»Fight for Americanism« – Preparedness-Bewegung und zivile Mobilisierung in den USA 1914-1920

Als in Europa der Erste Weltkrieg ausbrach, fürchteten viele Amerikaner um die Souveränität der USA. Unter der Parole »Preparedness« formierte sich bald eine lautstarke Bewegung, deren selbsterklärtes Ziel es war, die Öffentlichkeit über Fragen der nationalen Sicherheit aufzuklären. Manuel Franz zeigt, wie Lobbyorganisationen die sicherheitspolitische Debatte zwischen 1914 und 1920 nutzten, um den Nationalismus in der amerikanischen Zivilgesellschaft zu befeuern. Damit nimmt er nicht nur die kaum noch im historischen Gedächtnis präsente Preparedness-Bewegung neu in den Blick, sondern spürt auch einer der ideengeschichtlichen Wurzeln illiberalen Denkens in den USA nach.

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4. Februar 2021, 322 Seiten
ISBN: 978-3-8376-5521-6

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Manuel Franz

Manuel Franz, Universität Heidelberg, Deutschland

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Die gesellschaftlichen Rückwirkungen des Ersten Weltkriegs auf die amerikanische Heimatfront sind heute kaum noch im historischen Gedächtnis präsent. Dabei ging der Konflikt mit einer für US-Verhältnisse beispiellosen Welle der Repression einher. Mein Buch nimmt eine in der Forschung lange vernachlässigte Protagonistin dieser Entwicklung in den Fokus: die Preparedness-Bewegung. So versuche ich nachzuweisen, wie der kriegsbedingte Ausnahmezustand den amerikanischen Nationalismus befeuerte.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch stellt gewissermaßen eine Ideengeschichte im Gewand einer Organisationsgeschichte dar. Zunächst einmal zeige ich auf, welche praktische Bedeutung sogenannten Preparedness-Organisationen bei der Mobilisierung der amerikanischen Zivilgesellschaft zukam. Mein übergeordnetes Interesse gilt aber der Ideologie hinter diesen Bemühungen: Wie vermochte es die Preparedness-Bewegung, konservative und progressive Narrative zu verbinden, um einen breit anschlussfähigen Nationalismus zu konstruieren?

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Ich sehe mein Buch nicht zuletzt als Diskussionsbeitrag zu einer der ideengeschichtlichen Wurzeln des politischen Denkens in den USA. Die Entwicklungen der letzten Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass die illiberalen Ideen des frühen 20. Jahrhunderts – Autoritarismus, Antipluralismus, Isolationismus – auch heute noch zahlreiche Anhänger haben. Die Obsession der Preparedness-Bewegung mit der nationalen Identität der Amerikaner erscheint leider nach wie vor aktuell.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Theodore Roosevelt – einem der schillerndsten Politiker der amerikanischen Geschichte. In der Preparedness-Debatte zeigte sich einmal mehr die faszinierende Ambivalenz dieses bedeutenden US-Präsidenten: Gelehrter und Abenteurer, Friedensnobelpreisträger und Militarist, progressiver Sozialreformer und überzeugter Nationalist.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Fear is the path to the dark side – fear leads to anger, anger leads to hate, hate leads to suffering.« (Star Wars)

Autor_in(nen)
Manuel Franz
Buchtitel
»Fight for Americanism« – Preparedness-Bewegung und zivile Mobilisierung in den USA 1914-1920
Verlag
transcript Verlag
Seitenanzahl
322
Ausstattung
kart., Dispersionsbindung, 1 SW-Abbildung
ISBN
978-3-8376-5521-6
DOI
10.14361/9783839455210
Warengruppe
1558
BIC-Code
HBJK HBTB HBG
BISAC-Code
HIS036000 HIS054000 HIS037000
THEMA-Code
NHK NHTB NHB
Erscheinungsdatum
4. Februar 2021
Auflage
1
Themen
Gesellschaft, Zivilgesellschaft, Amerika, Kulturgeschichte
Adressaten
Geschichtswissenschaft, Politische Ideengeschichte, Amerikanistik
Schlagworte
USA, Politische Ideengeschichte, Erster Weltkrieg, Progressive Era, Nationalismus, Amerika, Gesellschaft, Kulturgeschichte, Amerikanische Geschichte, Globalgeschichte, Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichtswissenschaft

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