaftskrisen und die derzeitigen Herausforderungen in Europa machen die Notwendigkeit deutlich, die nach wie vor als rational geltende Ökonomie auf ihre parallel ausgebildete »stark spezialisierte emotionale Kultur« (Eva Illouz) hin zu untersuchen. Diese äußert sich vor allem in Krisendiskursen in Politik, Presse, Wirtschaft oder Literatur, in denen Emotionen besonders deutlich als kollektive »Form der Geisteshaltung bzw. der Einstellung zur Welt« (Richard Wollheim) sichtbar werden. Die Beiträger*innen des Bandes gehen den emotionalen Dimensionen dieser Krisendiskurse in Vergangenheit und Gegenwart aus den Perspektiven von Soziologie, Ökonomik, Kultur-, Geschichts- und Literaturwissenschaft nach.

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25. Mai 2021, 330 Seiten
ISBN: 978-3-8394-5504-3
Dateigröße: 2.87 MB

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Sanne Ziethen

Sanne Zieten, Universität Hildesheim, Deutschland

Nina Peter

Nina Peter, Universität Bern, Schweiz

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Welch großen Einfluss das Wirtschaftssystem auf unser individuelles und gesellschaftliches Zusammenleben hat, wird besonders in ökonomischen Krisen deutlich. Die in diesem Buch versammelten Darstellungen und Analysen unterschiedlicher Wirtschaftskrisen in Geschichte und Gegenwart, des privaten und öffentlichen Lebens eröffnen einen vieldimensionalen Blick auf ökonomische Praktiken und deren Wirkmacht. Sie fragen, was sich aus krisenhaften Ereignissen über wirtschaftliches Handeln individueller und kollektiver Akteure lernen lässt und blicken nicht zuletzt auch auf das Potenzial von Krisen, als Wendepunkte immer auch Neuausrichtungen zu ermöglichen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch fragt nach dem Zusammenhang von Währungen, Krisen und Emotionen und bringt dabei Perspektiven unterschiedlicher Disziplinen in einen Dialog. Warum Geld als Zahlungsmittel funktioniert, wie es ›gemacht‹ und benutzt wird, auf welche Weise ihm Geltung zugeschrieben wird und was passiert, wenn es diese verliert, ist dabei ebenso Thema wie die emotionale Dimension des nur vermeintlich rationalen wirtschaftlichen Handelns.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Spätestens seit der Finanzkrise 2008/2009 und der anschließenden Euro-Krise hat die Auseinandersetzung mit der Wirtschaft eine neue Dringlichkeit gewonnen, die mit der aktuellen durch die Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Krise noch vergrößert wurde. Durch einen multidisziplinären Blick auf Wirtschaftskrisen und ihre Deutungen ergänzt der Band bestehende Debatten über Geld und Geltung und die Rolle von Emotionen bei der Hervorbringung und Interpretation von Wirtschaftskrisen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Seit dem Symposium 2019 ist viel passiert. Deshalb: In einem zweiten Symposium mit den Beiträger*innen des Bandes als Fortsetzung gelebter Interdisziplinarität – erweitert um interessierte Studierende und Wissenschaftler*innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Interdisziplinäre Untersuchung emotionaler Dimensionen von Krisendiskursen in Wirtschaft, Politik, Presse und Literatur der Vergangenheit und Gegenwart.

Autor_in(nen)
Sanne Ziethen / Nina Peter (Hg.)
Buchtitel
Währung – Krise – Emotion Kollektive Wahrnehmungsweisen von Wirtschaftskrisen
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
330
Ausstattung
4 SW-Abbildungen
ISBN
978-3-8394-5504-3
DOI
10.14361/9783839455043
Warengruppe
1781
BIC-Code
KCZ HBTB JHB
BISAC-Code
HIS054000 BUS023000 SOC026000
THEMA-Code
KCZ NHTB JHB
Erscheinungsdatum
25. Mai 2021
Themen
Kultur, Kulturgeschichte, Wirtschaft
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft, Soziologie, Kulturwissennschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft
Schlagworte
Wirtschaft, Emotion, Finanzkrise, Währung, Krise, Kultur, Europa, Ökonomie, Presse, Politik, Diskurs, Literatur, Kulturgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, Emotionsgeschichte, Wirtschaftssoziologie, Kapitalismus, Kulturwissenschaft

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